Mehr Pflanzenarten sind nicht automatisch gut
Mehr Grün bedeutet nicht zugleich mehr intakte Natur: Viele Pflanzengemeinschaften Europas verändern sich zugunsten robuster Generalisten. Bild: Doreen Fräßdorf

Biodiversität: Wenn mehr Pflanzenarten kein gutes Zeichen sind

Auf den ersten Blick klingt es wie eine gute Nachricht: In vielen europäischen Lebensräumen gibt es lokal heute mehr Pflanzenarten als früher. Eine internationale Studie unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat dafür 57.390 Vegetations-Zeitreihen aus ganz Europa ausgewertet. Insgesamt flossen 199.282 einzelne Vegetationsaufnahmen ein; einige Zeitreihen reichen über mehr als

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Moorfrosch (Rana arvalis) - Moore als Lebensraum

Mehr als Kohlenstoffspeicher: Moore als Lebensräume bedrohter Arten

Moore gelten seit jeher als geheimnisvolle, schwer zugängliche Landschaften. In Geschichten und Filmen erscheinen sie oft als gefährliche Orte mit schwankendem Boden, dunklem Wasser und Nebel – Orte, an denen man versinken oder spurlos verschwinden könnte. Ökologisch sind sie jedoch weit mehr als diese alte Vorstellung: Sie zählen zu den

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Plant Blindness: Zwergkrug (Cephalotus follicularis)

Plant Blindness: Warum das Pflanzensterben oft unbeachtet bleibt

Viele Menschen nehmen Pflanzen kaum bewusst wahr. Auf einer Theaterbühne wären sie gewissermaßen die Hintergrundkulisse, während Tiere als eigentliche Akteure im Vordergrund stehen. Pflanzen erscheinen oft nur als „grüne Masse“, nicht als eigenständige Lebewesen mit individuellen Arten, komplexen Anpassungen und einer eigenen Evolutionsgeschichte. Dieses Phänomen wird als Plant Blindness oder

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Folgen des Klimawandels: Brände

Klimawandel-Studie: Wie Extremereignisse zunehmen und Tiere künftig mehrfach betroffen sind

Während einer extremen Hitzewelle in Australien starben innerhalb weniger Tage über 72.000 Flughunde. Die verheerenden Brände im Pantanal 2019/20 töteten schätzungsweise 17 Millionen Wirbeltiere. Solche Ereignisse sind keine Einzelfälle mehr. Eine neue Studie, veröffentlicht in Nature Ecology & Evolution und geleitet vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), zeigt: Klimatische Extremereignisse werden

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IUCN-Update: Antarktis-Bewohner leiden unter Klimawandel: Kaiserpinguin, Antarktischer Seebär, Südlicher See-Elefant

IUCN warnt: Klimawandel bedroht Kaiserpinguine, Seebären und See-Elefanten im Südpolarmeer

Die Antarktis und die angrenzenden subantarktischen Regionen sind längst keine stabilen Ökosysteme mehr. Der Klimawandel lässt Meereis schwinden, Ozeantemperaturen steigen und Nahrungsnetze ins Wanken geraten – mit direkten Folgen für die Tierwelt des Südpolarmeers. Neue Einschätzungen der IUCN machen deutlich, dass selbst an extreme Bedingungen angepasste Arten wie Pinguine und

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Windkraft – Eine Gefahr für Vögel, Fledermäuse und Insekten?
Ein Vogel in Agrarlandschaft vor Windenergieanlagen: Lokale Risiken stehen globalen Klima- und Biodiversitätseffekten gegenüber. ( © Canva Pro)

Zwischen Artenschutz und Klimaschutz: Schadet Windkraft den Vögeln, Fledermäusen und Insekten?

Windenergieanlagen sind ein zentraler Baustein der Energiewende. Sie erzeugen Strom ohne die Verbrennung fossiler Rohstoffe und tragen damit zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Eindämmung des Klimawandels bei. Im Betrieb verursachen sie weder CO₂-Emissionen noch Luftschadstoffe, benötigen kaum Wasser und zählen heute zu den kostengünstigsten Formen der Stromerzeugung. Vor dem

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Bestandssituation 2025 Vögel in Deutschland: Bienenfresser (Merops apiaster)

Deutschlands Vogelwelt im Wandel: Die Bestandssituation 2025

Die Vogelwelt Deutschlands ist in Bewegung. Während wärmeliebende Arten wie Bienenfresser, Wiedehopf oder Purpurreiher dank milderer Winter nach Norden vordringen, verschwinden typische Arten der Agrarlandschaft in rasantem Tempo – allen voran Kiebitz, Rebhuhn, Braunkehlchen und Uferschnepfe. Gleichzeitig gelten inzwischen 20 Brutvogelarten als hierzulande ausgestorben. Der neue Bericht Vögel in Deutschland

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Riesen-Seidenkuckuck: nun gefährdet laut IUCN-Update 2025

Die aktualisierte IUCN Rote Liste 2025: Mehr Verlierer als Gewinner im globalen Artenschutz

Am 10. Oktober 2025 veröffentlichte die Internationale Union zur Bewahrung der Natur (IUCN) die aktualisierte Rote Liste gefährdeter Arten. Das neue Update zieht eine ernüchternde Bilanz: Zwar gibt es einige hoffnungsvolle Erfolge im Artenschutz, doch die Zahl der Verlierer überwiegt deutlich. Immer mehr Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische rutschen

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Grünhäher + Blauhäher = Grue Jay
Grünhäher + Blauhäher = ? Aus der unerwarteten Begegnung zweier Arten, die seit Millionen Jahren getrennt waren, entstand in Texas erstmals ein Hybrid: der „Grue Jay“.

Grue Jay: Wie der Klimawandel eine neue Vogelart hervorbrachte

Grue Jay – so lautet der Name eines Vogelhybriden, der in Texas entdeckt wurde und direkt auf die Folgen des Klimawandels verweist. Alles begann Ende Mai 2023 mit einem unscheinbaren Foto: Eine Hobby-Beobachterin hielt in ihrem Garten nordöstlich von San Antonio einen Vogel fest, der auf den ersten Blick in

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Halsbandarassari (Tukan)

Wenn Fruchtfresser verschwinden: Warum vor allem große Vögel für den Wald unverzichtbar sind

Ohne sie würden viele Pflanzen nicht dort wachsen, wo wir sie heute finden: Fruchtfressende Vögel spielen eine zentrale Rolle für die Regeneration und Dynamik natürlicher Ökosysteme – nicht nur in tropischen Regenwäldern, sondern auch in Savannen, Bergwäldern, auf Inseln und selbst in mitteleuropäischen Landschaften. Sie verschlucken Früchte mitsamt Samen und

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