Neuentdeckte Tierarten 2025
Neuentdeckte Tierarten 2025 stehen für die Vielfalt des bislang Übersehenen – von winzigen Fröschen und Fischen über ungewöhnliche Insekten bis hin zu seltenen Vögeln und Säugetieren. (© Ribeiro in Bornschein / Morais / Pacheco in Llancachahua-Tarqui / Liu et al., CC BY 4.0; Sinclair et al., CC0)

Neuentdeckte Tierarten 2025: Neue Arten, alte Irrtümer & überraschende Funde

Als der schwedische Naturforscher Carl von Linné im 18. Jahrhundert Ordnung in die Vielfalt des Lebens brachte und Begriffe wie Art, Gattung und Familie etablierte, ahnte noch niemand, welches Ausmaß diese Aufgabe einmal annehmen würde. Seitdem haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit rund 2,5 Millionen Arten beschrieben und benannt. Doch die

Weiterlesen
Airborne eDNA (DNA aus der Luft)
Airborne eDNA: In der Luft schwebende DNA-Spuren von Pflanzen, Pilzen und Tieren machen den schleichenden Wandel von Ökosystemen über Jahrzehnte hinweg sichtbar.

Artensterben im Luftfilter: Wie DNA aus der Luft 34 Jahre Biodiversitätsverlust sichtbar macht

Was wäre, wenn sich der Zustand ganzer Ökosysteme über Jahrzehnte hinweg nachvollziehen ließe – nicht anhand klassischer Bestandszahlen oder alter Karten, sondern mithilfe von DNA-Spuren aus der Luft? Eine neue Studie zeigt, dass genau das möglich ist. Sie nutzt sogenannte airborne environmental DNA (airborne eDNA): winzige genetische Spuren, die Pflanzen,

Weiterlesen
Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle)

Neue Rote Liste 2025: Gefährdung europäischer Schmetterlinge hat sich seit 2010 enorm verschärft

Die neue European Red List of Butterflies 2025 macht deutlich: Europas Schmetterlinge geraten zunehmend unter Druck – und viele Arten stehen kurz vor dem Verschwinden. Die aktuelle Bewertung zeigt nicht nur eine erhebliche Verschlechterung seit 2010, sondern auch, wie stark Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft und der Klimawandel die Bestände beeinflussen. Ein

Weiterlesen
Elbeästuar / Elbmündung

Wenn das Meer den Fluss verdrängt: Bis zu 90 % weniger Fische in der Elbmündung

Wo sich Süßwasser und Meer begegnen, lag einst eine der artenreichsten Zonen Norddeutschlands – heute ist dieser Übergangsraum fast leergefegt. In der Elbmündung, wo der Fluss in die Nordsee übergeht, ist das Leben aus dem Gleichgewicht geraten. Eine neue Langzeitstudie zeigt, wie massiv die Fischfauna dort innerhalb weniger Jahrzehnte zusammengebrochen

Weiterlesen
Makaronesien

Makaronesien: Über 220 einzigartige Arten bereits ausgestorben

Zu den Makaronesischen Inseln oder Makaronesien zählen fünf Inselgruppen vulkanischen Ursprungs im Atlantik: die Azoren, Madeira mit den unbewohnten Selvagens, die Kanarischen Inseln und die Kapverden. Politisch gehören die Azoren und Madeira zu Portugal, die Kanaren zu Spanien, während die Kapverden ein unabhängiger afrikanischer Staat sind. Geographisch liegen alle Archipele

Weiterlesen
Przewalski-Pferde

Die letzten Wildpferde: Wie das Przewalski-Pferd vor dem Aussterben bewahrt wurde

Erstmals seit über einem halben Jahrhundert kehren Przewalski-Pferde (Equus ferus przewalskii) in die zentralasiatische Steppe Kasachstans zurück – darunter vier Tiere aus dem Tierpark Berlin. Die Auswilderung im Juni 2025 ist aber kein Neubeginn, sondern das jüngste Kapitel in der langen Geschichte der Rettung einer Wildpferdart, die einst in freier

Weiterlesen
Portugiesischer Steinbock im Naturalis Biodiversity Center, Leiden, Niederlande

Portugiesischer Steinbock – Geschichte und Ende einer Unterart

Der Portugiesische Steinbock, manchmal auch Nordwest-Iberischer Steinbock genannt, war die westlichste und zugleich am frühesten ausgestorbene Unterart des Iberiensteinbocks (Capra pyrenaica). Einst bewohnte er die zerklüfteten Gebirgsmassive Nordportugals und angrenzender Regionen im Nordwesten Spaniens – insbesondere die Serra do Gerês, ein abgelegenes Teilgebirge des Peneda-Gerês-Komplexes im äußersten Nordwesten Portugals. Dieses

Weiterlesen
Nordfriesisches Wattenmeer

Wattenmeer: Fisch-, Pflanzen- und Vogelarten im Rückgang

Eine aktuelle Studie im Fachjournal Global Change Biology analysiert erstmals systematisch, wie sich Tier- und Pflanzenpopulationen im Wattenmeer über Jahrzehnte hinweg entwickelt haben. Auf Grundlage von mehr als 3.000 Datensätzen erfasst sie langfristige Trends bei über 400 Arten – und offenbart einen teils massiven Rückgang in ökologisch besonders wichtigen Gruppen

Weiterlesen
Papageitaucher: Ein Opfer des Klimawandels.

Europas Klima im Wandel – und was das für unsere Arten bedeutet

Im April 2025 veröffentlichten der Copernicus Climate Change Service (C3S) und die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) den European State of the Climate Report 2024 (ESOTC). Der Bericht zeigt deutlich: Der Klimawandel ist in Europa längst Realität – mit gravierenden Folgen für die Artenvielfalt. 2024: Rekordhitze und der Verlust klimatischer Stabilität

Weiterlesen
Brachflächen in der Stadt: Hotspot für Wildbienen
Städtische Brachflächen wie dieses ehemalige Industriegelände bieten überraschend vielfältige Lebensräume für Wildbienen. Eine aktuelle Studie zeigt: Hier sind Bestäuber oft zahlreicher und effektiver als in klassischen Schutzgebieten.

Überraschende Biodiversität: Was Stadtbrachen für den Insektenschutz leisten

Städtische Brachflächen werden häufig als ungenutzte Restflächen oder gar als städtebauliche Makel wahrgenommen – für Insekten hingegen sind sie wertvolle Rückzugsorte. Eine aktuelle Studie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zeigt nun: Auf diesen unscheinbaren Flächen leben mehr Wildbienen als in ausgewiesenen europäischen Schutzgebieten. Auch die Bestäubungsleistung fällt dort oft höher aus. Im

Weiterlesen