Segelflossen-Glatthai (Gogolia filewoodi) - Männchen, 73 cm

Wiederentdeckung vor Papua-Neuguinea: Der Segelflossen-Glatthai ist zurück

Eine der seltensten Haiarten der Welt taucht nach über 50 Jahren vor der Küste Papua-Neuguineas wieder auf: der Segelflossen-Glatthai (Gogolia filewoodi). Ein WWF-Team um den Meeresbiologen Jack Sagumai dokumentierte 2020 und 2022 insgesamt sechs Exemplare nahe der Gogol-Flussmündung in der Astrolabe Bay (Provinz Madang). G. filewoodi ist der einzige Vertreter

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Sechstes Massenaussterben: Findest es bereits statt? (Schwarz-weiße Collage ausgestorbener Tierarten der letzten 500 Jahre, als Symbol für das Artensterben.)
Auswahl global ausgestorbener Arten seit etwa 1500: Stellers Seekuh, Riesenalk, Wandertaube, Beutelwolf, Rocky-Mountain-Heuschrecke, Sloans Uraniafalter, Wolterstorff-Molch und Réunion-Riesenschildkröte.

Biodiversitätskrise 2025: Sind wir wirklich im sechsten Massenaussterben?

Seit Jahren heißt es immer wieder, ein „sechstes Massenaussterben“ sei im Gange. Das klingt äußerst besorgniserregend – und die Biodiversitätskrise ist es auch. Ein aktuelles Paper in Trends in Ecology & Evolution mahnt jedoch: Der Begriff „Massenaussterben“ sei für die Gegenwart wissenschaftlich nicht sauber belegt. Was heißt das für Forschung,

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Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus
Die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus war Australiens kleinste Fledermaus und kam ausschließlich auf der abgelegenen Weihnachtsinsel im Indischen Ozean vor. Sie besaß dunkelbraunes Fell, jagte Insekten im Flug und zeigte keinen auffälligen Geschlechtsdimorphismus – Männchen und Weibchen sahen gleich aus. (© Lindy Lumsden, verwendet mit freundlicher Genehmigung)

Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus – ein vermeidbares Aussterben

Mitten im Indischen Ozean, rund 350 Kilometer südlich von Java, liegt die abgelegene Weihnachtsinsel – ein nur 135 Quadratkilometer kleines Außengebiet Australiens. Trotz ihrer geringen Größe beherbergte sie einst eine erstaunliche Vielfalt endemischer Arten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gab. Eine davon war die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus – die kleinste bekannte

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Rēkohu shelduck (Tadorna rekohu) - Rēkohu-Gans
Die neu beschriebene Rēkohu-Gans (Tadorna rekohu) trägt ihren Namen nach der Moriori-Bezeichnung für die Chatham-Inseln. Der Name wurde vom Hokotehi Moriori Trust, den Vertretern des indigenen Volkes von Rēkohu, verliehen. Das Bild zeigt eine künstlerische Rekonstruktion der weiblichen Rēkohu-Gans mit dunklerem Gefieder, wie es bei isolierten Inselvögeln üblich ist. (© Sasha Votyakova/Te Papa CC BY 4.0)

Rēkohu-Gans: 2025 beschrieben, 1550 ausgestorben

Vögel auf Inseln entwickeln oft einzigartige Eigenschaften, die ihre nächsten Verwandten auf dem Festland nicht besitzen. Solch ein isoliertes Leben führt zu raschen Anpassungen und macht deutlich, wie stark die Umgebung die körperliche Gestalt eines Tieres prägen kann. Das können Merkmale sein, die auf den ersten Blick kaum sichtbar sind,

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Der Kākāpō und seine Parasiten

Kākāpō: Was der Verlust seiner Parasiten für den Artenschutz bedeutet

Parasiten genießen meist keinen guten Ruf. Sie gelten als lästig oder gar gefährlich und viele ekeln sich vor ihnen. Doch sie kommen bei den meisten Tierarten vor – und ihr Aussterben geht oft Hand in Hand mit dem Rückgang ihrer Wirte. Ökologisch betrachtet erfüllen viele Parasiten wichtige Funktionen: Sie können

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Rote Liste für Säugetiere und Heuschrecken - Niedersachsen & Bremen 2025
Neue Rote Listen für Säugetiere und Heuschrecken: Dies sind einige der Arten, die in Niedersachsen als "vom Aussterben bedroht", "extrem selten" oder "stark gefährdet" gelten.

