Lord Howe Purpurhuhn
Das Lord-Howe-Purpurhuhn war zwischen 36 und 55 Zentimeter lang und damit etwa so groß wie sein wahrscheinlich nächster lebender Verwandter, das Australasiatische Purpurhuhn (Pukeko). Neben dem Schnabel und dem Stirnschild waren vermutlich auch die Beine des Sumpfhuhns rot. Henrik Grönvold, Public domain, via Wikimedia Commons)

Lord-Howe-Purpurhuhn

Noch vor Besiedlung der Insel ausgerottet

Die Familie der Rallen (Rallidae) zählt zu den Kranichvögeln (Gruiformes). Ihr gehören zwischen 131 und 165 Arten an, die nicht selten auf ozeanischen Inseln endemisch sind und dort ihre Flugfähigkeit eingebüßt haben. Mindestens 22 der Rallenarten sind seit 1500 ausgestorben – unter ihnen der Koau, die Tongatapu-Ralle, die St.-Helena-Ralle, das St.-Helena-Sumpfhuhn, das Réunion-Purpurhuhn und das Lord-Howe-Purpurhuhn oder -Sumpfhuhn.

Vom ausgestorbenen Lord-Howe-Purpurhuhn wissen wir aus schriftlichen Erwähnungen, von mindestens zehn zeitgenössischen Illustrationen, subfossilen Funden auf der Lord-Howe-Insel und von zwei Bälgen, von denen sich der Holotypus heute im Naturhistorischen Museum in Wien befindet; das andere Exemplar ist im World Museum Liverpool.

Lord-Howe-Insel
Die knapp elf Kilometer lange und zwei Kilometer breiter Lord-Howe-Insel befindet sich in der Tasmansee zwischen dem australischen Festland und Neuseeland. (© M.Minderhoud – Modificado y subido por Philmarin, Public domain, via Wikimedia Commons)

Sämtliche Berichte und Bilder des Lord-Howe-Purpurhuhns entstammen einem Zeitraum von nur knapp zwei Jahren zwischen 1788 und 1790, der mit dem Zeitpunkt der Entdeckung der Lord-Howe-Insel und dem darauf lebenden weißen Sumpfhuhn begann. Mit der eigentlichen Besiedlung der Lord-Howe-Insel ab 1834 war das Purpurhuhn bereits vollständig verschwunden.

Bevor die Lord-Howe-Insel dauerhaft besiedelt wurde, nutzten britische Seeleute sowie Wal- und Robbenfänger das Eiland für ihre Vorräte. Sie jagten einheimische Vögel, darunter das Lord-Howe-Sumpfhuhn, und brachten sie in großer Zahl zu ihren Versorgungsschiffen. Dies zeigen auch mehrere zeitgenössische Berichte, in denen es darum geht, wie einfach es war, die Vögel zu erlegen. Ein solcher Bericht stammt vom britisch-irischen Botaniker und Mediziner John White, dem wir auch die Erstbeschreibung des Lord-Howe-Sumpfhuhns von 1790 zu verdanken haben. Im Journal of a Voyage to New South Wales beschrieb White, wie sich das Purpurhuhn fangen ließ:

„Sie [Seeleute] fanden auf ihr [Lord-Howe-Insel] eine große Anzahl einer Vogelart, die in Form und Größe dem Perlhuhn ähnelte, aber anders gefärbt war; sie waren im Großen und Ganzen weiß, mit einer roten, fleischigen Masse, die wie ein Hahnenkamm aus dem Kopf emporsteigt und an ein Stück Siegelwachs erinnert. Es handelte sich weder um Flugvögel noch waren es wilde Vögel; die Seeleute, die sich ihre Freundlichkeit und Unfähigkeit, loszufliegen und ihren Verfolgern zu entkommen, zu nutze machten, schlugen sie leicht mit Stöcken nieder.“

Journal of a Voyage to New South Wales, 1790, J. White

Die meisten Experten, so auch Dieter Luther in Die ausgestorbenen Vögel der Welt (1986), gehen davon aus, dass das Lord-Howe-Purpurhuhn zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch Seeleute ausgerottet wurde, obwohl Berichte bezeugen, dass der Vogel bis dahin häufig auf der Insel anzutreffen war. Diese Annahme stützt auch John Foulis in Statement of Circumstances in Reference to Lord Howe’s Island (1853), der zwischen 1844 und 1847 auf der Lord-Howe-Insel war und die erste Bestandsaufnahme der Insel-Avifauna seit 63 Jahren erstellte – Foulis erwähnte das Purpurhuhn mit keinem Wort.

