Ringhalskobra Hemachatus haemachatus

Simbabwe: Museums-DNA enthüllt neue Schlangenart

In Naturhistorischen Sammlungen verstecken sich manchmal über Jahrzehnte hinweg unbemerkt nicht wissenschaftlich beschriebene Tier- oder Pflanzenarten, die auf den ersten Blick ihren Verwandten gleichen. Erst ein genaueres Hinsehen oder auch genetische Analysen offenbaren schließlich, dass es sich um eine bis dato unbekannte Art handelt. So geschehen in Simbabwe: Tom Major

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Kanaren-Austernfischer Haematopus meadewaldoi

Kanaren-Austernfischer

Ein mysteriöser Vogel in der Tring-Sammlung Der Kanaren-Austernfischer gilt neben dem Riesenalk als die einzige in der Neuzeit in Europa ausgestorbene Vogelart. Er war auf den östlichen Kanaren, die geologisch zwar zu Afrika, politisch aber zu Spanien gehören, endemisch: Fuerteventura, Lanzarote, La Graciosa und ein paar kleinere unbewohnte Inseln wie

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neue Schuppentier-Art entdeckt

Neue Schuppentier-Art anhand illegal gehandelter Schuppen entdeckt

Aus einem Artikel im Fachjournal Proceedings of the National Academy Sciences (PNAS) geht hervor, dass Wissenschaftler der Universität Yunnan in Kunming, China eine neue Schuppentier- oder Pangolin-Art entdeckt haben. Dies habe eine Analyse geschmuggelter und beschlagnahmter Schuppen ergeben. Die Forscher liefern Beweise für eine bislang unbekannte genetische Abstammungslinie innerhalb der

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RNA vom Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) gewonnen

Stockholm: RNA vom ausgestorbenen Beutelwolf gewonnen

Wie aus einer im Fachjournal Genome Research veröffentlichten Studie hervorgeht, ist es Wissenschaftlern erstmals gelungen, RNA-Moleküle aus Gewebe eines längst verstorbenen Organismus zu extrahieren. Das Besondere daran: Bislang nahm man an, dass RNA innerhalb weniger Tage zerfällt, sofern sie nicht kühl gelagert und vor enzymatischem Abbau geschützt wird. Dem Forschungsteam

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stechpalme

Brasilien: Ausgestorbene Baumart nach fast 200 Jahren wiederentdeckt

Wie aus einem Bericht der Organisation re:wild hervorgeht, hat ein Expeditionsteam unter der Leitung des Ökologen Gustavo Martinelli nun die Stechpalmen-Art Ilex sapiiformis im brasilianischen Bundesstaat Pernambuco wiederentdeckt. Die Baumart galt seit fast zwei Jahrhunderten als ausgestorben. Der schottische Biologe George Gardner sammelte die Pflanzenart 1838 erstmals für die westliche

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Moho apicalis Krausschwanzmoho

Massenaussterben schlimmer als angenommen – ganze Gattungen sind betroffen

Eine aktuelle internationale Studie um die Biologen Gerardo Ceballos und Paul Ehrlich in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) zeigt, dass das Aussterben nicht nur einzelne Arten, sondern gleich ganze Gattungen betrifft. Die Forschenden sprechen in diesem Zusammenhang von einer „Verstümmelung des Lebensbaums“. Für die Analyse hat

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Hausratte

IPBES-Bericht: Invasive Arten als einer der Hauptgründe für Artensterben

Gemäß dem im September 2023 veröffentlichten Bericht des Weltbiodiversitätsrates (IPBES) spielen invasive Tiere und Pflanzen eine wichtige Rolle beim weltweiten Artensterben. Die Veröffentlichung geht auf die aktuellen Entwicklungen bei der Ausbreitung eingeschleppter Arten ein, die Ursachen und die Auswirkungen der Problematik. Weiterhin liefern die 86 Forschenden aus 49 Ländern Strategien

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Spotted Handfish Brachionichthys hirsutus

Tasmanien: Seltene Handfisch-Art nach mehr als 25 Jahren wiedergefunden?

Der erst 1986 von der CSIRO entdeckte und zuletzt 1996 gesichtete Schmalflossen-Handfisch (Pezichthys compressus) wurde nun wahrscheinlich nach 27 Jahren das erste Mal wieder in 292 Metern Tiefe vor der Küste Tasmaniens, nordöstlich von Flinders Island gesichtet. Die Entdeckung erfolgte im Rahmen der Forschungsreise South-East Australia Marine Ecosystem Survey (SEA-MES)

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Südinsel Takahe Blauralle

Einst als ausgestorben geltende Südinseltakahē in Neuseeland wieder ausgewildert

Nachdem man 1948 eine kleine Population der bereits 1898 für offiziell ausgestorben erklärten Südinseltakahe oder Blauralle (Porphyrio hochstetteri), ein Purpurhuhn, wiederentdeckte und in menschlicher Obhut züchtete, konnten Artenschützer nun 18 der blau gefiederten, flugunfähigen Vögel am Lake Whakatipu im Waimāori-Tal auf der Südinsel Neuseelands freilassen. Zurzeit, so berichtet der Guardian,

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Grassland Earless Dragon

Ohrloser Graslanddrache: Seit mehr als 50 Jahren verschollen geglaubte Eidechsenart wiederentdeckt

Nachdem eine Studie ihn 2019 bereits als mögliches erstes in moderner Zeit auf dem Festland Australiens ausgestorbenes Reptil wähnte, konnte der Ohrlose Graslanddrache (Tympanocryptis pinguicolla) nun seit 1969 das erste Mal wieder in freier Wildbahn nachgewiesen werden. Ohrlose Graslanddrachen sind Eidechsen ohne sichtbare äußere Ohröffnung, taub sind sie dennoch nicht.

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