Äthiopische Wassermaus (Nilopegamys plumbeus) - W. H. Osgood (1928)
Illustration der Äthiopischen Wassermaus von Leon L. Pray aus der Erstbeschreibung von 1928: Sie basiert auf Feldstudien des Naturmalers Louis Agassiz Fuertes und gehört zu den wenigen zeitgenössischen Abbildungen der Art. Ihre enge Bindung an Gewässer wird darin deutlich sichtbar. Bild: L L. Pray in Osgood 1928

Äthiopische Wassermaus: Nur ein Exemplar – und seit 1927 verschollen

Eine besonders bemerkenswerte Neuheit Sie ist nur durch ein einziges Exemplar bekannt: ein adultes Männchen, das der US-amerikanische Zoologe Wilfred Hudson Osgood am 20. März 1927 im Hochland Äthiopiens sammelte – in einem kleinen Gebirgsbach nahe der Quelle des Little Abbai. Dieses Tier wurde später als Äthiopische Wassermaus oder Waldbachmaus

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Bodensee-Kilch (Coregonus gutturosus) und ein Tiefseesaibling (Salvelinus profundus)

Bodensee-Kilch: Ein Beispiel für Artenverlust in alpinen Seen

Art oder nur Form? Der Bodensee-Kilch gehört zur Gattung Coregonus – einer Gruppe von Lachsfischen, die in kühlen, sauerstoffreichen Gewässern auf der Nordhalbkugel vorkommen. In Europa sind sie als Felchen, Maränen, Reinanken oder Renken bekannt. Kaum eine andere Fischgruppe gilt als taxonomisch so schwierig: Viele Formen sind erst seit der

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Mono-Lake-Tauchkaefer / Mono Lake diving beetle (Hygrotus artus)

Mono-Lake-Tauchkäfer: 100 Jahre verschollen – und am falschen Ort gesucht

Ein Irrtum mit Folgen Lange schien der Fall eindeutig: Der Mono-Lake-Tauchkäfer lebte – so nahm man an – im Mono Lake in der Sierra Nevada Kaliforniens. Ein See, der kaum lebensfeindlicher sein könnte: stark alkalisch, extrem salzhaltig, und mit Bedingungen, an die sich nur wenige spezialisierte Organismen anpassen können. Doch

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Wolterstorff-Molch (Cynops woltertorffi) - Natural History Museum (London)

Wolterstorff-Molch – ein schlecht dokumentiertes Aussterben

Ein Molch mit fischartigem Aussehen Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sammelte John Graham in der südwestchinesischen Provinz Yunnan mehrere der Wissenschaft bislang unbekannte Tierarten. Die Funde schickte er nach London, wo sie von George Albert Boulenger am Natural History Museum in London untersucht wurden. Boulenger, einer der produktivsten Zoologen seiner

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Tobias-Köcherfliege – Museumsexemplar aus der Entomologischen Sammlung der ETH Zürich

Tobias-Köcherfliege: Deutschlands einzige endemisch ausgestorbene Art

Unauffällige, hochspezialisierte Insekten Köcherfliegen gehören zu jenen Insekten, die kaum jemand wahrnimmt. Sie sind unscheinbar, leise und drängen sich dem Menschen nicht auf. Der österreichische Entomologe Hans Malicky beschrieb sie 2002 treffend als Tiere, die „weder Schaden noch besonderen Nutzen bringen“, die „nicht stechen und nicht beißen“ und sich „nur

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Riesen-Heidelibelle / St.-Helena-Heidelibelle (Sympetrum dilatatum)

St.-Helena-Heidelibelle – Die einzige Libelle St. Helenas

Ein Hotspot für Insektenendemismus Die abgelegene Insel St. Helena ist vielen Menschen vor allem aus der Geschichte bekannt: als Verbannungsort Napoleons, der hier 1815 interniert wurde und 1821 starb. Jenseits dieser prominenten Episode besitzt die kleine Vulkaninsel im Südatlantik – rund 1.800 Kilometer westlich der afrikanischen Küste – jedoch eine

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Pholidoscelis cineraceus

Guadeloupe-Ameive – Isolation, Kolonisation & das Ende einer Inselart

Inseln unter Druck Die Westindischen Inseln – darunter die Kleinen Antillen – zählen zu den artenreichsten Regionen der Welt. Viele Echsen- und Schlangenarten kommen ausschließlich dort vor. Diese Endemiten haben sich über Jahrtausende hinweg an die Bedingungen einzelner Inseln angepasst. Genau diese Spezialisierung macht sie jedoch besonders anfällig: Wenn Lebensräume

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Rotfuchs als invasiver Räuber

Von 60 auf 1,7 Millionen: Wie der Rotfuchs Australien in nur 60 Jahren eroberte

Als europäische Siedler britischer Herkunft ab etwa 1870 den Rotfuchs (Vulpes vulpes) nach Australien brachten, dachten sie an Tradition, nicht an ökologische Folgen. Die Jagd auf Füchse mit Hundemeuten – damals in England ein fest verankertes Gesellschaftsritual, heute verboten – sollte auch in der neuen Heimat gepflegt werden. Niemand ahnte,

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Beutelwölfe (1911) – Eine neue Studie deckt frühe Genverluste auf

Beutelwolf: Früh verlorene Gene schwächten die Art – lange vor Mensch & Dingo

Frühe Genverluste könnten den Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) bereits lange vor der Ankunft von Menschen und Dingos in Australien geschwächt und sein Aussterben begünstigt haben. Eine neue Studie im Fachjournal Proceedings of the Royal Society B zeigt: Vor 1 bis 13 Millionen Jahren gingen beim Tasmanischen Tiger vier wichtige Gene verloren:

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Östliches Irmawallaby oder Greys Wallaby

Östliches Irmawallaby: Das schönste, eleganteste und flinkste aller Wallabys

Der britische Naturforscher Frederic Wood Jones, der viele Jahre in Australien verbrachte, nannte Greys Wallaby, auch bekannt als Östliches Irmawallaby, im Jahr 1924 das „wahrscheinlich schönste und eleganteste aller Wallabys“. Besonders auffällig sei die kontrastreiche Gesichtszeichnung, das gebänderte Rückenfell und die insgesamt feine graue Tönung des Fells. Diese Merkmale, so

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