fergusson fasanentaube
Während der Kopf an eine Taube erinnert, gleicht der Körper bei der Fasanentaube einem Fasan. Gemeinhin unterscheidet man vier Unterarten, die sich von der Nominatform durch ihren Nackenfleck unterscheiden. Die Fergusson-Fasanentaube besitzt einen schwarzen Nackenfleck. John Gerrard Keulemans, Public domain, via Wikimedia Commons)

Seit 140 Jahren nicht gesichtet: Fergusson-Fasanentaube wiederentdeckt

Wie Pat Leonard vom Cornell Lab of Ornithology gestern berichtete, hat ein Team von Wissenschaftlern während einer Expedition nach Papua-Neuguinea im September dieses Jahres die seit 140 Jahren nicht mehr gesichtete Fergusson-Fasanentaube (Otidiphaps insularis) wiederentdeckt. Die Begegnung haben die Forscher auf Video gebannt:

(© Jason Gregg, American Bird Conservancy)

Bei dem Video und den entstandenen Fotos handelt es sich um das allererste Material zu dieser Vogelart, die möglicherweise ausschließlich im Landesinneren der Fergusson-Insel vorkommt. „Nach einem Monat Suche fühlte es sich beim Betrachten der ersten Fotos der Fasanentaube an, als hätte ich ein Einhorn gefunden“, sagt John C. Mittermeier, Teil des Expeditionsteams und Direktor des Projekts Search for Lost Birds der American Bird Conservancy.

Bekannt war die Fergusson-Fasanentaube bislang nur von zwei Exemplaren, die 1882 gesammelt wurden. Danach gab es keine weiteren Sichtungen. Die große, rund 50 Zentimeter lange Taube hat sich – wie etwa der südostasiatische Fasan – an das Leben auf dem Waldboden angepasst. Sie fliegt sehr selten auf und verbringt die meiste Zeit am Boden.

Bei all der Freude um den gefundenen Vogel, sind Naturschützer auch besorgt, denn der Hauptgrundbesitzer des Landes, auf dem die Fergusson-Fasanentaube wiedergefunden wurde, teilte dem Expeditionsteam mit, er habe einen Vertrag mit einem Holzunternehmen unterzeichnet. Die Zerstörung ihres Lebensraums könnte das Schicksal der Fergusson-Fasanentaube endgültig besiegeln. Aktuell bemüht sich das Team von Wissenschaftlern, auf die Fergusson-Insel zurückzukehren, um herauszufinden, wie viele Individuen dieser Vogelart noch existieren.

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