Als gesichert gilt, beim Aussterben des Lord-Howe-Purpurhuhns war allein die Bejagung der Vögel ausschlaggebend. Die Zerstörung von Lebensraum spielte wahrscheinlich keine Rolle und auch die Einschleppung von Katzen und Ratten auf die Insel erfolgte erst wesentlich später, nämlich 1918.

Lord-Howe-Purpurhuhn – Steckbrief
alternative BezeichnungLord-Howe-Sumpfhuhn
wissenschaftliche NamenPorphyrio albus, Porphyrio porphyrio albus, Porphyrio stanleyi, Notornis alba, Fulica alba, Porphyrio raperi, Notornis stanleyi, Porphyrio stanleyi
englische NamenWhite Swamphen, Lord Howe Swamphen, Lord Howe Island Swamphen, Lord Howe Gallinule, White Gallinule
ursprüngliches VerbreitungsgebietLord-Howe-Insel (Australien)
Zeitpunkt des Aussterbenszwischen 1790 und 1834
Ursachen für das AussterbenBejagung

Taxonomic Muddle beim Lord-Howe-Purpurhuhn

Lord-Howe-Sumpfhuhn im World Museum Liverpool
Ausgestopftes Exemplar des Lord-Howe-Sumpfhuhns im Museum in Liverpool. Es unterscheidet sich vom Museumsexemplar in Wien durch seine blauen Federn. (© Vertebrate Zoology Curator, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Zeitgenössische Illustration des Lord-Howe-Purpurhuhns zeigen weiße, gescheckte und vollständig blaue oder schwarze Vögel, was natürlich unter Wissenschaftlern die Frage aufwarf, ob es sich um verschiedene oder um ein und dieselbe Spezies handelt. Selbst die beiden Museumsexemplare unterschieden sich: Der Vogel in Liverpool ist – anders als der Wiener Vogel – nicht reinweiß, sondern weist einige blaue Federn auf.

Die Unterschiede in der Färbung haben zu einer Fülle verwirrender taxonomischer Literatur geführt, hinzu kam, dass auch Uneinigkeit über die Herkunft des Lord-Howe-Purpurhuhns herrschte. In der Folge wurde sogar der Artstatus des Vogels mehrfach in Frage gestellt.

Vor allem die Unsicherheit über die Herkunft der Vögel führte dazu, dass der englische Amateur-Vogelkundler George Dawson Rowley den Liverpooler Vogel 1875 in Ornithological miscellany sogar als eigene Spezies betrachtete und ihr einen neuen Artnamen verlieh: Porphyrio stanleyi. Als Typuslokalität gab er die „Lord-Howe-Insel oder Neuseeland“ an. Der Vogelkundler August von Pelzeln ordnete basierend auf dem Wiener Exemplar das Lord-Howe-Purpurhuhn der Gattung Notornis zu, hielt aber Norfolk für den Herkunftsort, ebenso auch John Latham 1790, Rowley 1875 und Walter Rothschild 1907. Alle übersahen, dass White die Herkunft des Wiener Vogels bereits 1790 mit der Lord-Howe-Insel sichergestellt hatte.

Endgültig widerlegt wurde die Norfolkinsel als Herkunftsort schließlich 1911 durch den englischen Ornithologen Tom Iredale, der plausible Beweise dafür lieferte, dass keine weißen Purpurhühner auf anderen Inseln als Lord Howe aufgetreten sind. Iredale war sich sicher, dass P. albus nur auf der Lord-Howe-Insel endemisch war und dass historische Aufzeichnungen über das Vorkommen der weißen Vögel auf der Norfolkinsel falsch sind.

