Leimrute

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Eine Leimrute dient dem Vogelfang. Dabei werden meistens Äste mit sogenanntem Vogelleim eingestrichen, einer zähen und klebrigen Masse, die früher aus reifen Beeren, Birnen- oder Pflaumensaft und Honig hergestellt wurde. Heute gibt es auch synthetischen Vogelleim. Setzt sich ein Vogel auf eine Leimrute, bleibt er daran kleben und stirbt qualvoll, wenn er nicht rechtzeitig „gerettet“ wird. In Italien, Südfrankreich, Spanien und Zypern galt die Leimjagd lange Zeit als traditionelle, schützenswerte Fangmethode. Im März 2021 urteilte der Europäische Gerichtshof, dass die Leimjagd Vögeln „unwiederbringlichen“ Schaden zufüge und dass Tradition alleine nicht ausreiche, verbotene Fangmethoden zu erlauben.

Über die Autorin: Doreen Fräßdorf

Doreen Fräßdorf ist Autorin und Betreiberin von artensterben.de. Sie recherchiert und schreibt über ausgestorbene und vom Aussterben bedrohte Arten in der Neuzeit – mit Schwerpunkt auf Roten Listen, wissenschaftlichen Studien, historischen Quellen und aktuellen Schutzbemühungen. Ziel ist eine verständliche, faktenbasierte Einordnung komplexer Entwicklungen rund um Biodiversitätsverlust und Artenschutz.
Sie ist außerdem Autorin eines Sachbuchs über ausgestorbene Säugetiere der Neuzeit.

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