Südinsel-Kokako-Sichtung Callaeas cinerea-suedinsel
So sieht der Südinsel-Kokako aus. Er unterscheidet sich vom Nordinsel-Kokako, der auf der Nordinsel Neuseelands lebt, in der Farbe seiner Kehllappen. Die Südinsel-Art besitzt orangefarbene, die Nordinsel-Art blaue Kehllappen. Auckland Museum Collections from Auckland, Aotearoa New Zealand, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Mögliche Sichtung: Ist der Südinsel-Kokako doch nicht ausgestorben?

Im vergangenen Monat berichtete ein Einheimischer aus Neuseeland von der möglichen Sichtung eines großen grauen Vogels mit einem langen Schwanz im Rowallan Forest in der Region Southland. Die Beschreibung erinnert stark an den als ausgestorben geltenden Südinsel-Kokako. Die 2010 gegründete Stiftung The South Island Kōkako Charitable Trust, die sich zum Ziel gesetzt hat, eindeutige Beweise für die Existenz des Südinsel-Kokakos zu finden, betrachtet diese Sichtung als vielversprechend. Sie könnte eine Begegnung mit dem lange verloren geglaubten Lappenvogel markieren. Die Sichtung ereignete sich nur wenige Kilometer von einer ähnlichen Begegnung vor fast einem Jahrzehnt.

Ist der Rowallan Forest der letzte Rückzugsort des Südinsel-Kokakos?

Inger Perkins, Sprecherin des Trusts, äußerte sich gegenüber Bird Guides: „Ein Jäger hat einen Vogel gesehen und gehört, von dem wir nur annehmen können, dass es sich um den Südinsel-Kokako handelt. Aus diesem Grund haben wir Kontakt mit den Grundbesitzern dort aufgenommen.“ Perkins fügte hinzu: „Das sind große Neuigkeiten, die Beschreibung war wirklich ermutigend, die Sichtung eines grauen Vogels, wie er über die Lichtung glitt, der Klang, den er erzeugte, eine Art Glockenspiel. Wir haben definitiv Vertrauen und glauben auf jeden Fall nicht, dass er auf der Südinsel ausgestorben ist.“

Das Gebiet, in dem die Sichtung erfolgte, wird von dem nachhaltigen Forstunternehmen Lindsay & Dixon verwaltet, das normalerweise Genehmigungen für den Zugang, meist für Jäger, ausstellt. Ein Expeditionsteam hat sich bereit erklärt, den Bericht im Auftrag des Trusts zu überprüfen. Die Wohltätigkeitsorganisation bietet 10.000 NZD an jeden, der Informationen liefert, die eindeutig bestätigen, dass der Südinsel-Kokako noch existiert.

Hoffnung auf Wiederentdeckung

Der Südinsel-Kokako, zuletzt 1967 gesichtet, wurde 2007 vom Department of Conservation (DOC) für ausgestorben erklärt. Doch eine bestätigte Sichtung im selben Jahr führte zur Änderung des Status in „unzureichende Datenlage“. Die Weltnaturschutzunion IUCN listet den Südinsel-Kokako indes als „vom Aussterben bedroht“.

Zwischen 1990 und 2016 wurden einige nicht bestätigte Sichtungen gemeldet, aber eine umfangreiche Suche im Jahr 2000 war erfolglos. Seit die Stiftung 2017 ein Kopfgeld von 10.000 NZD auf den Südinsel-Kokako ausgesetzt hat, sind 423 Berichte eingegangen, von denen, Perkins zufolge, rund 20 Prozent als wahrscheinlich tatsächliche Sichtungen eingestuft werden.

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