Stieglitz auf Löwenzahn

Natur vor der Haustür: Warum wir viele Arten kaum noch kennen

Löwenzahn, Gänseblümchen, Brennnessel oder Spatz – diese Arten können viele Menschen noch benennen. Doch wie sieht es mit den Pflanzen und Vögeln aus, die typisch für Wiesen, Weiden, Feldränder und Äcker sind? Eine neue Studie des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) über Artenkenntnis zeigt: Viele charakteristische Arten der Agrarlandschaft sind den

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Rotbindiger Samtfalter (Arethusana arethusa)

Europas Schmetterlinge: Was Rote Listen über ihren Rückgang zeigen

Viele Menschen berichten inzwischen Ähnliches: Wo vor einigen Jahren im Sommer noch zahlreiche Schmetterlinge über Wiesen, Gärten, Wegränder oder Böschungen flogen, sind heute oft nur noch wenige – oder gar keine – zu sehen. Solche Beobachtungen sind zunächst persönlich und lokal; sie hängen vom Wetter, vom Blühangebot, vom Zeitpunkt der

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Zwerg-Rohrkolben (Typha minima)

Ausgestorben oder verschollen: Pflanzen, die es in Deutschland nicht mehr gibt

Die aktuell gültige bundesweite Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands von 2018 zeigt, wie stark sich die Pflanzenwelt hierzulande bereits verändert hat: Mehr als ein Viertel der bewerteten Arten und Unterarten ist bestandsgefährdet. 65 Taxa gelten in Deutschland sogar als ausgestorben oder verschollen – das entspricht 1,8 % der

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Moorfrosch (Rana arvalis) - Moore als Lebensraum

Mehr als Kohlenstoffspeicher: Moore als Lebensräume bedrohter Arten

Moore gelten seit jeher als geheimnisvolle, schwer zugängliche Landschaften. In Geschichten und Filmen erscheinen sie oft als gefährliche Orte mit schwankendem Boden, dunklem Wasser und Nebel – Orte, an denen man versinken oder spurlos verschwinden könnte. Ökologisch sind sie jedoch weit mehr als diese alte Vorstellung: Sie zählen zu den

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Meeres-Hundertfüßer (Strigamia maritima)

Rote Liste 2026: Deutschlands Hundertfüßer und Doppelfüßer geraten unter Druck

Unter unseren Füßen lebt eine kaum beachtete Tierwelt. Zwischen Laub, Totholz, Wurzeln, Steinen und Bodenspalten bewegen sich Hundertfüßer und Doppelfüßer durch ihre Lebensräume. Dabei übernehmen sie wichtige Aufgaben: Hundertfüßer jagen kleine Bodentiere, Doppelfüßer zersetzen abgestorbenes Pflanzenmaterial und tragen so zur Bildung fruchtbarer Böden bei. Die neue Rote Liste der Hundertfüßer

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Bodensee-Kilch (Coregonus gutturosus) und ein Tiefseesaibling (Salvelinus profundus)

Bodensee-Kilch: Ein Beispiel für Artenverlust in alpinen Seen

Art oder nur Form? Der Bodensee-Kilch gehört zur Gattung Coregonus – einer Gruppe von Lachsfischen, die in kühlen, sauerstoffreichen Gewässern auf der Nordhalbkugel vorkommen. In Europa sind sie als Felchen, Maränen, Reinanken oder Renken bekannt. Kaum eine andere Fischgruppe gilt als taxonomisch so schwierig: Viele Formen sind erst seit der

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Rote Liste der Brutvögel in Rheinland-Pfalz 2025: Schleiereule

Rote Liste der Brutvögel in Rheinland-Pfalz: 55 % der Arten in Gefahr

Vögel prägen unsere Landschaften, begleiten unseren Alltag und sind zugleich sensible Seismografen für den Zustand der Natur. Wenn ihre Bestände schrumpfen, ist das fast immer ein Warnsignal für tiefgreifende ökologische Probleme. Die neue Rote Liste der Brutvögel in Rheinland-Pfalz zeigt nun deutlich: Der Verlust der Artenvielfalt schreitet weiter voran und

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Tobias-Köcherfliege – Museumsexemplar aus der Entomologischen Sammlung der ETH Zürich

Tobias-Köcherfliege: Deutschlands einzige endemisch ausgestorbene Art

Unauffällige, hochspezialisierte Insekten Köcherfliegen gehören zu jenen Insekten, die kaum jemand wahrnimmt. Sie sind unscheinbar, leise und drängen sich dem Menschen nicht auf. Der österreichische Entomologe Hans Malicky beschrieb sie 2002 treffend als Tiere, die „weder Schaden noch besonderen Nutzen bringen“, die „nicht stechen und nicht beißen“ und sich „nur

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Windkraft – Eine Gefahr für Vögel, Fledermäuse und Insekten?
Ein Vogel in Agrarlandschaft vor Windenergieanlagen: Lokale Risiken stehen globalen Klima- und Biodiversitätseffekten gegenüber. ( © Canva Pro)

Zwischen Artenschutz und Klimaschutz: Schadet Windkraft den Vögeln, Fledermäusen und Insekten?

Windenergieanlagen sind ein zentraler Baustein der Energiewende. Sie erzeugen Strom ohne die Verbrennung fossiler Rohstoffe und tragen damit zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Eindämmung des Klimawandels bei. Im Betrieb verursachen sie weder CO₂-Emissionen noch Luftschadstoffe, benötigen kaum Wasser und zählen heute zu den kostengünstigsten Formen der Stromerzeugung. Vor dem

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Insektenbiomasse-Rückgang
Artenreiche Wiesen verschwinden zunehmend aus der Landschaft. Mit dem Verlust von Insektenarten schrumpft nicht nur die Vielfalt, sondern auch die Biomasse – mit Folgen für ganze Ökosysteme.

Neue Studie zeigt: Biomasserückgang bei Insekten wird vor allem durch Artenverlust erklärt

Seit Jahren ist vom Insektensterben die Rede. Menschen berichten von stillen Sommernächten, leeren Windschutzscheiben und Wiesen, in denen es kaum noch summt. Was zunächst als subjektiver Eindruck abgetan wurde, ist inzwischen bestätigt: Mehrere Langzeitstudien zeigen, dass die Insektenbiomasse in Mitteleuropa stark zurückgeht. Besonders bekannt wurde die sogenannte Krefelder Studie (2017).

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