Wiederentdeckung: Killifisch Moema claudiae

„Verlorene Schönheit“: Ausgestorben geglaubter Killifisch nach 20 Jahren wiederentdeckt

Als Forscher im Frühjahr 2024 einen unscheinbaren, flachen Tümpel am Rand eines abgelegenen Waldrestes in Bolivien untersuchten, ahnten sie nicht, genau dort – unter Blättern, grauem Schlamm und umgeben von ausgedehnten Agrarflächen – eine Art zu finden, die viele bereits für ausgestorben hielten: Moema claudiae, ein saisonaler Killifisch, der seit

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Osterinsel (Rapa Nui) – Wie Pazifische Ratten die Insel entwaldeten
Ein einzelner Moai vor der Ahu-Tongariki-Plattform auf Rapa Nui: Die ikonischen Steinstatuen stehen heute in einer weitgehend baumlosen Landschaft – ein deutlicher Kontrast zu den dichten Palmenwäldern, die die Insel einst bedeckten, bevor invasive Ratten und menschliche Nutzung das Ökosystem grundlegend veränderten.

Osterinsel: Wie eingeschleppte Ratten die Wälder von Rapa Nui zum Verschwinden brachten

Als der niederländische Seefahrer Jakob Roggeveen am Ostersonntag des Jahres 1722 als erster Westeuropäer die Küste einer abgelegenen Insel im Südpazifik erreichte, dürfte er überrascht gewesen sein. Vor ihm lag eine subtropische Vulkaninsel – doch anstelle dichter Wälder, wie man sie in dieser Region erwarten würde, bot sich ihm ein

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Grünhäher + Blauhäher = Grue Jay
Grünhäher + Blauhäher = ? Aus der unerwarteten Begegnung zweier Arten, die seit Millionen Jahren getrennt waren, entstand in Texas erstmals ein Hybrid: der „Grue Jay“.

Grue Jay: Wie der Klimawandel eine neue Vogelart hervorbrachte

Grue Jay – so lautet der Name eines Vogelhybriden, der in Texas entdeckt wurde und direkt auf die Folgen des Klimawandels verweist. Alles begann Ende Mai 2023 mit einem unscheinbaren Foto: Eine Hobby-Beobachterin hielt in ihrem Garten nordöstlich von San Antonio einen Vogel fest, der auf den ersten Blick in

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Halsbandarassari (Tukan)

Wenn Fruchtfresser verschwinden: Warum vor allem große Vögel für den Wald unverzichtbar sind

Ohne sie würden viele Pflanzen nicht dort wachsen, wo wir sie heute finden: Fruchtfressende Vögel spielen eine zentrale Rolle für die Regeneration und Dynamik natürlicher Ökosysteme – nicht nur in tropischen Regenwäldern, sondern auch in Savannen, Bergwäldern, auf Inseln und selbst in mitteleuropäischen Landschaften. Sie verschlucken Früchte mitsamt Samen und

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Früher Allobates olfersioides, nun Teil der Gattung Dryadobates

Museums-DNA deckt auf: Drei Froscharten aus dem Atlantischen Regenwald längst ausgestorben

Eine aktuelle Studie zeigt: Drei brasilianische Amphibienarten gelten nun als ausgestorben – Jahrzehnte nach ihrem Verschwinden. Eine formale Einstufung durch die IUCN steht zwar noch aus, doch die genetischen und historischen Belege lassen kaum Zweifel am Verlust dieser Arten. Veröffentlicht im Bulletin of the American Museum of Natural History, identifizierte

