Der Portugiesische Steinbock, manchmal auch Nordwest-Iberischer Steinbock genannt, war die westlichste und zugleich am frühesten ausgestorbene Unterart des Iberiensteinbocks (Capra pyrenaica). Einst bewohnte er die zerklüfteten Gebirgsmassive Nordportugals und angrenzender Regionen im Nordwesten Spaniens – insbesondere die Serra do Gerês, ein abgelegenes Teilgebirge des Peneda-Gerês-Komplexes im äußersten Nordwesten Portugals. Dieses letzte Rückzugsgebiet markierte das Ende eines ehemals weitreichenden Verbreitungsgebiets.
In seinem Erscheinungsbild ähnelte Capra pyrenaica lusitanica den anderen Unterarten der Iberischen Halbinsel, unterschied sich jedoch in mehreren markanten Merkmalen: Er war deutlich kleiner, seine Fellzeichnung heller, und vor allem seine Hörner waren mit rund 51 Zentimetern nur etwa halb so lang wie die der übrigen Formen.
Trotz dieser geringeren Ausmaße minderte das seine Attraktivität als Trophäe in den Augen der lokalen Bevölkerung keineswegs – im Gegenteil: Die Wildziege wurde intensiv bejagt – wegen ihres Fleisches, ihres Fells, der geschwungenen Hörner und nicht zuletzt wegen der sogenannten Bezoarsteine, die sich in den Mägen mancher Tiere bildeten und in der Volksmedizin als Heilmittel galten. Zeitgenössische Berichte schildern raffinierte Jagdmethoden in den schwer zugänglichen Felsregionen des Gerês-Gebirges, darunter groß angelegte Treibjagden mit eigens abgestimmten Signalen und Fallen. Doch die Jagd allein erklärt das Verschwinden dieser Unterart gegen Ende des 19. Jahrhunderts nicht; es war ein ganzes Bündel von Faktoren, die dazu beitrugen.
Zwei von vier Unterarten haben überlebt
Der Portugiesische Steinbock war Teil einer vielfältigen Tiergruppe, die heute nur noch in zwei Unterarten überlebt. Die zoologische Systematik unterscheidet seit dem frühen 20. Jahrhundert insgesamt vier Unterarten des Iberiensteinbocks: Neben dem Portugiesischen Steinbock (C. p. lusitanica) ist auch der Pyrenäensteinbock (C. p. pyrenaica) ausgestorben, der im Jahr 2000 vollständig aus den französisch-spanischen Pyrenäen verschwand.
Die beiden überlebenden Unterarten sind der Andalusische Steinbock (C. p. hispanica), der in den Gebirgen Südostspaniens lebt, und der Gredos-Steinbock (C. p. victoriae) aus den zentralspanischen Gredos-Bergen. Allerdings wäre letzterer ebenfalls fast verschwunden: 1905 war sein Bestand auf nur zwölf Tiere geschrumpft, doch durch gezielte Schutzmaßnahmen konnte seine Population wieder auf etwa 3.500 Tiere anwachsen. Dennoch gilt er auch noch als gefährdet.
Die Ausrottung von zwei der vier Unterarten innerhalb eines Jahrhunderts zeigt die Verletzlichkeit dieser spezialisierten Wildziegen und verdeutlicht, wie eng ihr Überleben mit wirksamen Schutzmaßnahmen verknüpft ist.
Portugiesischer Steinbock – Steckbrief
| alternative Bezeichnungen | Nordwest-Iberischer Steinbock, Nordwestiberischer Steinbock, Cabro do Gerês, Cabro do Gerez, Serra do Gerez, Cabra‑montez da Serra do Gerez, Cabra montez, cabra-brava, reixelo |
| wissenschaftliche Namen | Capra pyrenaica lusitanica, Capra lusitanica |
| englischer Namen | Portuguese ibex, (Portugese ibex) |
| ursprüngliches Verbreitungsgebiet | Nordwest-Portugal (Serra do Gerês) & angrenzende Regionen im Nordwesten Spaniens (Galicien) |
| Zeitpunkt des Aussterbens | 1892 |
| Ursachen für das Aussterben | Bejagung, Lebensraumverlust, niedrige Reproduktionsrate, Krankheiten |
Vom Verschwinden des Steinbocks in Portugal

(© França, 1917 – Darstellung A, B & D nach Cabrera)
Noch um 1800 war der Portugiesische Steinbock in den Gebirgsregionen Nordportugals weit verbreitet. So beschrieb der Geistliche Carvalho da Costa die Serra do Gerês im 17. Jahrhundert als einen Ort, an dem „wilde Ziegen mit wilden Böcken“ lebten – ein früher Hinweis auf das einstige Vorkommen dieser Hochgebirgsart (Pereira, 2018). Auch der spanisch-argentinische Mammaloge Ángel Cabrera Latorre vermerkte 1914 in seinem Werk Fauna Ibérica: Mamíferos, dass um 1850 noch einzelne Tiere in den Bergen Galiciens nachgewiesen wurden – ein Indiz dafür, dass sich das Verbreitungsgebiet einst über weite Teile des Nordwestens der Iberischen Halbinsel erstreckte.
