Moorfrosch (Rana arvalis) - Moore als Lebensraum

Mehr als Kohlenstoffspeicher: Moore als Lebensräume bedrohter Arten

Moore gelten seit jeher als geheimnisvolle, schwer zugängliche Landschaften. In Geschichten und Filmen erscheinen sie oft als gefährliche Orte mit schwankendem Boden, dunklem Wasser und Nebel – Orte, an denen man versinken oder spurlos verschwinden könnte. Ökologisch sind sie jedoch weit mehr als diese alte Vorstellung: Sie zählen zu den

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Europäische Süßwasserfische - Plötze und Rotfeder (Heinrich Harder / Emil Walter)

IUCN Rote Liste 2025: Europas Süßwasserfische in der Krise – fast 60 % unter Druck

Europas Flüsse und Seen gehören zu den am stärksten veränderten Ökosystemen der Welt. Kaum ein Gewässer ist unbeeinflusst – viele wurden reguliert, aufgestaut oder durch menschliche Nutzung grundlegend verändert. Die aktualisierte Rote Liste der IUCN (2025) – die umfassendste Bewertung europäischer Süßwasserfische seit 15 Jahren – macht die Folgen dieser

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Bodensee-Kilch (Coregonus gutturosus) und ein Tiefseesaibling (Salvelinus profundus)

Bodensee-Kilch: Ein Beispiel für Artenverlust in alpinen Seen

Art oder nur Form? Der Bodensee-Kilch gehört zur Gattung Coregonus – einer Gruppe von Lachsfischen, die in kühlen, sauerstoffreichen Gewässern auf der Nordhalbkugel vorkommen. In Europa sind sie als Felchen, Maränen, Reinanken oder Renken bekannt. Kaum eine andere Fischgruppe gilt als taxonomisch so schwierig: Viele Formen sind erst seit der

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Singvögel im Museum
Museale Vogelpräparate als wissenschaftliche Referenzobjekte – und als Spiegel historischer Sammlungspraxis. (© Doreen Fräßdorf, Naturkundemuseum Berlin, 2025)

Die unsichtbare Hälfte der Biodiversität – Wie männlich geprägte Sammlungen Forschung und Artenschutz verzerren

Wir werden vermutlich niemals erfahren, wie die Weibchen des Schomburgk-Hirsches (Rucervus schomburgki) aussahen. In historischen Zeichnungen, Reiseberichten und Museumssammlungen finden sich ausschließlich Überreste der Männchen – mit ihren einzigartigen, vielfach verzweigten Geweihen. Weibchen trugen vermutlich keine, und offenbar galten sie den Sammlern des 19. Jahrhunderts als zu unscheinbar, um bewahrt

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Regenwürmer als Indikatoren für gesunde Böden

Studie: Pestizidrückstände in mehr als zwei Dritteln der Böden Europas – nicht nur in Agrarlandschaften

Wenn über Pestizide diskutiert wird, geht es meist um Bienen, Vögel oder Rückstände in Lebensmitteln. Weniger Aufmerksamkeit erhält der Ort, an dem viele ihrer Wirkungen beginnen: der Boden. Dabei bildet er die Grundlage unserer Ernährung und ist Lebensraum für Milliarden von Organismen. Eine internationale Studie, die Anfang 2026 im Fachjournal

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Pestizid-Studie verzeichnet Rückgänge bei Feldlerchen

Pestizide in Agrarlandschaften: Neue Studie belegt Vogelrückgänge bei 84 % der Arten

Pestizide gehören zu den zentralen Treibern des weltweiten Artensterbens. Sie werden in der modernen Landwirtschaft eingesetzt, um Erträge zu sichern, greifen dabei jedoch tief in ökologische Prozesse ein. Dass diese chemischen Pflanzenschutzmittel weit über ihre eigentlichen Zielorganismen hinaus wirken, ist seit Langem bekannt. Neuere Forschung zeigt zunehmend, wie groß das

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Windkraft – Eine Gefahr für Vögel, Fledermäuse und Insekten?
Ein Vogel in Agrarlandschaft vor Windenergieanlagen: Lokale Risiken stehen globalen Klima- und Biodiversitätseffekten gegenüber. ( © Canva Pro)

Zwischen Artenschutz und Klimaschutz: Schadet Windkraft den Vögeln, Fledermäusen und Insekten?

Windenergieanlagen sind ein zentraler Baustein der Energiewende. Sie erzeugen Strom ohne die Verbrennung fossiler Rohstoffe und tragen damit zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Eindämmung des Klimawandels bei. Im Betrieb verursachen sie weder CO₂-Emissionen noch Luftschadstoffe, benötigen kaum Wasser und zählen heute zu den kostengünstigsten Formen der Stromerzeugung. Vor dem

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Neuentdeckte Tierarten 2025
Neuentdeckte Tierarten 2025 stehen für die Vielfalt des bislang Übersehenen – von winzigen Fröschen und Fischen über ungewöhnliche Insekten bis hin zu seltenen Vögeln und Säugetieren. (© Ribeiro in Bornschein / Morais / Pacheco in Llancachahua-Tarqui / Liu et al., CC BY 4.0; Sinclair et al., CC0)

Neuentdeckte Tierarten 2025: Neue Arten, alte Irrtümer & überraschende Funde

Als der schwedische Naturforscher Carl von Linné im 18. Jahrhundert Ordnung in die Vielfalt des Lebens brachte und Begriffe wie Art, Gattung und Familie etablierte, ahnte noch niemand, welches Ausmaß diese Aufgabe einmal annehmen würde. Seitdem haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit rund 2,5 Millionen Arten beschrieben und benannt. Doch die

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Airborne eDNA (DNA aus der Luft)
Airborne eDNA: In der Luft schwebende DNA-Spuren von Pflanzen, Pilzen und Tieren machen den schleichenden Wandel von Ökosystemen über Jahrzehnte hinweg sichtbar.

Artensterben im Luftfilter: Wie DNA aus der Luft 34 Jahre Biodiversitätsverlust sichtbar macht

Was wäre, wenn sich der Zustand ganzer Ökosysteme über Jahrzehnte hinweg nachvollziehen ließe – nicht anhand klassischer Bestandszahlen oder alter Karten, sondern mithilfe von DNA-Spuren aus der Luft? Eine neue Studie zeigt, dass genau das möglich ist. Sie nutzt sogenannte airborne environmental DNA (airborne eDNA): winzige genetische Spuren, die Pflanzen,

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Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle)

Neue Rote Liste 2025: Gefährdung europäischer Schmetterlinge hat sich seit 2010 enorm verschärft

Die neue European Red List of Butterflies 2025 macht deutlich: Europas Schmetterlinge geraten zunehmend unter Druck – und viele Arten stehen kurz vor dem Verschwinden. Die aktuelle Bewertung zeigt nicht nur eine erhebliche Verschlechterung seit 2010, sondern auch, wie stark Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft und der Klimawandel die Bestände beeinflussen. Ein

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