Neue Rote Listen für Niedersachsen: Ein Drittel der Säugetiere und Heuschrecken bedroht

Nach teils jahrzehntelanger Pause hat der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) nun jeweils die Rote Liste für Säugetiere und Heuschrecken in Niedersachsen und Bremen aktualisiert. Die letzte Fassung für Säugetiere stammt aus dem Jahr 1994, die der Heuschrecken aus dem Jahr 2003. Die Ergebnisse sind besorgniserregend: Etwa

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Przewalski-Pferde

Die letzten Wildpferde: Wie das Przewalski-Pferd vor dem Aussterben bewahrt wurde

Erstmals seit über einem halben Jahrhundert kehren Przewalski-Pferde (Equus ferus przewalskii) in die zentralasiatische Steppe Kasachstans zurück – darunter vier Tiere aus dem Tierpark Berlin. Die Auswilderung im Juni 2025 ist aber kein Neubeginn, sondern das jüngste Kapitel in der langen Geschichte der Rettung einer Wildpferdart, die einst in freier

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Chinesischer Flussdelfin / Baiji

Chinesischer Flussdelfin: Lebt der Baiji noch?

Die letzte bestätigte Sichtung des Baiji, auch bekannt als Chinesischer Flussdelfin, liegt mittlerweile mehr als 20 Jahre zurück. Die IUCN stuft die Art deshalb als „vom Aussterben bedroht (möglicherweise ausgestorben)“ ein. Wissenschaftlich gilt ihr Fortbestehen als äußerst unwahrscheinlich, doch gelegentliche Sichtungsmeldungen und Videoaufnahmen lassen zumindest Raum für Zweifel. Falls es

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Reptilien in Südafrika
Gezielte Feldforschung bringt Licht ins Dunkel: In einer neuen Studie konnten mehrere seltene oder verschollene Reptilienarten Südafrikas wiederentdeckt werden. Die Ergebnisse zeigen, wie wertvoll systematische Erhebungen für den Artenschutz sind.

Reptilien in Südafrika: Wie gezielte Feldforschung verschollene Arten zurückbringt

Mit weltweit über 12.000 beschriebenen Arten bilden Reptilien die artenreichste Gruppe der Landwirbeltiere. Etwa 85 Prozent dieser Arten wurden inzwischen hinsichtlich ihres Aussterberisikos bewertet. Mehr als ein Fünftel gilt als als potenziell gefährdet, gefährdet, stark gefährdet oder sogar vom Aussterben bedroht. Zu den gravierendsten menschengemachten Bedrohungen für Schlangen, Eidechsen & Co.

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Barbados-Fadenschlange (Tetracheilostoma carlae) wiederentdeckt1
Die Barbados-Fadenschlange ist so groß wie ein Regenwurm und gilt als kleinste Schlange der Welt. Nach fast 20 Jahren ohne bestätigte Sichtung wurde sie nun auf der Karibik-Insel wiederentdeckt – ein Hoffnungsschimmer für den Artenschutz. (© Photo by Connor Blades / Re:wild)

Barbados: Kleinste Schlange der Welt nach 20 Jahren wiederentdeckt

Mit einer Körperlänge von nur neun bis zehn Zentimetern und einem Durchmesser kaum größer als eine Spaghetti ist sie nicht nur winzig, sondern auch äußerst schwer zu finden: Die Barbados-Fadenschlange (Tetracheilostoma carlae), auch bekannt als Barbados-Schlankblindschlange. Sie gilt als die kleinste von rund 3.100 bekannten Schlangenarten weltweit. Seit ihrer letzten

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