Ist der Bahamakleiber (Sitta insularis) ausgestorben?

Bahamakleiber – Vom Winde verweht?

Der letzte Sturm – und was ihm vorausging Es gibt Tierarten, die scheinbar durch ein einzelnes katastrophales Ereignis ausgelöscht wurden – durch einen Hurrikan, einen Vulkanausbruch, eine Flut oder ein Erdbeben. So verschwand die Schwaneninseln-Ferkelratte endgültig von der Erde, nachdem Hurrikan Janet im Jahr 1955 über ihre Heimatinsel Little Swan

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Blauaugenlemur (Eulemur flavifrons)

Lemuren vor dem Aussterben: Warum 95 % der Arten bedroht sind – und wie der Fleischhandel das Sterben beschleunigt

Seit über 50 Millionen Jahren leben Lemuren ausschließlich auf Madagaskar, wo sie sich in völliger Isolation zu mehr als 100 heute bekannten Arten entwickelt haben – vom winzigen Mausmaki bis zum imposanten Indri. Auf keinem anderen Kontinent und keiner anderen Insel existieren sie in freier Wildbahn. Doch ausgerechnet in ihrem

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Ein Beispiel für vom Aussterben bedrohte und wenig erforschte Inselreptilien: Príncipe-Smaragdnatter (Hapsidophrys principis)

Inselreptilien: Vom Aussterben bedroht und kaum erforscht – neue Studie enthüllt großes Wissensdefizit

Isoliert, einzigartig – und hochgradig gefährdet: Reptilien, die nur auf Inseln leben, stehen besonders unter Druck. Eine neue internationale Studie unter Leitung der University of Oxford zeigt, dass rund 30 % dieser Inselreptilien vom Aussterben bedroht sind – doppelt so viele wie bei Festlandsarten. Viele von ihnen verschwinden sogar, bevor

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Hochland-Riesenratte (Mallomys istapantap) - Kamerafallenfoto von František Vejmělka 2024
Die Hochland-Riesenbaumratte (Mallomys istapantap) wurde durch den Nagetierexperten František Vejmělka erstmals lebend in freier Wildbahn dokumentiert. Das Kamerafallenfoto entstand im Oktober 2019 kurz nach Sonnenuntergang am Mount Wilhelm in Neuguinea. (© František Vejmělka / Mammalia (2025). Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Erstmals lebend dokumentiert: Die Hochland-Riesenbaumratte von Papua-Neuguinea

Versteckt in den kalten Nebelwäldern Neuguineas lebt ein Nagetier, das fast niemand je zu Gesicht bekam – so groß wie eine Hauskatze, rund zwei Kilogramm schwer und mit dichtem Wollfell: die Hochland-Riesenbaumratte (Mallomys istapantap). Mehr als drei Jahrzehnte lang gab es keine neuen Nachweise der Art – bis der tschechische

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Alte Arten: die Lederschildkröte

Mehr Zeit, mehr Raum: Wie Alter die Verbreitung von Arten prägt

Alte Arten = größeres Areal (meistens): Eine neue Auswertung von 26.345 Linien aus sieben großen Tier- und Pflanzengruppen zeigt ein deutliches Muster: Ältere Arten sind im Durchschnitt weiter verbreitet – Ausnahme: Meeressäuger. Aus früheren Studien wissen wir, Reproduktionsrate, Lebensraumgröße und Anpassungsfähigkeit prägen die Überlebensfähigkeit von Arten. Nun kommt ein weiterer

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Weißhals-Dickkopf-Unterart von den Tanimbarinseln

Wiederentdeckt nach über 120 Jahren: Unterart des Weißhals-Dickkopfs existiert noch

Mehr als ein Jahrhundert lang galt sie als verschollen – nun ist sie wieder aufgetaucht: Im Juli 2025 entdeckte der Vogelbeobachter Noah Saleme im entlegenen Tayandu-Archipel in den Molukken (Indonesien) mehrere Exemplare einer Unterart des Weißhals-Dickkopfs (Pachycephala arctitorquis tianduana). Damit gelang der erste gesicherte Nachweis seit ihrer ursprünglichen Beschreibung durch

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Makaronesien

Makaronesien: Über 220 einzigartige Arten bereits ausgestorben

Zu den Makaronesischen Inseln oder Makaronesien zählen fünf Inselgruppen vulkanischen Ursprungs im Atlantik: die Azoren, Madeira mit den unbewohnten Selvagens, die Kanarischen Inseln und die Kapverden. Politisch gehören die Azoren und Madeira zu Portugal, die Kanaren zu Spanien, während die Kapverden ein unabhängiger afrikanischer Staat sind. Geographisch liegen alle Archipele

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Bismarckzwergfischer wiederentdeckt

Wiederentdeckung: Seltener Eisvogel zeigt sich nach 13 Jahren

Der Bismarckzwergfischer (Ceyx websteri) galt fast 13 Jahre lang als verschollen. Seit dem letzten bestätigten Nachweis im Jahr 2012 blieb die Art unbeobachtet, was Befürchtungen nährte, sie könnte bereits ausgestorben sein. Im Mai 2025 gelang nun in Papua-Neuguinea eine erneute Bestätigung: Der Forscher John Lamaris dokumentierte auf der Insel Neuirland

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Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus
Die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus war Australiens kleinste Fledermaus und kam ausschließlich auf der abgelegenen Weihnachtsinsel im Indischen Ozean vor. Sie besaß dunkelbraunes Fell, jagte Insekten im Flug und zeigte keinen auffälligen Geschlechtsdimorphismus – Männchen und Weibchen sahen gleich aus. (© Lindy Lumsden, verwendet mit freundlicher Genehmigung)

Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus – ein vermeidbares Aussterben

Mitten im Indischen Ozean, rund 350 Kilometer südlich von Java, liegt die abgelegene Weihnachtsinsel – ein nur 135 Quadratkilometer kleines Außengebiet Australiens. Trotz ihrer geringen Größe beherbergte sie einst eine erstaunliche Vielfalt endemischer Arten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gab. Eine davon war die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus – die kleinste bekannte

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Rēkohu shelduck (Tadorna rekohu) - Rēkohu-Gans
Die neu beschriebene Rēkohu-Gans (Tadorna rekohu) trägt ihren Namen nach der Moriori-Bezeichnung für die Chatham-Inseln. Der Name wurde vom Hokotehi Moriori Trust, den Vertretern des indigenen Volkes von Rēkohu, verliehen. Das Bild zeigt eine künstlerische Rekonstruktion der weiblichen Rēkohu-Gans mit dunklerem Gefieder, wie es bei isolierten Inselvögeln üblich ist. (© Sasha Votyakova/Te Papa CC BY 4.0)

Rēkohu-Gans: 2025 beschrieben, 1550 ausgestorben

Vögel auf Inseln entwickeln oft einzigartige Eigenschaften, die ihre nächsten Verwandten auf dem Festland nicht besitzen. Solch ein isoliertes Leben führt zu raschen Anpassungen und macht deutlich, wie stark die Umgebung die körperliche Gestalt eines Tieres prägen kann. Das können Merkmale sein, die auf den ersten Blick kaum sichtbar sind,

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