Dactylonax kambuayai – eine von zwei Beuteltierarten, die wiederentdeckt wurden

Neuguinea: Zwei seit 6.000 Jahren verschollene Beuteltiere wiederentdeckt

Im März 2026 veröffentlichte ein australisches Forscherteam um den Zoologen Tim Flannery zwei Studien mit überraschenden Ergebnissen: Auf der abgelegenen Vogelkop-Halbinsel im Nordwesten Neuguineas wurden zwei Beuteltierarten lebend nachgewiesen, die bislang nur aus etwa 6.000 bis 7.500 Jahre alten Fossilien bekannt waren. Solche Wiederentdeckungen werden oft als Lazarus-Arten bezeichnet –

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Motte Drepanogynis insciata (Axiodes insciata) nach über 140 Jahren wiederentdeckt

Südafrika: Ausgestorben geglaubter Nachtfalter nach 147 Jahren wiederentdeckt

Bis vor wenigen Jahren war die Spannereule Drepanogynis insciata, die lange Zeit unter dem Namen Axiodes insciata geführt wurde, nur noch eine Randnotiz der Entomologie. Von dem auffallend schönen, smaragdgrünen Nachtfalter existierten fast 150 Jahre lang lediglich zwei historische Museumsexemplare aus der Umgebung der südafrikanischen Stadt Swellendam sowie alte Illustrationen.

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Wiederentdeckung der Rostlerche (Calendulauda rufa)
Das Bild zeigt die Anfang Februar 2026 wiederentdeckte Rostlerche – eine der ersten Aufnahmen der Art überhaupt. (© Pierre Defos du Rau, Idriss Dapsia, Julien Birard)

Wiederentdeckung in Afrika: Rostlerche seit 94 Jahren erstmals dokumentiert

Afrika: Eine bislang kaum erforschte Vogelart, die seit fast einem Jahrhundert als verschollen galt, ist nun wiederentdeckt worden. Anfang Februar 2026 gelang es erstmals seit Jahrzehnten, die Rostlerche (Calendulauda rufa) im Tschad wieder lebend nachzuweisen. Die Rostlerche lebt in den trockenen Savannen und Halbwüsten der Sahelzone und kommt vor allem

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Prostalia granulata - Wiederentdeckung nach 45 Jahren
Prostalia granulata – männliches Tier, fotografiert bei Beacon Hill im Umtamvuna Nature Reserve. Charakteristisch sind die zahlreichen winzigen Erhebungen („Granula“) auf der Körperoberfläche. (© Adrian Armstrong, Ezemvelo KZN Wildlife)

Südafrika: Nach 45 Jahren wiederentdeckt – eine fast vergessene Heuschreckenart lebt noch

Mehr als vier Jahrzehnte lang galt Prostalia granulata, auch als (Granulate) Bladder Grasshopper bekannt, als verschollen. Zuletzt war die seltene Heuschreckenart im Jahr 1980 wissenschaftlich dokumentiert worden. Seitdem fehlten jegliche gesicherten Nachweise – ein Umstand, der ernsthafte Zweifel an ihrem Fortbestand aufkommen ließ. Anfang Dezember 2025 dann die Überraschung: In

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Wiederentdeckungen 2025: Verschollene und ausgestorben geglaubte Tierarten

Wiederentdeckungen 2025: Diese Tierarten galten als verschollen oder ausgestorben

Arten verschwinden nicht einfach, nur weil man sie lange nicht sieht. Und sie sind ebenso wenig gerettet, nur weil sie plötzlich wieder auftauchen. Wiederentdeckungen markieren einen schmalen Grat zwischen Hoffnung und Unsicherheit: Sie zeigen, dass Leben überdauern kann – oft jedoch nur knapp. Auch im Jahr 2025 wurden zahlreiche Tierarten

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Blauschwanz-Sandveld-Eidechse (Nucras caesicaudata) - Wiederentdeckung 2025

Nach 53 Jahren wieder aufgetaucht: Die Blauschwanz-Sandveld-Eidechse lebt

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hatte sich die Blauschwanz-Sandveld-Eidechse (Nucras caesicaudata) der wissenschaftlichen Beobachtung entzogen. Seit ihrer Erstbeschreibung Anfang der 1970er-Jahre existierte sie nur noch in Museumssammlungen und alten Fundlisten – lebende Tiere schienen verschwunden. Nun ist klar: Die Art ist nicht ausgestorben. Sie hat überdauert, unentdeckt und fernab

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Wiederentdeckung von Sonnerats Spitzmaus (Diplomesodon sonnerati)?

200 Jahre verschollen: Ist Sonnerats Spitzmaus wirklich zurück?

Pierre Sonnerat, französischer Entdecker, Naturforscher und Chronist des kolonialzeitlichen Indiens, verbrachte viele Jahre auf dem Subkontinent. Auf seinen Reisen sammelte er sorgfältig Beobachtungen über Tiere, Pflanzen und die Lebensweise der Menschen – Material, das er für ein drittes großes Werk zusammenstellte. Doch Sonnerat erlebte dessen Veröffentlichung nicht mehr: Er starb

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Wiederentdeckung: Killifisch Moema claudiae

„Verlorene Schönheit“: Ausgestorben geglaubter Killifisch nach 20 Jahren wiederentdeckt

Als Forscher im Frühjahr 2024 einen unscheinbaren, flachen Tümpel am Rand eines abgelegenen Waldrestes in Bolivien untersuchten, ahnten sie nicht, genau dort – unter Blättern, grauem Schlamm und umgeben von ausgedehnten Agrarflächen – eine Art zu finden, die viele bereits für ausgestorben hielten: Moema claudiae, ein saisonaler Killifisch, der seit

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Turkestan-Langohr (© Christian Dietz)

Seit 55 Jahren verschollene Wüstenfledermaus wiederentdeckt

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang galt sie als verschollen – nun ist sie wieder aufgetaucht: Ein internationales Forschungsteam aus Deutschland, Turkmenistan und Usbekistan unter Leitung des Museums für Naturkunde Berlin hat in der Karakum-Wüste erstmals seit 55 Jahren wieder ein Turkestan-Langohr (Plecotus turkmenicus) nachgewiesen. Die Wüstenfledermaus war bisher nur

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Hochland-Riesenratte (Mallomys istapantap) - Kamerafallenfoto von František Vejmělka 2024
Die Hochland-Riesenbaumratte (Mallomys istapantap) wurde durch den Nagetierexperten František Vejmělka erstmals lebend in freier Wildbahn dokumentiert. Das Kamerafallenfoto entstand im Oktober 2019 kurz nach Sonnenuntergang am Mount Wilhelm in Neuguinea. (© František Vejmělka / Mammalia (2025). Mit freundlicher Genehmigung des Autors.)

Erstmals lebend dokumentiert: Die Hochland-Riesenbaumratte von Papua-Neuguinea

Versteckt in den kalten Nebelwäldern Neuguineas lebt ein Nagetier, das fast niemand je zu Gesicht bekam – so groß wie eine Hauskatze, rund zwei Kilogramm schwer und mit dichtem Wollfell: die Hochland-Riesenbaumratte (Mallomys istapantap). Mehr als drei Jahrzehnte lang gab es keine neuen Nachweise der Art – bis der tschechische

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