Wiederentdeckung von Anolis laevis in der Region San Martín in Peru

Peru: Echse mit Nasenfortsatz nach über 150 Jahren wiederentdeckt – Anolis laevis

Im Jahr 1876 beschrieb der amerikanische Naturforscher Edward Drinker Cope eine kleine Echse aus den Bergwäldern im Nordosten Perus. Auffällig war vor allem ein ungewöhnlicher Fortsatz an der Schnauzenspitze – ein Merkmal, das sie von den meisten anderen Arten unterschied. Cope beschrieb die Art ursprünglich unter einem anderen Gattungsnamen; heute

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Saiga-Antilope (Saiga tatarica)

Wandernde Tierarten unter Druck: Fast jede zweite Art nimmt weltweit ab

Wandernde Tierarten gehören zu den faszinierendsten Erscheinungen der Natur. Jedes Jahr legen Vögel, Fische und Säugetiere oft tausende Kilometer zurück – zwischen Brutgebieten, Nahrungsräumen und Überwinterungsquartieren. Doch genau diese Mobilität macht sie besonders verletzlich: Sie sind entlang ihrer gesamten Wanderroute auf intakte Lebensräume angewiesen. Der UN-Bericht State of the World’s

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Hinter dem Peitschenrochen (Hemitrygon akajei) verbergen sich mehrere kryptische Arten - sogenannte Kryptospezies.

Unsichtbare Biodiversität: Wenn eine Art in Wirklichkeit mehrere ist

Der Chinesische Riesensalamander galt lange als eine einzige Art. Das bis zu fast zwei Meter lange Tier gehört zu den größten Amphibien der Erde und wurde unter dem Namen Andrias davidianus in ganz China als dieselbe Spezies betrachtet. Doch genetische Untersuchungen brachten 2018 eine Überraschung ans Licht: Hinter dem scheinbar

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Flusspferd als eingeschleppte Süßwasser-Megafauna

Eingeführte Süßwasser-Megafauna: Nutzen und Risiken großer Tiere in Flüssen und Seen

Flüsse und Seen beherbergen einige der größten Tiere der Binnengewässer – von riesigen Welsen, Stören, Lachsen und Karpfen über Schildkröten bis hin zu Krokodilen. Viele dieser Arten wurden jedoch vom Menschen bewusst in neue Regionen eingeführt. Eine neue globale Studie im Fachjournal One Earth untersucht erstmals systematisch, welche Folgen solche

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Dactylonax kambuayai – eine von zwei Beuteltierarten, die wiederentdeckt wurden

Neuguinea: Zwei seit 6.000 Jahren verschollene Beuteltiere wiederentdeckt

Im März 2026 veröffentlichte ein australisches Forscherteam um den Zoologen Tim Flannery zwei Studien mit überraschenden Ergebnissen: Auf der abgelegenen Vogelkop-Halbinsel im Nordwesten Neuguineas wurden zwei Beuteltierarten lebend nachgewiesen, die bislang nur aus etwa 6.000 bis 7.500 Jahre alten Fossilien bekannt waren. Solche Wiederentdeckungen werden oft als Lazarus-Arten bezeichnet –

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EIner der Vögel Nordamerikas, dessen Bestandsrückgang sich beschleunigt: der Rotflügelstärling (Agelaius phoeniceus)

Vogelbestände in Nordamerika: Rückgang beschleunigt sich – fast jede zweite Art betroffen

Die Vogelbestände in Nordamerika gehen seit Jahrzehnten zurück. Doch eine neue Studie zeigt nun, dass nicht nur die Zahl der Vögel sinkt, auch die Geschwindigkeit dieses Rückgangs nimmt zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Fachjournal Science veröffentlichte Untersuchung von Forschenden der Ohio State University und der Czech University of

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Singvögel im Museum
Museale Vogelpräparate als wissenschaftliche Referenzobjekte – und als Spiegel historischer Sammlungspraxis. (© Doreen Fräßdorf, Naturkundemuseum Berlin, 2025)

Die unsichtbare Hälfte der Biodiversität – Wie männlich geprägte Sammlungen Forschung und Artenschutz verzerren

Wir werden vermutlich niemals erfahren, wie die Weibchen des Schomburgk-Hirsches (Rucervus schomburgki) aussahen. In historischen Zeichnungen, Reiseberichten und Museumssammlungen finden sich ausschließlich Überreste der Männchen – mit ihren einzigartigen, vielfach verzweigten Geweihen. Weibchen trugen vermutlich keine, und offenbar galten sie den Sammlern des 19. Jahrhunderts als zu unscheinbar, um bewahrt

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Qutang-Schlucht am Jangtse (Changjiang) in der Drei-Schluchten-Region in China

Hoffnung für den Jangtse: Studie zeigt, wie ein Fangverbot den Fluss wiederbelebt

Der Jangtsekiang (kurz Jangtse) ist mit über 6.300 Kilometern Asiens längster Fluss und der drittlängste Strom der Erde. Über Jahrtausende hinweg gehörte er zu den artenreichsten Süßwasserökosystemen der Welt. Er versorgte Menschen, Tiere und ganze Kulturen mit Wasser, Nahrung und Lebensraum – und bildete das ökologische Rückgrat weiter Teile Chinas.

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Motte Drepanogynis insciata (Axiodes insciata) nach über 140 Jahren wiederentdeckt

Südafrika: Ausgestorben geglaubter Nachtfalter nach 147 Jahren wiederentdeckt

Bis vor wenigen Jahren war die Spannereule Drepanogynis insciata, die lange Zeit unter dem Namen Axiodes insciata geführt wurde, nur noch eine Randnotiz der Entomologie. Von dem auffallend schönen, smaragdgrünen Nachtfalter existierten fast 150 Jahre lang lediglich zwei historische Museumsexemplare aus der Umgebung der südafrikanischen Stadt Swellendam sowie alte Illustrationen.

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Bedroht durch invasive Arten: Partula radiolata

Invasive Arten & Aussterben: Welche Rolle spielen fremde Tiere und Pflanzen?

Ob Ratten auf tropischen Inseln, eingeschleppte Schnecken im Pazifik oder verwilderte Katzen in entlegenen Vogelkolonien – invasive gebietsfremde Arten können ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht bringen und Tier- und Pflanzenarten an den Rand des Aussterbens treiben. Der Weltbiodiversitätsrat IPBES berichtete 2023, dass bei rund 60 % aller dokumentierten Ausrottungen invasive

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