Burulori / Blue-fronted Lorikeet (Charmosynopsis toxopei) by John C. Mittermeier/American Bird Conservancy
Burulori (Charmosynopsis toxopei) auf Buru – fotografiert von John C. Mittermeier. Es zählt zu den ersten dokumentierten Aufnahmen der Art seit 2014. Bild: John C. Mittermeier/American Bird Conservancy

Burulori wiederentdeckt: Seltener Papagei lebt in abgelegenen Bergwäldern der Molukken

Der Burulori (Charmosynopsis toxopei) ist wieder nachgewiesen worden. Im April 2026 dokumentierte ein Expeditionsteam die seltene Papageienart im Hochland des Mount Kapalatmada auf der indonesischen Insel Buru. Es ist der erste gesicherte Nachweis seit 2014 und erst die zweite bestätigte Beobachtung der Art seit ihrer Entdeckung vor rund einhundert Jahren.

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Tierarten mit weniger als 50 Individuen
Einige der seltensten Tierarten der Welt: Vom nahezu ausgestorbenen Vaquita über den Rotwolf bis hin zur Jangtse-Riesenweichschildkröte, der Okinawa-Stachelratte und dem Nördlichen Breitmaulnashorn. Diese Arten überleben heute nur noch in winzigen Populationen.

Weniger als 50 Individuen: Diese Tierarten sind fast verschwunden

Weltweit existieren Tierarten, deren Population inzwischen auf wenige Dutzend oder sogar nur noch einzelne Individuen geschrumpft ist. Viele von ihnen stehen unmittelbar vor dem Aussterben und überleben lediglich in kleinen Rückzugsgebieten oder durch aufwendige Schutzprogramme. Hauptursache für ihren Rückgang ist der Mensch – etwa durch Lebensraumzerstörung, Wilderei, invasive Arten oder

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Der Sulu-Raupenfänger galt lange Zeit als Unterart des Bindenraupenfängers (Bild).

Zufällige Entdeckung im Sulu-Archipel: Verschollener Raupenfänger nach fast 20 Jahren dokumentiert

Im November 2025 konnte der Sulu-Raupenfänger (Coracina guillemardi) erstmals seit fast zwei Jahrzehnten in den abgelegenen Wäldern von Tawi-Tawi im Sulu-Archipel im Südwesten der Philippinen erstmals wieder dokumentiert werden. Die Art galt als verschollen – nicht offiziell ausgestorben, aber über Jahre hinweg ohne bestätigte Nachweise. Die Entdeckung erfolgte eher zufällig.

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Kouprey
Der Kouprey zählt zu den geheimnisvollsten Wildrindern der Welt. Erst 1937 wissenschaftlich beschrieben, war er schon damals äußerst selten. Charakteristisch sind die fransigen Hornspitzen ausgewachsener Bullen und die ausgeprägte Wamme. Heute gilt der Kouprey laut IUCN vermutlich als ausgestorben. (© Illustration aus Coolidge, H. J. (1940). The Indo-Chinese forest ox or kouprey. Memoirs of the Museum of Comparative Zoology, 54(6), via Biodiversity Heritage Library)

Der Kouprey: Ein Zoologisches Mysterium

Der Kouprey gilt als eines der rätselhaftesten Wildrinder der Welt. Erst 1937 von westlichen Wissenschaftlern beschrieben, blieb das scheue Tier aus den tropischen Wäldern des Dreiländerecks Vietnam, Laos und Kambodscha jahrzehntelang kaum erforscht. Viele Zoologen sahen im Kouprey ein Phantom: kaum gesichtet, kaum erforscht, schwer einzuordnen. Zahlreiche Hypothesen kreisten jahrzehntelang

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vom Aussterben bedrohte Jangtse-Riesenweichschildkröte

Letzte Hoffnung auf Rettung: Die Suche nach der Jangtse-Riesenweichschildkröte

Sie zählt zu den seltensten Schildkrötenarten der Welt – möglicherweise ist sie sogar die seltenste überhaupt: die Jangtse-Riesenweichschildkröte (Rafetus swinhoei). Die Art ist akut vom Aussterben bedroht und in der Wildnis womöglich bereits verschwunden. Derzeit sind weltweit nur zwei männliche Exemplare bekannt. Und besteht ein letzter Hoffnungsschimmer: In China wird

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Schomburgk-Hirsch-Foto

Der Schomburgk-Hirsch – Existiert er vielleicht doch noch?

