Unkraut?
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Warum es kein Unkraut gibt

Wie ein Begriff die Wahrnehmung von Wildpflanzen prägt – und warum manche vermeintlichen „Unkräuter“ heute selbst bedroht sind. „Giersch erfolgreich entfernen“, „Strategien gegen Disteln“, „Unkraut im Rasen dauerhaft beseitigen“ oder „So werden Sie Unkraut für immer los“: Mit Beginn der Gartensaison kehren solche Überschriften regelmäßig in Zeitschriften und Online-Ratgebern zurück.

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Riesenalk (Pinguinus impennis) von John James Audubon
Vögel

Riesenalk – der ausgerottete Pinguin des Nordens

„Der ursprüngliche Pinguin ist heute ausgestorben.“ Robert Silverberg, 1967, S. 84 Der Riesenalk war ein großer, flugunfähiger Seevogel des Nordatlantiks. Seine Population könnte einst mehrere Millionen Individuen umfasst haben. Mit seinem schwarz-weißen Gefieder, der aufrechten Haltung und den kurzen, flossenartigen Flügeln erinnerte er auffallend an die heutigen Pinguine der Südhalbkugel.

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Mehr Pflanzenarten sind nicht automatisch gut
Mehr Grün bedeutet nicht zugleich mehr intakte Natur: Viele Pflanzengemeinschaften Europas verändern sich zugunsten robuster Generalisten. Bild: Doreen Fräßdorf
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Biodiversität: Wenn mehr Pflanzenarten kein gutes Zeichen sind

Auf den ersten Blick klingt es wie eine gute Nachricht: In vielen europäischen Lebensräumen gibt es lokal heute mehr Pflanzenarten als früher. Eine internationale Studie unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat dafür 57.390 Vegetations-Zeitreihen aus ganz Europa ausgewertet. Insgesamt flossen 199.282 einzelne Vegetationsaufnahmen ein; einige Zeitreihen reichen über mehr als

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Rotbindiger Samtfalter (Arethusana arethusa)
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Europas Schmetterlinge: Was Rote Listen über ihren Rückgang zeigen

Viele Menschen berichten inzwischen Ähnliches: Wo vor einigen Jahren im Sommer noch zahlreiche Schmetterlinge über Wiesen, Gärten, Wegränder oder Böschungen flogen, sind heute oft nur noch wenige – oder gar keine – zu sehen. Solche Beobachtungen sind zunächst persönlich und lokal; sie hängen vom Wetter, vom Blühangebot, vom Zeitpunkt der

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Moorfrosch (Rana arvalis) - Moore als Lebensraum
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Mehr als Kohlenstoffspeicher: Moore als Lebensräume bedrohter Arten

Moore gelten seit jeher als geheimnisvolle, schwer zugängliche Landschaften. In Geschichten und Filmen erscheinen sie oft als gefährliche Orte mit schwankendem Boden, dunklem Wasser und Nebel – Orte, an denen man versinken oder spurlos verschwinden könnte. Ökologisch sind sie jedoch weit mehr als diese alte Vorstellung: Sie zählen zu den

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Europäische Süßwasserfische - Plötze und Rotfeder (Heinrich Harder / Emil Walter)
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IUCN Rote Liste 2025: Europas Süßwasserfische in der Krise – fast 60 % unter Druck

Europas Flüsse und Seen gehören zu den am stärksten veränderten Ökosystemen der Welt. Kaum ein Gewässer ist unbeeinflusst – viele wurden reguliert, aufgestaut oder durch menschliche Nutzung grundlegend verändert. Die aktualisierte Rote Liste der IUCN (2025) – die umfassendste Bewertung europäischer Süßwasserfische seit 15 Jahren – macht die Folgen dieser

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Bodensee-Kilch (Coregonus gutturosus) und ein Tiefseesaibling (Salvelinus profundus)
Fische

Bodensee-Kilch: Ein Beispiel für Artenverlust in alpinen Seen

Art oder nur Form? Der Bodensee-Kilch gehört zur Gattung Coregonus – einer Gruppe von Lachsfischen, die in kühlen, sauerstoffreichen Gewässern auf der Nordhalbkugel vorkommen. In Europa sind sie als Felchen, Maränen, Reinanken oder Renken bekannt. Kaum eine andere Fischgruppe gilt als taxonomisch so schwierig: Viele Formen sind erst seit der

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Singvögel im Museum
Museale Vogelpräparate als wissenschaftliche Referenzobjekte – und als Spiegel historischer Sammlungspraxis. (© Doreen Fräßdorf, Naturkundemuseum Berlin, 2025)
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Die unsichtbare Hälfte der Biodiversität – Wie männlich geprägte Sammlungen Forschung und Artenschutz verzerren

Wir werden vermutlich niemals erfahren, wie die Weibchen des Schomburgk-Hirsches (Rucervus schomburgki) aussahen. In historischen Zeichnungen, Reiseberichten und Museumssammlungen finden sich ausschließlich Überreste der Männchen – mit ihren einzigartigen, vielfach verzweigten Geweihen. Weibchen trugen vermutlich keine, und offenbar galten sie den Sammlern des 19. Jahrhunderts als zu unscheinbar, um bewahrt

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Regenwürmer als Indikatoren für gesunde Böden
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Studie: Pestizidrückstände in mehr als zwei Dritteln der Böden Europas – nicht nur in Agrarlandschaften

Wenn über Pestizide diskutiert wird, geht es meist um Bienen, Vögel oder Rückstände in Lebensmitteln. Weniger Aufmerksamkeit erhält der Ort, an dem viele ihrer Wirkungen beginnen: der Boden. Dabei bildet er die Grundlage unserer Ernährung und ist Lebensraum für Milliarden von Organismen. Eine internationale Studie, die Anfang 2026 im Fachjournal

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Pestizid-Studie verzeichnet Rückgänge bei Feldlerchen
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Pestizide in Agrarlandschaften: Neue Studie belegt Vogelrückgänge bei 84 % der Arten

Pestizide gehören zu den zentralen Treibern des weltweiten Artensterbens. Sie werden in der modernen Landwirtschaft eingesetzt, um Erträge zu sichern, greifen dabei jedoch tief in ökologische Prozesse ein. Dass diese chemischen Pflanzenschutzmittel weit über ihre eigentlichen Zielorganismen hinaus wirken, ist seit Langem bekannt. Neuere Forschung zeigt zunehmend, wie groß das

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