Lord Howe swamphen by George Raper
Anhand dieses Bildes des britischen Illustrators George Raper ging der Vogelkundler Gregory Mathews zunächst davon aus, dass eine weitere Purpurhuhn-Spezies existiert. (© George Raper, Public domain, via Wikimedia Commons)

Rowley beschrieb noch eine Reihe oberflächlicher Unterschiede zwischen dem Liverpooler und dem Wiener Purpurhuhn, um seine These, dass es sich um zwei verschiedene Arten handelt, zu stützen. Der Liverpooler Vogel P. stanleyi sei dem eigentlichen Purpurhuhn (P. porphyrio) morphologisch ähnlich, während das Wiener Exemplar mit der Blauralle oder Takahe (P. hochstetteri) verwandt sei. Van Grouw und Hume weisen diesbezüglich darauf hin, dass Rowley das Wiener Exemplar wahrscheinlich nie zu Gesicht bekommen habe.

Rowley will auch herausgefunden haben, dass die Flügel des Liverpooler Sumpfhuhns länger waren, woraus er schloss, dass dieses Purpurhuhn eindeutig flugfähig war. Interessanterweise notierte Rothschild 1907 in Extinct Birds, dass die Flügel beider Museumsexemplare identisch lang sind. Er merkte aber auch an –was die Verwirrung noch steigerte –, dass sich die Flügeldecken beider Vögel in der Länge unterschieden, jedoch beide flugunfähig waren. Rothschild nahm an, dass der Liverpooler Vogel von der Lord-Howe-Insel und der Wiener Vogel von der Norfolkinsel war. Er widersprach damit übrigens dem Ornithologen Henry Ogg Forbes, der die beiden Museumsvögel schon 1901 als eine Spezies identifizierte.

Um noch mehr Verwirrung zu stiften, meldete sich 1928 der Hobby-Ornithologe Gregory Mathews in The Birds of Norfolk & Lord Howe Islands zu Wort. Anhand eines Bildes von George Raper entschied er, dass darauf eine andere Spezies als P. albus zu sehen ist und gab ihr den Namen P. raperi. Erst 1936, als Mathews eine Rekonstruktion des Gemäldes anfertigte und es mit dem Balg in Wien verglich, erkannte er seinen Fehler und synonymisierte P. raperi mit P. albus.

Lord-Howe-Sumpfhuhn: Albino oder Hybrid?

Einige Biologen stellten die Validität der weißen Purpurhühner in Frage und hielten sie schlichtweg für Albinos. So auch der englische Zoologe George Robert Gray, für den es eine Albino-Variation des in Australien und Neuseeland endemischen Pukekos oder Australasiatischen Purpurhuhns (Porphyrio p. melanotus) darstellte. Er gab ihm daraufhin 1844 den Namen Porphyrio melanotus varius alba. Auch der niederländische Zoologe Coenraad Jacob Temminck (1820) und der deutsche Biologe Ernst Mayr (1941) verfolgten die Albino-These.

Mayr vermutete, dass das Lord-Howe-Purpurhuhn nichts weiter als eine „partiell albinistische“ Population des weit verbreiteten Australasiatischen Purpurhuhns, das zeitweise auch auf der Lord-Howe- und der Norfolkinsel anzutreffen ist. Seit den 1990er-Jahren hat die Zahl der Brutvögel dort dramatisch zugenommen. Mayr ging davon aus, dass das Überleben blauer Vögel darauf zurückzuführen sei, dass sie weniger auffällig seien, sodass die weiße Population verschwand.