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Wiederentdeckt: Großpolypige Steinkoralle (Rhizopsammia wellingtoni)
Wiederentdeckt nach über 20 Jahren: Die riffbildende Steinkoralle Rhizopsammia wellingtoni galt auf den Galápagos-Inseln lange als verschollen. Während Tauchexpeditionen wurde sie 2024 erneut nachgewiesen. Die leuchtend violetten Polypen mit ihren dunklen Tentakelringen um die Mundöffnung sind charakteristisch für diese seltene Art. (© Abb. 1 aus Keith, I. et al. (2025): Rediscovery of Rhizopsammia wellingtoni: a presumed-extinct coral thriving in Galápagos reefs. In: Marine Biology, 172:122. Foto: ©Rebecca Albright//California Academy of Sciences. CC BY-NC-ND 4.0)

Galápagos: Taucher finden ausgestorben geglaubte Koralle wieder

Wie aus einem im Fachjournal Marine Biology veröffentlichten Artikel hervorgeht, haben Forschende die als ausgestorben geltende Großpolypige Steinkoralle (Rhizopsammia wellingtoni) wiederentdeckt. Die kleine, kelchförmige Koralle wurde zuletzt im Jahr 2000 dokumentiert. Aufgrund ihrer hohen Empfindlichkeit gegenüber steigenden Meerestemperaturen – insbesondere nach dem verheerenden El-Niño-Ereignis von 1982/83, dem möglicherweise auch der

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Galápagos-Riffbarsch - ausgestorben

Galápagos-Riffbarsch: Das erste Opfer des menschengemachten Klimawandels?

El Niño zerstörte Nahrungsgrundlage des Galápagos-Riffbarschs Im Durchschnitt alle vier Jahre führen veränderte Meeresströmungen im äquatorialen Pazifik zu einer Veränderung des Wettermusters auf einem drei Viertel der Erde. Das Phänomen nennt sich El Niño-Southern Oscillation (ENSO). Es ereignete sich auch am Jahreswechsel 1982/1983. Vor allem auf den Galápagos-Inseln und an

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Terra-firme-Wald: Vogelsterben im unberührten Amazonas-Regenwald durch Klimawandel

Neue Studie: Wie der Klimawandel Vögel selbst in unberührten Regenwäldern bedroht

Der Klimawandel gilt als eine der größten Bedrohungen für die biologische Vielfalt – und das Vogelsterben ist eines der sichtbarsten Anzeichen dafür. Besonders in extremen Lebensräumen wie der Arktis, Hochgebirgen oder Wüsten geraten viele Tierarten zunehmend an die Grenzen ihrer Temperatur- und Feuchtigkeits-Toleranz. Doch auch tropische Tieflandregenwälder, die lange als

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Wiederentdeckt nach 57 Jahren: Vilcabamba-Inca
Im August 2024 gelang die erste fotografische Dokumentation des Vilcabamba-Inkas seit seiner Entdeckung 1967. (© Carole Turek / Hummingbird Spot (YouTube))

Peru: Nach 57 Jahren verschollene Kolibri-Art wiederentdeckt

Im August 2024 gelang es der Naturfotografin Carole Turek gemeinsam mit ihrem Kollegen William Orellana, erstmals seit 57 Jahren einen Vilcabamba-Inka (Coeligena eisenmanni) in freier Wildbahn zu dokumentieren. Die Sichtung markiert einen wichtigen Moment in der Geschichte der Vogelkunde – und könnte ein Ausgangspunkt für neue Schutzbemühungen rund um diesen

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Alsodes vittatus - Wiederentdeckung
Alsodes vittatus mit Rückenstreifen, aufgenommen im Rahmen der Wiederentdeckung. (© Correa, Riveros-Riffo & Donoso 2025, ZooKeys)

Alsodes vittatus: Seltene Froschart nach 130 Jahren in Chile wiederentdeckt

Über ein Jahrhundert lang galt er als verschollen, doch nun ist er zurück: Alsodes vittatus, eine endemische Amphibienart aus Chile, wurde in der Región de La Araucanía wiederentdeckt. Seit rund 130 Jahren gab es keine bestätigten Sichtungen dieser seltenen Froschart. Ihre Wiederentdeckung könnte nicht nur zu einer Neubewertung des Artenschutzstatus

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