Das Rätsel um den Schomburgk-Hirsch „Niemand scheint dieses Tier jemals gesehen zu haben; alles, was wir darüber zu wissen glauben, ist die Existenz seiner Geweihe“, notierte Phya Jolamark Bhicharana 1932 über den Schomburgk-Hirsch. Auch der amerikanische Biologe Francis Harper schrieb 1945, dass dieser Hirsch, den kein Europäer jemals lebend in

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Saola
Kaum ein Tier ist so rätselhaft wie die Saola. Seit über zwölf Jahren wurde kein Exemplar mehr lebend gesehen – und doch hoffen Forschende, dass einige der scheuen Waldbewohner noch in den Nebelwäldern der Annamiten überlebt haben. Saolas erreichen eine Schulterhöhe von rund 85 Zentimetern und können bis zu 100 Kilogramm wiegen. (© Toon Fey/WWF, aus Johnston et al. 2025, Cell)

Rätsel um die Saola – Neue Studie entschlüsselt das Erbgut des „asiatischen Einhorns“

Die Saola (ausgesprochen „sow-la“), auch bekannt als Vũ-Quang-Antilope oder Vietnamesisches Waldrind, gehört zu den seltensten und rätselhaftesten Säugetieren der Welt. Seit ihrer wissenschaftlichen Entdeckung im Jahr 1992 wurde sie kaum je lebend gesehen; der letzte bestätigte Nachweis stammt aus dem Jahr 2013 – aufgenommen von einer Kamerafalle in den nebelverhangenen Bergwäldern der

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Heriot-Blauschnäpper - nah verwandt mit dem wiederentdeckten Zimtbrust-Blauschnäpper

Philippinen: Zimtbrust-Blauschnäpper wiederentdeckt – erster „Lost Bird“ des Jahres 2025

Am 9. März 2025 gelang dem britischen Vogelkenner Martin Kennewell ein bemerkenswerter Fund: In einem abgelegenen Tieflandwald im Südosten der philippinischen Insel Luzon beobachtete und fotografierte er ein männliches Exemplar des Zimtbrust-Blauschnäppers (Cyornis camarinensis). Es handelt sich um die erste bestätigte Sichtung seit 2008 – und um die weltweit erste

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New Species Report - © H.T. Lalremsanga
Das Bild zeigt Trimeresurus uetzi, eine neu entdeckte Art der grünen Grubenotter aus Myanmar. Diese giftige Schlange beeindruckt nicht nur durch ihre leuchtende Färbung, sondern auch durch ihre kopfseitigen Infrarotdetektoren, mit denen sie warmblütige Beute aufspürt. Entdeckt wurde sie durch eine Kombination aus morphologischer Analyse und DNA-Tests. (© H.T. Lalremsanga)

WWF-Bericht zur Mekong-Region: 234 neue Arten im Jahr 2023 entdeckt

Die Greater-Mekong-Region, die Laos, Thailand, Kambodscha, Myanmar und Vietnam umfasst, ist ein weltweit bedeutender Hotspot der Biodiversität. Laut dem jüngsten WWF-Report über neuentdeckte Arten wurden dort allein im Jahr 2023 beeindruckende 234 Tier- und Pflanzenarten neu beschrieben. Der Bericht würdigt die Zusammenarbeit hunderter Wissenschaftler, Naturschutzorganisationen und Forschungsinstitute weltweit, die diese

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Mesilau Kröte Ansonia guibei

Nach Erdbeben: Forscher entdecken ausgestorben geglaubte Mesilau-Kröte in Malaysia

Als die kleine australische Insel Bramble Cay zunehmend im Meer versank, verschwand auch die dort heimische Bramble-Cay-Mosaikschwanzratte. Und nachdem kurz hintereinander zwei Hurrikane die Hawaii-Inselkette verwüsteten, galt auch der Schuppenkehlmoho als endgültig ausgestorben. Ebenso wurde nach einem Erdbeben im Jahr 2015, das den höchsten Berg Malaysias, Kinabalu, erschütterte und massive,

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