Region Guéra (Tschad)

Wiederentdeckung in Afrika: Rostlerche seit 94 Jahren erstmals dokumentiert

Afrika: Eine bislang kaum erforschte Vogelart, die seit fast einem Jahrhundert als verschollen galt, ist nun wiederentdeckt worden. Anfang Februar 2026 gelang es erstmals seit Jahrzehnten, die Rostlerche (Calendulauda rufa) im Tschad wieder lebend nachzuweisen. Die Rostlerche lebt in den trockenen Savannen und Halbwüsten der Sahelzone und kommt vor allem

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Taurusrind im Steinbruch Gerhausen/Beiningen (Baden-Württemberg)

De-Extinktion: Mindert die Aussicht auf Wiederbelebung einer ausgestorbenen Art die Sorge um das Aussterben rezenter Arten?

Vor weniger als einem Jahr verkündete das US-Unternehmen Colossal Biosciences medienwirksam, den vor rund 13.000 Jahren ausgestorbenen sogenannten Schattenwolf (Aenocyon dirus) wieder zum Leben erweckt zu haben. Dasselbe soll künftig auch für andere ikonische ausgestorbene und ausgerottete Arten möglich sein: Mammut, Südinsel-Riesenmoa, Beutelwolf, Dodo – sie alle sollen zurückkehren. Viele

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Regenwürmer als Indikatoren für gesunde Böden

Studie: Pestizidrückstände in mehr als zwei Dritteln der Böden Europas – nicht nur in Agrarlandschaften

Wenn über Pestizide diskutiert wird, geht es meist um Bienen, Vögel oder Rückstände in Lebensmitteln. Weniger Aufmerksamkeit erhält der Ort, an dem viele ihrer Wirkungen beginnen: der Boden. Dabei bildet er die Grundlage unserer Ernährung und ist Lebensraum für Milliarden von Organismen. Eine internationale Studie, die Anfang 2026 im Fachjournal

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Rote Liste der Brutvögel in Rheinland-Pfalz 2025: Schleiereule

Rote Liste der Brutvögel in Rheinland-Pfalz: 55 % der Arten in Gefahr

Vögel prägen unsere Landschaften, begleiten unseren Alltag und sind zugleich sensible Seismografen für den Zustand der Natur. Wenn ihre Bestände schrumpfen, ist das fast immer ein Warnsignal für tiefgreifende ökologische Probleme. Die neue Rote Liste der Brutvögel in Rheinland-Pfalz zeigt nun deutlich: Der Verlust der Artenvielfalt schreitet weiter voran und

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Biophobie und der Entfremdung von der Natur
Alltägliche Naturerfahrungen sind entscheidend für unsere Beziehung zur Umwelt – ihr Verlust begünstigt Entfremdung und Naturangst.

Wenn Natur fremd wird: Wie Entfremdung und Angst das Artensterben beschleunigen

Der Verlust biologischer Vielfalt gehört zu den größten ökologischen Krisen unserer Zeit. Doch während über bedrohte Arten, Lebensraumzerstörung und Klimawandel intensiv diskutiert wird, bleibt ein Aspekt oft unbeachtet: die schwindende Beziehung zwischen Mensch und Natur. Zwei aktuelle Studien zeigen, wie tief diese Entfremdung bereits reicht – und welche Folgen sie

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historische Darstellung Elefantenvogel

Aepyornis maximus – der größte Elefantenvogel und das Rätsel seines Aussterbezeitpunkts

Es gab nicht nur den einen Elefantenvogel Der Elefantenvogel ist wohl einer der berühmtesten aller ausgestorbenen Vögel. Kaum ein anderes Tier steht so sehr für Gigantismus, für rätselhafte Überlieferungen und für die Faszination an einer Tierwelt, die der Mensch nur noch in Fragmenten kennt. Doch schon der Name führt in

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Pestizid-Studie verzeichnet Rückgänge bei Feldlerchen

Pestizide in Agrarlandschaften: Neue Studie belegt Vogelrückgänge bei 84 % der Arten

Pestizide gehören zu den zentralen Treibern des weltweiten Artensterbens. Sie werden in der modernen Landwirtschaft eingesetzt, um Erträge zu sichern, greifen dabei jedoch tief in ökologische Prozesse ein. Dass diese chemischen Pflanzenschutzmittel weit über ihre eigentlichen Zielorganismen hinaus wirken, ist seit Langem bekannt. Neuere Forschung zeigt zunehmend, wie groß das

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Südinsel-Riesenmoa Kopf

Moas: Neuseelands ausgestorbene Riesenvögel

Der Moa zählt zu jenen ausgestorbenen Tieren, die bis heute gleichermaßen faszinieren und verstören. Nicht nur wegen seiner enormen Größe, sondern vor allem, weil sein Verschwinden vergleichsweise jung ist. Noch vor wenigen Jahrhunderten durchstreiften diese flugunfähigen Vögel die Wälder, Moore und Graslandschaften Neuseelands. Heute erinnern nur noch Knochenfunde, Fußabdrücke und

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Tobias-Köcherfliege – Museumsexemplar aus der Entomologischen Sammlung der ETH Zürich

Tobias-Köcherfliege: Deutschlands einzige endemisch ausgestorbene Art

Unauffällige, hochspezialisierte Insekten Köcherfliegen gehören zu jenen Insekten, die kaum jemand wahrnimmt. Sie sind unscheinbar, leise und drängen sich dem Menschen nicht auf. Der österreichische Entomologe Hans Malicky beschrieb sie 2002 treffend als Tiere, die „weder Schaden noch besonderen Nutzen bringen“, die „nicht stechen und nicht beißen“ und sich „nur

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Windkraft – Eine Gefahr für Vögel, Fledermäuse und Insekten?
Ein Vogel in Agrarlandschaft vor Windenergieanlagen: Lokale Risiken stehen globalen Klima- und Biodiversitätseffekten gegenüber. ( © Canva Pro)

Zwischen Artenschutz und Klimaschutz: Schadet Windkraft den Vögeln, Fledermäusen und Insekten?

Windenergieanlagen sind ein zentraler Baustein der Energiewende. Sie erzeugen Strom ohne die Verbrennung fossiler Rohstoffe und tragen damit zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Eindämmung des Klimawandels bei. Im Betrieb verursachen sie weder CO₂-Emissionen noch Luftschadstoffe, benötigen kaum Wasser und zählen heute zu den kostengünstigsten Formen der Stromerzeugung. Vor dem

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