Elbeästuar / Elbmündung

Wenn das Meer den Fluss verdrängt: Bis zu 90 % weniger Fische in der Elbmündung

Wo sich Süßwasser und Meer begegnen, lag einst eine der artenreichsten Zonen Norddeutschlands – heute ist dieser Übergangsraum fast leergefegt. In der Elbmündung, wo der Fluss in die Nordsee übergeht, ist das Leben aus dem Gleichgewicht geraten. Eine neue Langzeitstudie zeigt, wie massiv die Fischfauna dort innerhalb weniger Jahrzehnte zusammengebrochen

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Alte Arten: die Lederschildkröte

Mehr Zeit, mehr Raum: Wie Alter die Verbreitung von Arten prägt

Alte Arten = größeres Areal (meistens): Eine neue Auswertung von 26.345 Linien aus sieben großen Tier- und Pflanzengruppen zeigt ein deutliches Muster: Ältere Arten sind im Durchschnitt weiter verbreitet – Ausnahme: Meeressäuger. Aus früheren Studien wissen wir, Reproduktionsrate, Lebensraumgröße und Anpassungsfähigkeit prägen die Überlebensfähigkeit von Arten. Nun kommt ein weiterer

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Grünhäher + Blauhäher = Grue Jay
Grünhäher + Blauhäher = ? Aus der unerwarteten Begegnung zweier Arten, die seit Millionen Jahren getrennt waren, entstand in Texas erstmals ein Hybrid: der „Grue Jay“.

Grue Jay: Wie der Klimawandel eine neue Vogelart hervorbrachte

Grue Jay – so lautet der Name eines Vogelhybriden, der in Texas entdeckt wurde und direkt auf die Folgen des Klimawandels verweist. Alles begann Ende Mai 2023 mit einem unscheinbaren Foto: Eine Hobby-Beobachterin hielt in ihrem Garten nordöstlich von San Antonio einen Vogel fest, der auf den ersten Blick in

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Weißhals-Dickkopf-Unterart von den Tanimbarinseln

Wiederentdeckt nach über 120 Jahren: Unterart des Weißhals-Dickkopfs existiert noch

Mehr als ein Jahrhundert lang galt sie als verschollen – nun ist sie wieder aufgetaucht: Im Juli 2025 entdeckte der Vogelbeobachter Noah Saleme im entlegenen Tayandu-Archipel in den Molukken (Indonesien) mehrere Exemplare einer Unterart des Weißhals-Dickkopfs (Pachycephala arctitorquis tianduana). Damit gelang der erste gesicherte Nachweis seit ihrer ursprünglichen Beschreibung durch

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Makaronesien

Makaronesien: Über 220 einzigartige Arten bereits ausgestorben

Zu den Makaronesischen Inseln oder Makaronesien zählen fünf Inselgruppen vulkanischen Ursprungs im Atlantik: die Azoren, Madeira mit den unbewohnten Selvagens, die Kanarischen Inseln und die Kapverden. Politisch gehören die Azoren und Madeira zu Portugal, die Kanaren zu Spanien, während die Kapverden ein unabhängiger afrikanischer Staat sind. Geographisch liegen alle Archipele

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Bettongia haoucharae sp. nov. – Neu entdeckt und schon ausgestorben

Bürstenkängurus: Neue Arten für Australien – leider (teils) schon ausgestorben

Australien ist bekannt für seine einzigartige Tierwelt, doch viele Arten sind verschwunden, bevor sie überhaupt wissenschaftlich beschrieben werden konnten. Ein aktuelles Beispiel liefert eine im Fachjournal Zootaxa veröffentlichte Studie von Forschenden der Curtin University, des Western Australian Museum und der Murdoch University: Sie beschreibt eine bislang unbekannte, aber bereits ausgestorbene

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Beutelwölfe (1911) – Eine neue Studie deckt frühe Genverluste auf

Beutelwolf: Früh verlorene Gene schwächten die Art – lange vor Mensch & Dingo

Frühe Genverluste könnten den Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) bereits lange vor der Ankunft von Menschen und Dingos in Australien geschwächt und sein Aussterben begünstigt haben. Eine neue Studie im Fachjournal Proceedings of the Royal Society B zeigt: Vor 1 bis 13 Millionen Jahren gingen beim Tasmanischen Tiger vier wichtige Gene verloren:

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Sechstes Massenaussterben: Findest es bereits statt? (Schwarz-weiße Collage ausgestorbener Tierarten der letzten 500 Jahre, als Symbol für das Artensterben.)
Auswahl global ausgestorbener Arten seit etwa 1500: Stellers Seekuh, Riesenalk, Wandertaube, Beutelwolf, Rocky-Mountain-Heuschrecke, Sloans Uraniafalter, Wolterstorff-Molch und Réunion-Riesenschildkröte.

Biodiversitätskrise 2025: Sind wir wirklich im sechsten Massenaussterben?

Seit Jahren heißt es immer wieder, ein „sechstes Massenaussterben“ sei im Gange. Das klingt äußerst besorgniserregend – und die Biodiversitätskrise ist es auch. Ein aktuelles Paper in Trends in Ecology & Evolution mahnt jedoch: Der Begriff „Massenaussterben“ sei für die Gegenwart wissenschaftlich nicht sauber belegt. Was heißt das für Forschung,

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Rēkohu shelduck (Tadorna rekohu) - Rēkohu-Gans
Die neu beschriebene Rēkohu-Gans (Tadorna rekohu) trägt ihren Namen nach der Moriori-Bezeichnung für die Chatham-Inseln. Der Name wurde vom Hokotehi Moriori Trust, den Vertretern des indigenen Volkes von Rēkohu, verliehen. Das Bild zeigt eine künstlerische Rekonstruktion der weiblichen Rēkohu-Gans mit dunklerem Gefieder, wie es bei isolierten Inselvögeln üblich ist. (© Sasha Votyakova/Te Papa CC BY 4.0)

Rēkohu-Gans: 2025 beschrieben, 1550 ausgestorben

Vögel auf Inseln entwickeln oft einzigartige Eigenschaften, die ihre nächsten Verwandten auf dem Festland nicht besitzen. Solch ein isoliertes Leben führt zu raschen Anpassungen und macht deutlich, wie stark die Umgebung die körperliche Gestalt eines Tieres prägen kann. Das können Merkmale sein, die auf den ersten Blick kaum sichtbar sind,

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Der Kākāpō und seine Parasiten

Kākāpō: Was der Verlust seiner Parasiten für den Artenschutz bedeutet

Parasiten genießen meist keinen guten Ruf. Sie gelten als lästig oder gar gefährlich und viele ekeln sich vor ihnen. Doch sie kommen bei den meisten Tierarten vor – und ihr Aussterben geht oft Hand in Hand mit dem Rückgang ihrer Wirte. Ökologisch betrachtet erfüllen viele Parasiten wichtige Funktionen: Sie können

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