Wiederentdeckung von Sonnerats Spitzmaus (Diplomesodon sonnerati)?

200 Jahre verschollen: Ist Sonnerats Spitzmaus wirklich zurück?

Pierre Sonnerat, französischer Entdecker, Naturforscher und Chronist des kolonialzeitlichen Indiens, verbrachte viele Jahre auf dem Subkontinent. Auf seinen Reisen sammelte er sorgfältig Beobachtungen über Tiere, Pflanzen und die Lebensweise der Menschen – Material, das er für ein drittes großes Werk zusammenstellte. Doch Sonnerat erlebte dessen Veröffentlichung nicht mehr: Er starb

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Turkestan-Langohr (© Christian Dietz)

Seit 55 Jahren verschollene Wüstenfledermaus wiederentdeckt

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang galt sie als verschollen – nun ist sie wieder aufgetaucht: Ein internationales Forschungsteam aus Deutschland, Turkmenistan und Usbekistan unter Leitung des Museums für Naturkunde Berlin hat in der Karakum-Wüste erstmals seit 55 Jahren wieder ein Turkestan-Langohr (Plecotus turkmenicus) nachgewiesen. Die Wüstenfledermaus war bisher nur

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Gondavarirennvogel (Rhinoptilus bitorquatus) 2004 Kamerafallenfoto

Vom Aussterben bedroht: Der Gondavarirennvogel kehrt nach 20 Jahren zurück

Am 24. August 2025 gelang indischen Vogelbeobachtern eine besondere Entdeckung: In den Lankamalla-Hügeln im Bundesstaat Andhra Pradesh nahmen sie den Ruf eines Vogels auf, der seit über 20 Jahren nicht mehr dokumentiert worden war – der Gondavarirennvogel (Rhinoptilus bitorquatus), international bekannt als Jerdon’s Courser. Die Art gilt laut IUCN als

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Weißhals-Dickkopf-Unterart von den Tanimbarinseln

Wiederentdeckt nach über 120 Jahren: Unterart des Weißhals-Dickkopfs existiert noch

Mehr als ein Jahrhundert lang galt sie als verschollen – nun ist sie wieder aufgetaucht: Im Juli 2025 entdeckte der Vogelbeobachter Noah Saleme im entlegenen Tayandu-Archipel in den Molukken (Indonesien) mehrere Exemplare einer Unterart des Weißhals-Dickkopfs (Pachycephala arctitorquis tianduana). Damit gelang der erste gesicherte Nachweis seit ihrer ursprünglichen Beschreibung durch

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Przewalski-Pferde

Die letzten Wildpferde: Wie das Przewalski-Pferd vor dem Aussterben bewahrt wurde

Erstmals seit über einem halben Jahrhundert kehren Przewalski-Pferde (Equus ferus przewalskii) in die zentralasiatische Steppe Kasachstans zurück – darunter vier Tiere aus dem Tierpark Berlin. Die Auswilderung im Juni 2025 ist aber kein Neubeginn, sondern das jüngste Kapitel in der langen Geschichte der Rettung einer Wildpferdart, die einst in freier

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Chinesischer Flussdelfin / Baiji

Chinesischer Flussdelfin: Lebt der Baiji noch?

Die letzte bestätigte Sichtung des Baiji, auch bekannt als Chinesischer Flussdelfin, liegt mittlerweile mehr als 20 Jahre zurück. Die IUCN stuft die Art deshalb als „vom Aussterben bedroht (möglicherweise ausgestorben)“ ein. Wissenschaftlich gilt ihr Fortbestehen als äußerst unwahrscheinlich, doch gelegentliche Sichtungsmeldungen und Videoaufnahmen lassen zumindest Raum für Zweifel. Falls es

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Kouprey
Der Kouprey zählt zu den geheimnisvollsten Wildrindern der Welt. Erst 1937 wissenschaftlich beschrieben, war er schon damals äußerst selten. Charakteristisch sind die fransigen Hornspitzen ausgewachsener Bullen und die ausgeprägte Wamme. Heute gilt der Kouprey laut IUCN vermutlich als ausgestorben. (© Illustration aus Coolidge, H. J. (1940). The Indo-Chinese forest ox or kouprey. Memoirs of the Museum of Comparative Zoology, 54(6), via Biodiversity Heritage Library)

Der Kouprey: Ein Zoologisches Mysterium

Der Kouprey gilt als eines der rätselhaftesten Wildrinder der Welt. Erst 1937 von westlichen Wissenschaftlern beschrieben, blieb das scheue Tier aus den tropischen Wäldern des Dreiländerecks Vietnam, Laos und Kambodscha jahrzehntelang kaum erforscht. Viele Zoologen sahen im Kouprey ein Phantom: kaum gesichtet, kaum erforscht, schwer einzuordnen. Zahlreiche Hypothesen kreisten jahrzehntelang

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vom Aussterben bedrohte Jangtse-Riesenweichschildkröte

Letzte Hoffnung auf Rettung: Die Suche nach der Jangtse-Riesenweichschildkröte

Sie zählt zu den seltensten Schildkrötenarten der Welt – möglicherweise ist sie sogar die seltenste überhaupt: die Jangtse-Riesenweichschildkröte (Rafetus swinhoei). Die Art ist akut vom Aussterben bedroht und in der Wildnis womöglich bereits verschwunden. Derzeit sind weltweit nur zwei männliche Exemplare bekannt. Und besteht ein letzter Hoffnungsschimmer: In China wird

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Schomburgk-Hirsch-Foto

Der Schomburgk-Hirsch – Existiert er vielleicht doch noch?

Das Rätsel um den Schomburgk-Hirsch „Niemand scheint dieses Tier jemals gesehen zu haben; alles, was wir darüber zu wissen glauben, ist die Existenz seiner Geweihe“, notierte Phya Jolamark Bhicharana 1932 über den Schomburgk-Hirsch. Auch der amerikanische Biologe Francis Harper schrieb 1945, dass dieser Hirsch, den kein Europäer jemals lebend in

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Saola
Kaum ein Tier ist so rätselhaft wie die Saola. Seit über zwölf Jahren wurde kein Exemplar mehr lebend gesehen – und doch hoffen Forschende, dass einige der scheuen Waldbewohner noch in den Nebelwäldern der Annamiten überlebt haben. Saolas erreichen eine Schulterhöhe von rund 85 Zentimetern und können bis zu 100 Kilogramm wiegen. (© Toon Fey/WWF, aus Johnston et al. 2025, Cell)

Rätsel um die Saola – Neue Studie entschlüsselt das Erbgut des „asiatischen Einhorns“

Die Saola (ausgesprochen „sow-la“), auch bekannt als Vũ-Quang-Antilope oder Vietnamesisches Waldrind, gehört zu den seltensten und rätselhaftesten Säugetieren der Welt. Seit ihrer wissenschaftlichen Entdeckung im Jahr 1992 wurde sie kaum je lebend gesehen; der letzte bestätigte Nachweis stammt aus dem Jahr 2013 – aufgenommen von einer Kamerafalle in den nebelverhangenen Bergwäldern der

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