Mono-Lake-Tauchkaefer / Mono Lake diving beetle (Hygrotus artus)

Mono-Lake-Tauchkäfer: 100 Jahre verschollen – und am falschen Ort gesucht

Ein Irrtum mit Folgen Lange schien der Fall eindeutig: Der Mono-Lake-Tauchkäfer lebte – so nahm man an – im Mono Lake in der Sierra Nevada Kaliforniens. Ein See, der kaum lebensfeindlicher sein könnte: stark alkalisch, extrem salzhaltig, und mit Bedingungen, an die sich nur wenige spezialisierte Organismen anpassen können. Doch

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IUCN-Update: Antarktis-Bewohner leiden unter Klimawandel: Kaiserpinguin, Antarktischer Seebär, Südlicher See-Elefant

IUCN warnt: Klimawandel bedroht Kaiserpinguine, Seebären und See-Elefanten im Südpolarmeer

Die Antarktis und die angrenzenden subantarktischen Regionen sind längst keine stabilen Ökosysteme mehr. Der Klimawandel lässt Meereis schwinden, Ozeantemperaturen steigen und Nahrungsnetze ins Wanken geraten – mit direkten Folgen für die Tierwelt des Südpolarmeers. Neue Einschätzungen der IUCN machen deutlich, dass selbst an extreme Bedingungen angepasste Arten wie Pinguine und

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Vom Aussterben bedrohte Tierarten

Welche Tiere sind vom Aussterben bedroht? Diese 8 Arten haben weniger als 100 Individuen

Artensterben ist selten ein abruptes Ereignis. In vielen Fällen zieht sich der Rückgang über Jahrzehnte hinweg, bis nur noch kleine, isolierte Restpopulationen übrig bleiben. Einige dieser Arten existieren heute mit weniger als 100 Individuen weltweit. Solche extrem kleinen Populationen sind besonders anfällig für Zufallsereignisse, genetische Verarmung und fortschreitenden Lebensraumverlust. 8

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Wolterstorff-Molch (Cynops woltertorffi) - Natural History Museum (London)

Wolterstorff-Molch – ein schlecht dokumentiertes Aussterben

Ein Molch mit fischartigem Aussehen Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sammelte John Graham in der südwestchinesischen Provinz Yunnan mehrere der Wissenschaft bislang unbekannte Tierarten. Die Funde schickte er nach London, wo sie von George Albert Boulenger am Natural History Museum in London untersucht wurden. Boulenger, einer der produktivsten Zoologen seiner

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Wiederentdeckung von Anolis laevis in der Region San Martín in Peru

Peru: Echse mit Nasenfortsatz nach über 150 Jahren wiederentdeckt – Anolis laevis

Im Jahr 1876 beschrieb der amerikanische Naturforscher Edward Drinker Cope eine kleine Echse aus den Bergwäldern im Nordosten Perus. Auffällig war vor allem ein ungewöhnlicher Fortsatz an der Schnauzenspitze – ein Merkmal, das sie von den meisten anderen Arten unterschied. Cope beschrieb die Art ursprünglich unter einem anderen Gattungsnamen; heute

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Saiga-Antilope (Saiga tatarica)

Wandernde Tierarten unter Druck: Fast jede zweite Art nimmt weltweit ab

Wandernde Tierarten gehören zu den faszinierendsten Erscheinungen der Natur. Jedes Jahr legen Vögel, Fische und Säugetiere oft tausende Kilometer zurück – zwischen Brutgebieten, Nahrungsräumen und Überwinterungsquartieren. Doch genau diese Mobilität macht sie besonders verletzlich: Sie sind entlang ihrer gesamten Wanderroute auf intakte Lebensräume angewiesen. Der UN-Bericht State of the World’s

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Morants Bläuling – Männchen
Von Morants Bläuling sind lediglich drei Exemplare erhalten – allesamt Männchen.

Morants Bläuling – Wie die Weibchen aussahen, ist ungewiss

Drei männliche Exemplare Walter Morant, vermutlich ein engagierter Sammler und Naturbeobachter in der damaligen britischen Kolonie Natal im südlichen Afrika, gehörte zu den frühen Mitgliedern der 1868 gegründeten Natural History Association of Natal. Dort hielt er Vorträge und stellte Insekten aus – mit besonderem Interesse an der südafrikanischen Schmetterlingsfauna. Am

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Der Sulu-Raupenfänger galt lange Zeit als Unterart des Bindenraupenfängers (Bild).

Zufällige Entdeckung im Sulu-Archipel: Verschollener Raupenfänger nach fast 20 Jahren dokumentiert

Im November 2025 konnte der Sulu-Raupenfänger (Coracina guillemardi) erstmals seit fast zwei Jahrzehnten in den abgelegenen Wäldern von Tawi-Tawi im Sulu-Archipel im Südwesten der Philippinen erstmals wieder dokumentiert werden. Die Art galt als verschollen – nicht offiziell ausgestorben, aber über Jahre hinweg ohne bestätigte Nachweise. Die Entdeckung erfolgte eher zufällig.

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Floreana-Riesenschildkröte
Illustration der Floreana-Riesenschildkröte – einst eine der markantesten Riesenschildkröten der Galapagosinseln, heute in ihrer ursprünglichen Form vermutlich ausgestorben.

Floreana-Riesenschildkröte: Vom Aussterben zur Rückkehr

Eine Unterart der Galapagos-Schildkröte Als die Floreana-Riesenschildkröte noch lebte, war sie Teil der außergewöhnlichen Schildkrötenfauna der Galapagosinseln. Auf kaum einem anderen Fleck der Erde entwickelte sich eine vergleichbare Vielfalt riesiger Landschildkröten – angepasst an unterschiedliche Inseln, Vulkane, Klimazonen und Nahrungsangebote. Heute fassen Forschende diese Formen meist als eine Art zusammen:

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Hinter dem Peitschenrochen (Hemitrygon akajei) verbergen sich mehrere kryptische Arten - sogenannte Kryptospezies.

Unsichtbare Biodiversität: Wenn eine Art in Wirklichkeit mehrere ist

Der Chinesische Riesensalamander galt lange als eine einzige Art. Das bis zu fast zwei Meter lange Tier gehört zu den größten Amphibien der Erde und wurde unter dem Namen Andrias davidianus in ganz China als dieselbe Spezies betrachtet. Doch genetische Untersuchungen brachten 2018 eine Überraschung ans Licht: Hinter dem scheinbar

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