Der australische Hobby-Ornithologe Keith Alfred Hindwood brachte 1940 eine weitere Theorie ins Spiel: Er ging davon aus, dass die Inselpopulation weiß war und dass gelegentlich blaue Australasiatische Purpurhühner aus Australien kamen und sich mit dem Lord-Howe-Purpurhuhn kreuzten. Dies würde die blauen und teilweise blauen Vögel in den alten Berichten erklären. Nach Hindwood betrachteten auch andere Autoren, etwa Barry Taylor in Rails: A Guide to the Rails, Crakes, Gallinules and Coots of the World (1998), die blau-weiß-gefärbten Vögel als Hybriden von Lord-Howe- und Australasiatischen Purpurhühnern.

Warum gab es weiße, blaue und gescheckte Purpurhühner auf Lord Howe?

Lord-Howe-Purpurhuhn Färbungen
Die um 1790 entstandene Illustration zeigt die drei Stadien der Gefiederfärbung beim Lord-Howe-Purpurhuhn, wie sie auch von John White beschrieben wurden. (© Anonymous, perhaps Thomas Watling, Public domain, via Wikimedia Commons)

Bei einer Neubewertung alter Berichte und Illustrationen brachten schließlich die Ornithologen Hein van Grouw und Julian Pender Hume mit The History and Morphology of Lord Howe Gallinule or Swamphen 2016 Licht ins Dunkel. Sie kamen zu dem Schluss, dass viele der historischen Aufzeichnungen fehlerhafte Herkunftsangaben für die Sumpfhühner enthielten. Die Wissenschaftler sind sich sicher, dass die Purpurhühner aus den Museen in Wien und Liverpool von der Lord-Howe-Insel stammten und dass sie zwischen März und Mai 1788 gesammelt wurden.

Sie sind sich auch sicher, dass es sich beim Lord-Howe-Purpurhuhn um eine valide Art handelt, die sich mit dem Alter verfärbte und weiß wurde. Jungvögel hingegen seien blau gewesen. Das Liverpooler Exemplar zeigt also einen jüngeren Vogel als das Wiener Exemplar, das die letzte Stufe der Reife bereits erreicht hatte. Van Grouw und Hume schließen außerdem aus, dass die weiße Farbanomalie auf Albinismus zurückzuführen ist, denn eine solche Anomalie komme bei Vögeln sehr selten vor; viel eher kämen Leuzismus oder progressives Ergrauen in Frage.

Schon White und später auch andere vermuteten, dass die Jungvögel schwarz waren, später blaugrau wurden und im Erwachsenenalter reinweiße Federn trugen. Whites Annahme, dass Jungvögel normal gefärbt (wie auch andere Purpurhühner) waren und erst als ausgewachsene Vögel weiße Federn beziehungsweise Federn ohne Melanin entwickelten, weise laut van Grouw in What Colour is that Bird? (2013) darauf hin, dass es zu einem fortschreitenden Verlust von Pigmentzellen mit zunehmendem Alter kam. Mit jeder Mauser bekommt der Vogel dabei mehr und mehr weiße Federn, bis schließlich bei manchen Vögeln das gesamte Gefieder weiß wird. Das Jugendgefieder ist immer normal gefärbt.

Porphyrio albus 1790
Auf dem Bild sind zwei Lord-Howe-Purpurhühner dargestellt, eines komplett weiß, das andere noch bunt. Die Illustration zeigt deutlich zwei Stadien der Farbveränderung durch progressives Ergrauen. (© George Raper, Public domain, via Wikimedia Commons)

Progressives Ergrauen sei, so van Grouw, bei Vögeln nicht unüblich und komme häufig bei Rallen, Rabenvögeln, Sperlingen und Drosseln vor. Dabei betrifft die Aberration nur das Melanin, nicht aber die roten und gelben Carotinoid-Pigmente, weshalb der Schnabel und die Beine der Lord-Howe-Purpurhühner ihre Färbung behielten.

