Wiederentdeckungen 2025: Verschollene und ausgestorben geglaubte Tierarten

Wiederentdeckungen 2025: Diese Tierarten galten als verschollen oder ausgestorben

Arten verschwinden nicht einfach, nur weil man sie lange nicht sieht. Und sie sind ebenso wenig gerettet, nur weil sie plötzlich wieder auftauchen. Wiederentdeckungen markieren einen schmalen Grat zwischen Hoffnung und Unsicherheit: Sie zeigen, dass Leben überdauern kann – oft jedoch nur knapp. Auch im Jahr 2025 wurden zahlreiche Tierarten

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Hochland-Riesenratte (Mallomys istapantap) - Kamerafallenfoto von František Vejmělka 2024
Die Hochland-Riesenbaumratte (Mallomys istapantap) wurde durch den Nagetierexperten František Vejmělka erstmals lebend in freier Wildbahn dokumentiert. Das Kamerafallenfoto entstand im Oktober 2019 kurz nach Sonnenuntergang am Mount Wilhelm in Neuguinea. (© František Vejmělka / Mammalia (2025). Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Erstmals lebend dokumentiert: Die Hochland-Riesenbaumratte von Papua-Neuguinea

Versteckt in den kalten Nebelwäldern Neuguineas lebt ein Nagetier, das fast niemand je zu Gesicht bekam – so groß wie eine Hauskatze, rund zwei Kilogramm schwer und mit dichtem Wollfell: die Hochland-Riesenbaumratte (Mallomys istapantap). Mehr als drei Jahrzehnte lang gab es keine neuen Nachweise der Art – bis der tschechische

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Rotfuchs als invasiver Räuber

Von 60 auf 1,7 Millionen: Wie der Rotfuchs Australien in nur 60 Jahren eroberte

Als europäische Siedler britischer Herkunft ab etwa 1870 den Rotfuchs (Vulpes vulpes) nach Australien brachten, dachten sie an Tradition, nicht an ökologische Folgen. Die Jagd auf Füchse mit Hundemeuten – damals in England ein fest verankertes Gesellschaftsritual, heute verboten – sollte auch in der neuen Heimat gepflegt werden. Niemand ahnte,

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Bettongia haoucharae sp. nov. – Neu entdeckt und schon ausgestorben

Bürstenkängurus: Neue Arten für Australien – leider (teils) schon ausgestorben

Australien ist bekannt für seine einzigartige Tierwelt, doch viele Arten sind verschwunden, bevor sie überhaupt wissenschaftlich beschrieben werden konnten. Ein aktuelles Beispiel liefert eine im Fachjournal Zootaxa veröffentlichte Studie von Forschenden der Curtin University, des Western Australian Museum und der Murdoch University: Sie beschreibt eine bislang unbekannte, aber bereits ausgestorbene

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Beutelwölfe (1911) – Eine neue Studie deckt frühe Genverluste auf

Beutelwolf: Früh verlorene Gene schwächten die Art – lange vor Mensch & Dingo

Frühe Genverluste könnten den Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) bereits lange vor der Ankunft von Menschen und Dingos in Australien geschwächt und sein Aussterben begünstigt haben. Eine neue Studie im Fachjournal Proceedings of the Royal Society B zeigt: Vor 1 bis 13 Millionen Jahren gingen beim Tasmanischen Tiger vier wichtige Gene verloren:

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Segelflossen-Glatthai (Gogolia filewoodi) - Männchen, 73 cm

Wiederentdeckung vor Papua-Neuguinea: Der Segelflossen-Glatthai ist zurück

Eine der seltensten Haiarten der Welt taucht nach über 50 Jahren vor der Küste Papua-Neuguineas wieder auf: der Segelflossen-Glatthai (Gogolia filewoodi). Ein WWF-Team um den Meeresbiologen Jack Sagumai dokumentierte 2020 und 2022 insgesamt sechs Exemplare nahe der Gogol-Flussmündung in der Astrolabe Bay (Provinz Madang). G. filewoodi ist der einzige Vertreter

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Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus
Die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus war Australiens kleinste Fledermaus und kam ausschließlich auf der abgelegenen Weihnachtsinsel im Indischen Ozean vor. Sie besaß dunkelbraunes Fell, jagte Insekten im Flug und zeigte keinen auffälligen Geschlechtsdimorphismus – Männchen und Weibchen sahen gleich aus. (© Lindy Lumsden, verwendet mit freundlicher Genehmigung)

Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus – ein vermeidbares Aussterben

Mitten im Indischen Ozean, rund 350 Kilometer südlich von Java, liegt die abgelegene Weihnachtsinsel – ein nur 135 Quadratkilometer kleines Außengebiet Australiens. Trotz ihrer geringen Größe beherbergte sie einst eine erstaunliche Vielfalt endemischer Arten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gab. Eine davon war die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus – die kleinste bekannte

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Rēkohu shelduck (Tadorna rekohu) - Rēkohu-Gans
Die neu beschriebene Rēkohu-Gans (Tadorna rekohu) trägt ihren Namen nach der Moriori-Bezeichnung für die Chatham-Inseln. Der Name wurde vom Hokotehi Moriori Trust, den Vertretern des indigenen Volkes von Rēkohu, verliehen. Das Bild zeigt eine künstlerische Rekonstruktion der weiblichen Rēkohu-Gans mit dunklerem Gefieder, wie es bei isolierten Inselvögeln üblich ist. (© Sasha Votyakova/Te Papa CC BY 4.0)

Rēkohu-Gans: 2025 beschrieben, 1550 ausgestorben

Vögel auf Inseln entwickeln oft einzigartige Eigenschaften, die ihre nächsten Verwandten auf dem Festland nicht besitzen. Solch ein isoliertes Leben führt zu raschen Anpassungen und macht deutlich, wie stark die Umgebung die körperliche Gestalt eines Tieres prägen kann. Das können Merkmale sein, die auf den ersten Blick kaum sichtbar sind,

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Der Kākāpō und seine Parasiten

Kākāpō: Was der Verlust seiner Parasiten für den Artenschutz bedeutet

Parasiten genießen meist keinen guten Ruf. Sie gelten als lästig oder gar gefährlich und viele ekeln sich vor ihnen. Doch sie kommen bei den meisten Tierarten vor – und ihr Aussterben geht oft Hand in Hand mit dem Rückgang ihrer Wirte. Ökologisch betrachtet erfüllen viele Parasiten wichtige Funktionen: Sie können

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Östliches Irmawallaby oder Greys Wallaby

Östliches Irmawallaby: Das schönste, eleganteste und flinkste aller Wallabys

Der britische Naturforscher Frederic Wood Jones, der viele Jahre in Australien verbrachte, nannte Greys Wallaby, auch bekannt als Östliches Irmawallaby, im Jahr 1924 das „wahrscheinlich schönste und eleganteste aller Wallabys“. Besonders auffällig sei die kontrastreiche Gesichtszeichnung, das gebänderte Rückenfell und die insgesamt feine graue Tönung des Fells. Diese Merkmale, so

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