Äthiopische Wassermaus (Nilopegamys plumbeus) - W. H. Osgood (1928)
Illustration der Äthiopischen Wassermaus von Leon L. Pray aus der Erstbeschreibung von 1928: Sie basiert auf Feldstudien des Naturmalers Louis Agassiz Fuertes und gehört zu den wenigen zeitgenössischen Abbildungen der Art. Ihre enge Bindung an Gewässer wird darin deutlich sichtbar. Bild: L L. Pray in Osgood 1928

Äthiopische Wassermaus: Nur ein Exemplar – und seit 1927 verschollen

Eine besonders bemerkenswerte Neuheit Sie ist nur durch ein einziges Exemplar bekannt: ein adultes Männchen, das der US-amerikanische Zoologe Wilfred Hudson Osgood am 20. März 1927 im Hochland Äthiopiens sammelte – in einem kleinen Gebirgsbach nahe der Quelle des Little Abbai. Dieses Tier wurde später als Äthiopische Wassermaus oder Waldbachmaus

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Tierarten mit weniger als 50 Individuen
Einige der seltensten Tierarten der Welt: Vom nahezu ausgestorbenen Vaquita über den Rotwolf bis hin zur Jangtse-Riesenweichschildkröte, der Okinawa-Stachelratte und dem Nördlichen Breitmaulnashorn. Diese Arten überleben heute nur noch in winzigen Populationen.

Weniger als 50 Individuen: Diese Tierarten sind fast verschwunden

Weltweit existieren Tierarten, deren Population inzwischen auf wenige Dutzend oder sogar nur noch einzelne Individuen geschrumpft ist. Viele von ihnen stehen unmittelbar vor dem Aussterben und überleben lediglich in kleinen Rückzugsgebieten oder durch aufwendige Schutzprogramme. Hauptursache für ihren Rückgang ist der Mensch – etwa durch Lebensraumzerstörung, Wilderei, invasive Arten oder

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Blaubock: Colossal plant die Wiederauferstehung
Eines der wenigen bekannten Blaubock-Exemplare im Muséum national d’histoire naturelle in Paris – keines ist vollständig erhalten, was die genetische Rekonstruktion erheblich erschwert. Bild: Doreen Fräßdorf

Die Wiederauferstehung des Blaubocks? – Neue Pläne von Colossal Biosciences

Vor über 200 Jahren verschwand der Blaubock aus dem südlichen Afrika. Nun arbeitet das US-Biotech-Unternehmen Colossal Biosciences daran, diese ausgestorbene Art zumindest teilweise wieder zum Leben zu erwecken. Der Ansatz wird als De-Extinktion bezeichnet Der Blaubock (Hippotragus leucophaeus) war eine Antilope, die ausschließlich in den offenen Graslandschaften des südwestlichen Südafrikas

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Morants Bläuling – Männchen
Von Morants Bläuling sind lediglich drei Exemplare erhalten – allesamt Männchen.

Morants Bläuling – Wie die Weibchen aussahen, ist ungewiss

Drei männliche Exemplare Walter Morant, vermutlich ein engagierter Sammler und Naturbeobachter in der damaligen britischen Kolonie Natal im südlichen Afrika, gehörte zu den frühen Mitgliedern der 1868 gegründeten Natural History Association of Natal. Dort hielt er Vorträge und stellte Insekten aus – mit besonderem Interesse an der südafrikanischen Schmetterlingsfauna. Am

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Motte Drepanogynis insciata (Axiodes insciata) nach über 140 Jahren wiederentdeckt

Südafrika: Ausgestorben geglaubter Nachtfalter nach 147 Jahren wiederentdeckt

Bis vor wenigen Jahren war die Spannereule Drepanogynis insciata, die lange Zeit unter dem Namen Axiodes insciata geführt wurde, nur noch eine Randnotiz der Entomologie. Von dem auffallend schönen, smaragdgrünen Nachtfalter existierten fast 150 Jahre lang lediglich zwei historische Museumsexemplare aus der Umgebung der südafrikanischen Stadt Swellendam sowie alte Illustrationen.

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Wiederentdeckung der Rostlerche (Calendulauda rufa)
Das Bild zeigt die Anfang Februar 2026 wiederentdeckte Rostlerche – eine der ersten Aufnahmen der Art überhaupt. (© Pierre Defos du Rau, Idriss Dapsia, Julien Birard)

Wiederentdeckung in Afrika: Rostlerche seit 94 Jahren erstmals dokumentiert

Afrika: Eine bislang kaum erforschte Vogelart, die seit fast einem Jahrhundert als verschollen galt, ist nun wiederentdeckt worden. Anfang Februar 2026 gelang es erstmals seit Jahrzehnten, die Rostlerche (Calendulauda rufa) im Tschad wieder lebend nachzuweisen. Die Rostlerche lebt in den trockenen Savannen und Halbwüsten der Sahelzone und kommt vor allem

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historische Darstellung Elefantenvogel

Aepyornis maximus – der größte Elefantenvogel und das Rätsel seines Aussterbezeitpunkts

Es gab nicht nur den einen Elefantenvogel Der Elefantenvogel ist wohl einer der berühmtesten aller ausgestorbenen Vögel. Kaum ein anderes Tier steht so sehr für Gigantismus, für rätselhafte Überlieferungen und für die Faszination an einer Tierwelt, die der Mensch nur noch in Fragmenten kennt. Doch schon der Name führt in

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Riesen-Heidelibelle / St.-Helena-Heidelibelle (Sympetrum dilatatum)

St.-Helena-Heidelibelle – Die einzige Libelle St. Helenas

Ein Hotspot für Insektenendemismus Die abgelegene Insel St. Helena ist vielen Menschen vor allem aus der Geschichte bekannt: als Verbannungsort Napoleons, der hier 1815 interniert wurde und 1821 starb. Jenseits dieser prominenten Episode besitzt die kleine Vulkaninsel im Südatlantik – rund 1.800 Kilometer westlich der afrikanischen Küste – jedoch eine

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Dodo-Rekonstruktion im Muséum national d’histoire naturelle in Paris, Frankreich

Dodo – Dead as a dodo

Der mit den Tauben (Columbidae) verwandte Dodo ist das wohl bekannteste Beispiel einer durch den Menschen ausgerotteten Tierart. Rezeptionen des Vogels etwa in Literatur und Malerei sind häufig, so etwa im dritten Kapitel des Kinderbuches Alice im Wunderland (1865) von Lewis Carroll oder in den Gemälden des flämischen Malers Roelant

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Prostalia granulata - Wiederentdeckung nach 45 Jahren
Prostalia granulata – männliches Tier, fotografiert bei Beacon Hill im Umtamvuna Nature Reserve. Charakteristisch sind die zahlreichen winzigen Erhebungen („Granula“) auf der Körperoberfläche. (© Adrian Armstrong, Ezemvelo KZN Wildlife)

Südafrika: Nach 45 Jahren wiederentdeckt – eine fast vergessene Heuschreckenart lebt noch

Mehr als vier Jahrzehnte lang galt Prostalia granulata, auch als (Granulate) Bladder Grasshopper bekannt, als verschollen. Zuletzt war die seltene Heuschreckenart im Jahr 1980 wissenschaftlich dokumentiert worden. Seitdem fehlten jegliche gesicherten Nachweise – ein Umstand, der ernsthafte Zweifel an ihrem Fortbestand aufkommen ließ. Anfang Dezember 2025 dann die Überraschung: In

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