Ein Gemälde eines weißen Lord-Howe-Purpurhuhns aus der Sammlung von Thomas Watling trägt folgende handschriftliche Notiz: „Jungvögel waren alle schwarz, wurden blaugrau, dann reinweiß mit der Reife“. Van Grouw und Hume nehmen an, dass es sich hierbei um Beobachtungen des Künstlers an lebenden Vögeln handelt, was darauf hindeutet, dass das weiße Gefieder des Lord-Howe-Purpurhuhns tatsächlich durch fortschreitende Ergrauung entsteht. Zudem gehen die Experten davon aus, dass im Falle des Lord-Howe-Sumpfhuhns die fortschreitende Ergrauung eine erbliche Form war, denn alle erwachsenen Lord-Howe-Purpurhühner wiesen bis zu einem gewissen Grad weiße Federn auf.

Pukeko – Nächster Verwandter des Lord-Howe-Purpurhuhns?

Australasian Swamphen
Einige Experten gehen davon aus, dass das ausgestorbene Lord-Howe-Purpurhuhn dem Pukeko oder Australasiatischen Purpurhuhn (Porphyrio melanotus oder Porphyrio porphyrio melanotus) anatomisch am meisten ähnelt und von diesem abstammt. (© Mike Prince from Bangalore, India, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Im Jahr 2014 analysierten die Biologen Juan C. Garcia-R. und Steve A. Trewick die DNA von Purpurhühnern. Für ihre Studie untersuchten sie auch das Erbgut des Wiener Sumpfhuhn-Exemplars, mit dem Ergebnis, dass das Lord-Howe-Purpurhuhn am nächsten mit dem Philippinischen Purpurhuhn (P. pulverulentus) und dem Schwarzrücken-Purpurhuhn (P. indicus) verwandt ist. Die Autoren der Studie schlagen vor, dass das Lord-Howe-Purpurhuhn während des späten Pleistozäns aus einigen wenigen Philippinischen Sumpfhühnern hervorging und sich dann über andere Inseln verteilte.

Trotz der genetischen Analysen sind van Grouw und Hume in ihrer 2016er-Publikation der Meinung, dass das Lord-Howe-Sumpfhuhn dem Australasiatischen Sumpfhuhn anatomisch ähnlicher ist als dem Philippinischem Sumpfhuhn. Sie vermuten, dass weitere Studien mit vollständiger früherer DNA zu einem anderen Ergebnis kommen könnten. Aufgrund anatomischer Ähnlichkeiten, der geografischen Nähe und der Wiederbesiedlung von Lord Howe und Norfolk durch Australasiatische Purpurhühner halten es van Grouw und Hume für wahrscheinlich, dass das Lord-Howe-Sumpfhuhn vom Pukeko abstammte und nun eine eigene valide Art darstellt. Weiterhin sind sich die beiden Autoren sicher, dass die Lord-Howe-Vögel nicht mit Pukekos hybridisierten.

In ihrer Untersuchung weisen van Grouw und Hume auch auf ein herausstechendes anatomisches Merkmal hin, dass ein Hinweis auf die nahe Verwandtschaft zwischen dem Pukeko und Lord-Howe-Sumpfhuhn gerben kann: Der größte Unterschied zwischen dem Lord-Howe-Purpurhuhn und anderen Purpurhühnern – abgesehen vom Pukeko – ist der kurze Mittelzeh, der beim Liverpooler Vogel besonders kurz ist. Bei allen anderen Porphyrio porphyrio-Unterarten besitzt der mittlere Zeh dieselbe Länge oder ist sogar länger als der Tarsus, nur beim Pukeko und beim Lord-Howe-Purpurhuhn ist der Mittelzeh kürzer als der Tarsus.

Über die Lebensweise und das Verhalten von Lord-Howe-Sumpfhühnern sind keine verlässlichen Informationen überliefert. Laut IUCN könnte es in Wäldern oder Sumpfgebieten gelebt haben. Die Tatsache, dass sich die Vögel leicht mit Stöcken töten ließen, ist sicherlich auf ihre schlechten Flugfähigkeiten zurückzuführen, was sie für die Menschen zu einer leichten Beute machte. Da es auf der Lord-Howe-Insel vor der Ankunft der Seeleute für die Sumpfhühner keine natürlichen Feinde gab, dürften die Vögel aufgrund von Inselzahmheit neugierig und nicht sonderlich scheu gewesen sein.

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