Südinsel-Riesenmoa Kopf

Moas: Neuseelands ausgestorbene Riesenvögel

Der Moa zählt zu jenen ausgestorbenen Tieren, die bis heute gleichermaßen faszinieren und verstören. Nicht nur wegen seiner enormen Größe, sondern vor allem, weil sein Verschwinden vergleichsweise jung ist. Noch vor wenigen Jahrhunderten durchstreiften diese flugunfähigen Vögel die Wälder, Moore und Graslandschaften Neuseelands. Heute erinnern nur noch Knochenfunde, Fußabdrücke und

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Riesen-Heidelibelle / St.-Helena-Heidelibelle (Sympetrum dilatatum)

St.-Helena-Heidelibelle – Die einzige Libelle St. Helenas

Ein Hotspot für Insektenendemismus Die abgelegene Insel St. Helena ist vielen Menschen vor allem aus der Geschichte bekannt: als Verbannungsort Napoleons, der hier 1815 interniert wurde und 1821 starb. Jenseits dieser prominenten Episode besitzt die kleine Vulkaninsel im Südatlantik – rund 1.800 Kilometer westlich der afrikanischen Küste – jedoch eine

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Dodo-Rekonstruktion im Muséum national d’histoire naturelle in Paris, Frankreich

Dodo – Dead as a dodo

Der mit den Tauben (Columbidae) verwandte Dodo ist das wohl bekannteste Beispiel einer durch den Menschen ausgerotteten Tierart. Rezeptionen des Vogels etwa in Literatur und Malerei sind häufig, so etwa im dritten Kapitel des Kinderbuches Alice im Wunderland (1865) von Lewis Carroll oder in den Gemälden des flämischen Malers Roelant

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Pholidoscelis cineraceus

Guadeloupe-Ameive – Isolation, Kolonisation & das Ende einer Inselart

Inseln unter Druck Die Westindischen Inseln – darunter die Kleinen Antillen – zählen zu den artenreichsten Regionen der Welt. Viele Echsen- und Schlangenarten kommen ausschließlich dort vor. Diese Endemiten haben sich über Jahrtausende hinweg an die Bedingungen einzelner Inseln angepasst. Genau diese Spezialisierung macht sie jedoch besonders anfällig: Wenn Lebensräume

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Ist der Bahamakleiber (Sitta insularis) ausgestorben?

Bahamakleiber – Vom Winde verweht?

Der letzte Sturm – und was ihm vorausging Es gibt Tierarten, die scheinbar durch ein einzelnes katastrophales Ereignis ausgelöscht wurden – durch einen Hurrikan, einen Vulkanausbruch, eine Flut oder ein Erdbeben. So verschwand die Schwaneninseln-Ferkelratte endgültig von der Erde, nachdem Hurrikan Janet im Jahr 1955 über ihre Heimatinsel Little Swan

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Blauaugenlemur (Eulemur flavifrons)

Lemuren vor dem Aussterben: Warum 95 % der Arten bedroht sind – und wie der Fleischhandel das Sterben beschleunigt

Seit über 50 Millionen Jahren leben Lemuren ausschließlich auf Madagaskar, wo sie sich in völliger Isolation zu mehr als 100 heute bekannten Arten entwickelt haben – vom winzigen Mausmaki bis zum imposanten Indri. Auf keinem anderen Kontinent und keiner anderen Insel existieren sie in freier Wildbahn. Doch ausgerechnet in ihrem

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Ein Beispiel für vom Aussterben bedrohte und wenig erforschte Inselreptilien: Príncipe-Smaragdnatter (Hapsidophrys principis)

Inselreptilien: Vom Aussterben bedroht und kaum erforscht – neue Studie enthüllt großes Wissensdefizit

Isoliert, einzigartig – und hochgradig gefährdet: Reptilien, die nur auf Inseln leben, stehen besonders unter Druck. Eine neue internationale Studie unter Leitung der University of Oxford zeigt, dass rund 30 % dieser Inselreptilien vom Aussterben bedroht sind – doppelt so viele wie bei Festlandsarten. Viele von ihnen verschwinden sogar, bevor

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Hochland-Riesenratte (Mallomys istapantap) - Kamerafallenfoto von František Vejmělka 2024
Die Hochland-Riesenbaumratte (Mallomys istapantap) wurde durch den Nagetierexperten František Vejmělka erstmals lebend in freier Wildbahn dokumentiert. Das Kamerafallenfoto entstand im Oktober 2019 kurz nach Sonnenuntergang am Mount Wilhelm in Neuguinea. (© František Vejmělka / Mammalia (2025). Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Erstmals lebend dokumentiert: Die Hochland-Riesenbaumratte von Papua-Neuguinea

Versteckt in den kalten Nebelwäldern Neuguineas lebt ein Nagetier, das fast niemand je zu Gesicht bekam – so groß wie eine Hauskatze, rund zwei Kilogramm schwer und mit dichtem Wollfell: die Hochland-Riesenbaumratte (Mallomys istapantap). Mehr als drei Jahrzehnte lang gab es keine neuen Nachweise der Art – bis der tschechische

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Alte Arten: die Lederschildkröte

Mehr Zeit, mehr Raum: Wie Alter die Verbreitung von Arten prägt

Alte Arten = größeres Areal (meistens): Eine neue Auswertung von 26.345 Linien aus sieben großen Tier- und Pflanzengruppen zeigt ein deutliches Muster: Ältere Arten sind im Durchschnitt weiter verbreitet – Ausnahme: Meeressäuger. Aus früheren Studien wissen wir, Reproduktionsrate, Lebensraumgröße und Anpassungsfähigkeit prägen die Überlebensfähigkeit von Arten. Nun kommt ein weiterer

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Weißhals-Dickkopf-Unterart von den Tanimbarinseln

Wiederentdeckt nach über 120 Jahren: Unterart des Weißhals-Dickkopfs existiert noch

Mehr als ein Jahrhundert lang galt sie als verschollen – nun ist sie wieder aufgetaucht: Im Juli 2025 entdeckte der Vogelbeobachter Noah Saleme im entlegenen Tayandu-Archipel in den Molukken (Indonesien) mehrere Exemplare einer Unterart des Weißhals-Dickkopfs (Pachycephala arctitorquis tianduana). Damit gelang der erste gesicherte Nachweis seit ihrer ursprünglichen Beschreibung durch

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