Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus
Die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus war Australiens kleinste Fledermaus und kam ausschließlich auf der abgelegenen Weihnachtsinsel im Indischen Ozean vor. Sie besaß dunkelbraunes Fell, jagte Insekten im Flug und zeigte keinen auffälligen Geschlechtsdimorphismus – Männchen und Weibchen sahen gleich aus. (© Lindy Lumsden, verwendet mit freundlicher Genehmigung)

Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus – ein vermeidbares Aussterben

Mitten im Indischen Ozean, rund 350 Kilometer südlich von Java, liegt die abgelegene Weihnachtsinsel – ein nur 135 Quadratkilometer kleines Außengebiet Australiens. Trotz ihrer geringen Größe beherbergte sie einst eine erstaunliche Vielfalt endemischer Arten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gab. Eine davon war die Weihnachtsinsel-Zwergfledermaus – die kleinste bekannte

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Chinesischer Flussdelfin / Baiji

Chinesischer Flussdelfin: Lebt der Baiji noch?

Die letzte bestätigte Sichtung des Baiji, auch bekannt als Chinesischer Flussdelfin, liegt mittlerweile mehr als 20 Jahre zurück. Die IUCN stuft die Art deshalb als „vom Aussterben bedroht (möglicherweise ausgestorben)“ ein. Wissenschaftlich gilt ihr Fortbestehen als äußerst unwahrscheinlich, doch gelegentliche Sichtungsmeldungen und Videoaufnahmen lassen zumindest Raum für Zweifel. Falls es

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Portugiesischer Steinbock im Naturalis Biodiversity Center, Leiden, Niederlande

Portugiesischer Steinbock – Geschichte und Ende einer Unterart

Der Portugiesische Steinbock, manchmal auch Nordwest-Iberischer Steinbock genannt, war die westlichste und zugleich am frühesten ausgestorbene Unterart des Iberiensteinbocks (Capra pyrenaica). Einst bewohnte er die zerklüfteten Gebirgsmassive Nordportugals und angrenzender Regionen im Nordwesten Spaniens – insbesondere die Serra do Gerês, ein abgelegenes Teilgebirge des Peneda-Gerês-Komplexes im äußersten Nordwesten Portugals. Dieses

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Östliches Irmawallaby oder Greys Wallaby

Östliches Irmawallaby: Das schönste, eleganteste und flinkste aller Wallabys

Der britische Naturforscher Frederic Wood Jones, der viele Jahre in Australien verbrachte, nannte Greys Wallaby, auch bekannt als Östliches Irmawallaby, im Jahr 1924 das „wahrscheinlich schönste und eleganteste aller Wallabys“. Besonders auffällig sei die kontrastreiche Gesichtszeichnung, das gebänderte Rückenfell und die insgesamt feine graue Tönung des Fells. Diese Merkmale, so

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Kouprey
Der Kouprey zählt zu den geheimnisvollsten Wildrindern der Welt. Erst 1937 wissenschaftlich beschrieben, war er schon damals äußerst selten. Charakteristisch sind die fransigen Hornspitzen ausgewachsener Bullen und die ausgeprägte Wamme. Heute gilt der Kouprey laut IUCN vermutlich als ausgestorben. (© Illustration aus Coolidge, H. J. (1940). The Indo-Chinese forest ox or kouprey. Memoirs of the Museum of Comparative Zoology, 54(6), via Biodiversity Heritage Library)

Der Kouprey: Ein Zoologisches Mysterium

Der Kouprey gilt als eines der rätselhaftesten Wildrinder der Welt. Erst 1937 von westlichen Wissenschaftlern beschrieben, blieb das scheue Tier aus den tropischen Wäldern des Dreiländerecks Vietnam, Laos und Kambodscha jahrzehntelang kaum erforscht. Viele Zoologen sahen im Kouprey ein Phantom: kaum gesichtet, kaum erforscht, schwer einzuordnen. Zahlreiche Hypothesen kreisten jahrzehntelang

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Schomburgk-Hirsch-Foto

Der Schomburgk-Hirsch – Existiert er vielleicht doch noch?

Das Rätsel um den Schomburgk-Hirsch „Niemand scheint dieses Tier jemals gesehen zu haben; alles, was wir darüber zu wissen glauben, ist die Existenz seiner Geweihe“, notierte Phya Jolamark Bhicharana 1932 über den Schomburgk-Hirsch. Auch der amerikanische Biologe Francis Harper schrieb 1945, dass dieser Hirsch, den kein Europäer jemals lebend in

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Nacktbrustkänguru (Caloprymnus campestris)

Das Nacktbrustkänguru – Gefunden, verloren, gefunden und wieder verloren…

Für die Wangkangurru, ein Aborigines-Volk, war das Nacktbrustkänguru (Ngudlukanta) seit Jahrtausenden bekannt. Doch erst in den 1840er-Jahren wurde die westliche Wissenschaft auf das Beuteltier aus der Familie der Rattenkängurus (Potoroidae) aufmerksam, als der damalige Gouverneur von South Australia, George E. Grey, drei Exemplare an den Naturforscher John Gould nach England

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Canis lupus cristaldii Sizilianischer Wolf

Sizilianischer Wolf

Eine erst kürzlich anerkannte Unterart Wahrscheinlich ist der Sizilianische Wolf schon 1928 ausgestorben, seine Existenz als eigenständige Unterart des Wolfes (Canis lupus) wurde jedoch erst 2018 offiziell bestätigt, als die italienischen Zoologen Francesco Maria Angelici und Lorenzo Rossi die neue Subspezies Canis lupus cristaldii wissenschaftlich beschrieben. Das Artepitheton ehrt den

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Quagga

Quagga

Halb Zebra, halb Pferd Der britische Naturforscher William Burchell gilt häufig als der Entdecker des Tieres, das Reisende als „halb Zebra, halb Pferd“ oder „unfertiges Zebra“ beschrieben – das Quagga. Allerdings war die Art schon zuvor von Forschungsreisenden erwähnt worden. Noch vor Burchells „Entdeckung“ im Jahre 1812 führte der englische

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Schwaneninseln-Ferkelratte (Geocapromys thoracatus)

Schwaneninseln-Ferkelratte

Überleben unter extremen Bedingungen Der amerikanische Zoologe Glover Morrill Allen warnte bereits 1942 in Extinct and Vanishing Mammals of the Western Hemisphere vor den Bedrohungen, die das Überleben der nur auf Little Swan Island vorkommenden Schwaneninseln-Ferkelratte gefährden könnten: „Derzeit scheint die Art innerhalb der engen Grenzen ihrer Inselheimat sicher genug

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