Insektenbiomasse-Rückgang
Artenreiche Wiesen verschwinden zunehmend aus der Landschaft. Mit dem Verlust von Insektenarten schrumpft nicht nur die Vielfalt, sondern auch die Biomasse – mit Folgen für ganze Ökosysteme.

Neue Studie zeigt: Biomasserückgang bei Insekten wird vor allem durch Artenverlust erklärt

Seit Jahren ist vom Insektensterben die Rede. Menschen berichten von stillen Sommernächten, leeren Windschutzscheiben und Wiesen, in denen es kaum noch summt. Was zunächst als subjektiver Eindruck abgetan wurde, ist inzwischen bestätigt: Mehrere Langzeitstudien zeigen, dass die Insektenbiomasse in Mitteleuropa stark zurückgeht. Besonders bekannt wurde die sogenannte Krefelder Studie (2017).

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Wiederentdeckungen 2025: Verschollene und ausgestorben geglaubte Tierarten

Wiederentdeckungen 2025: Diese Tierarten galten als verschollen oder ausgestorben

Arten verschwinden nicht einfach, nur weil man sie lange nicht sieht. Und sie sind ebenso wenig gerettet, nur weil sie plötzlich wieder auftauchen. Wiederentdeckungen markieren einen schmalen Grat zwischen Hoffnung und Unsicherheit: Sie zeigen, dass Leben überdauern kann – oft jedoch nur knapp. Auch im Jahr 2025 wurden zahlreiche Tierarten

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Airborne eDNA (DNA aus der Luft)
Airborne eDNA: In der Luft schwebende DNA-Spuren von Pflanzen, Pilzen und Tieren machen den schleichenden Wandel von Ökosystemen über Jahrzehnte hinweg sichtbar.

Artensterben im Luftfilter: Wie DNA aus der Luft 34 Jahre Biodiversitätsverlust sichtbar macht

Was wäre, wenn sich der Zustand ganzer Ökosysteme über Jahrzehnte hinweg nachvollziehen ließe – nicht anhand klassischer Bestandszahlen oder alter Karten, sondern mithilfe von DNA-Spuren aus der Luft? Eine neue Studie zeigt, dass genau das möglich ist. Sie nutzt sogenannte airborne environmental DNA (airborne eDNA): winzige genetische Spuren, die Pflanzen,

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Huchen (Hucho hucho) - vom Aussterben bedroht - Rote Liste 2025 Fische Baden-Württemberg

Neue Rote Liste: 65 % der Fische und Krebse in Baden-Württemberg gefährdet

Erstmals seit 2014 wurden die Bestände von Fischen, Neunaugen und Flusskrebsen in Baden-Württemberg wieder umfassend bewertet. Die Rote Liste der Fische Baden-Württembergs (2025) zeigt ein deutliches Warnsignal: Die heimische Unterwasserfauna gerät zunehmend unter Druck. Betroffen sind längst nicht mehr nur einzelne Arten, ganze Gewässersysteme geraten aus dem Gleichgewicht, allen voran

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Rote Liste Tagfalter und Widderchen 2025: Mosel-Apollofalter - vom Aussterben bedroht

Neue Rote Liste Tagfalter & Widderchen: 55 % ausgestorben, bedroht oder extrem selten

Die aktuelle Rote Liste der Tagfalter und Widderchen belegt eine besorgniserregende Entwicklung: Fast jede zweite der 207 in Deutschland vorkommenden Arten und Unterarten ist inzwischen bestandsgefährdet oder bereits ausgestorben. Insgesamt zehn Arten gelten als verloren, 93 weitere stehen in einer der Gefährdungskategorien. Worin unterscheiden sich Tagfalter und Widderchen? Tagfalter sind

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Große Makelfliege - in der neuen Rote Liste Raubfliegen in Deutschland "vom Aussterben bedroht"

Rote Liste 2025: Fast jede zweite Raubfliegenart in Deutschland ist bedroht oder verschwunden

Die neue vom Bundesamt für Naturschutz herausgegebene Rote Liste der Raubfliegen Deutschlands zeigt eine besorgniserregende Entwicklung: 40 der 83 hierzulande etablierten Arten – also nahezu die Hälfte – sind gefährdet oder bereits ausgestorben. Besonders betroffen sind Arten, die auf kühle, feucht-schattige Berg- und Waldlebensräume angewiesen sind. Durch den Klimawandel und

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Blauaugenlemur (Eulemur flavifrons)

Lemuren vor dem Aussterben: Warum 95 % der Arten bedroht sind – und wie der Fleischhandel das Sterben beschleunigt

Seit über 50 Millionen Jahren leben Lemuren ausschließlich auf Madagaskar, wo sie sich in völliger Isolation zu mehr als 100 heute bekannten Arten entwickelt haben – vom winzigen Mausmaki bis zum imposanten Indri. Auf keinem anderen Kontinent und keiner anderen Insel existieren sie in freier Wildbahn. Doch ausgerechnet in ihrem

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Amphibien in der Krise: Bob's Robber Frog (Craugastor punctariolus)

Globale Amphibienkrise: Neue Studie zeigt Rückgänge bei 788 Arten in 40 Jahren

Amphibien gehören zu den empfindlichsten Wirbeltieren der Erde – und zu den am stärksten gefährdeten. Als Frühwarnsysteme für den Zustand von Gewässern und ganzen Ökosystemen reagieren sie besonders rasch auf Umweltveränderungen. Heute gilt laut IUCN bereits 41 % aller Arten weltweit als bedroht. Eine neue globale Analyse in Nature Reviews

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Bestandssituation 2025 Vögel in Deutschland: Bienenfresser (Merops apiaster)

Deutschlands Vogelwelt im Wandel: Die Bestandssituation 2025

Die Vogelwelt Deutschlands ist in Bewegung. Während wärmeliebende Arten wie Bienenfresser, Wiedehopf oder Purpurreiher dank milderer Winter nach Norden vordringen, verschwinden typische Arten der Agrarlandschaft in rasantem Tempo – allen voran Kiebitz, Rebhuhn, Braunkehlchen und Uferschnepfe. Gleichzeitig gelten inzwischen 20 Brutvogelarten als hierzulande ausgestorben. Der neue Bericht Vögel in Deutschland

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Blauschillernder Feuerfalter (Lycaena helle)

Neue Rote Liste 2025: Gefährdung europäischer Schmetterlinge hat sich seit 2010 enorm verschärft

Die neue European Red List of Butterflies 2025 macht deutlich: Europas Schmetterlinge geraten zunehmend unter Druck – und viele Arten stehen kurz vor dem Verschwinden. Die aktuelle Bewertung zeigt nicht nur eine erhebliche Verschlechterung seit 2010, sondern auch, wie stark Lebensraumverlust, intensive Landwirtschaft und der Klimawandel die Bestände beeinflussen. Ein

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