Doch in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts setzte ein deutlicher Bestandsrückgang ein, denn die portugiesische Form des Iberischen Steinbocks wurde nie gesetzlich geschützt. Anders als in Spanien oder Italien, wo Schutzmaßnahmen für andere Ziegenarten (Capra) zumindest ansatzweise Wirkung zeigten, blieb der Portugiesische Steinbock vollständig sich selbst überlassen.
Der portugiesische Zoologe Carlos França dokumentierte 1917 zahlreiche Hinweise auf das schleichende Verschwinden der Art. Bereits um 1870 galt der Portugiesische Steinbock als selten, auch weil vor allem Männchen – unter anderem wegen ihrer auffälligeren, gebogenen Hörner – bevorzugt gejagt wurden. Das natürliche Geschlechterverhältnis verschob sich dadurch erheblich. Die letzte bekannte Herde, bestehend aus einem Dutzend Weibchen, wurde 1886 beobachtet.
Ein besonders gut dokumentierter Einzelfall
Ein altes Weibchen wurde am 20. September 1890 von Forstpersonal in der Albergaria lebend gefangen. Der Ablauf dieser letzten bestätigten Gefangennahme ist durch spätere Erzählungen gut überliefert: An diesem Tag herrschte starker Regen, und Arbeiter bereiteten in der Nähe des Rio Forno Flächen für eine Baumschule vor, als sich die Ziege – offenbar desorientiert und erschöpft – ruhig aus dem oberen Tal näherte und das aufgelockerte Erdreich durchquerte. Die Arbeiter hatten sich vor dem Regen zurückgezogen, bemerkten das Tier, umzingelten es und versuchten, es festzuhalten. Ein Schuss wurde abgegeben, verfehlte aber das Ziel. Schließlich sackte die Ziege im schlammigen Boden ein und konnte eingefangen werden (Pereira, 2018).
Bereits drei Tage später, am 23. September, wurde sie der Generaldirektion für Landwirtschaft übergeben, doch das Tier überlebte dort nur wenige Tage. Der portugiesische Zoologe Carlos Almaça bezeichnete dieses Weibchen in seiner Studie Notes on Capra pyrenaica lusitanica (1992) als den letzten nachweislich gefangenen Vertreter der Unterart. Zwei weitere Individuen kamen, so França (1917), in den Jahren 1890 und 1891 ums Leben: Eines wurde tot im Flussbett der Gerês bei Vidoeiro gefunden, das andere nahe der Brücke von São Miguel von einer Lawine verschüttet.
Die letzten Sichtungen & eine erfolglose Suche

(© Dr. Ricardo Jorge, Public domain, via Wikimedia Commons)
Die letzte bestätigte Sichtung datiert auf das Jahr 1892: Nach Angaben von Carlos França wurden in jenem Jahr nahe Lomba de Pau in der Serra do Gerês noch mehrere Exemplare beobachtet. Almaça verweist zudem auf einen gewissen Moller, der 1894 berichtete, im Juli 1892 am Berggipfel Borrageiro (ebenfalls in der Serra do Gerês) Spuren der „cabra‑brava“ gesehen zu haben. Auch wenn es sich hierbei nur um indirekte Hinweise handelt, bestätigen sie das späte Überleben einzelner Tiere bis in die frühen 1890er-Jahre. Danach verliert sich endgültig jede Spur der Art.
Im September 1908 organisierte die portugiesische Zeitschrift Ilustração Portuguesa eine großangelegte Expedition in das Gerês-Gebirge, um die Existenz möglicher überlebender Exemplare zu klären. Die Unternehmung dauerte drei Tage und umfasste über 200 Jäger und etwa 100 Begleiter, darunter auch eingeladene Wissenschaftler und lokale Förster. Sie durchkämmten die abgelegenen Regionen rund um die Wälder der Albergaria sowie die kargen Höhenzüge am Borrageiro – ohne Erfolg. Am dritten Tag, dem 17. September 1908, erklärten die Organisatoren die Suche offiziell für beendet und verkündeten das endgültige Aussterben des Portugiesischen Steinbocks. Dieses Datum gilt seither als symbolischer Schlusspunkt in der Geschichte dieser Unterart (Pereira, 2018).
França wertete die Expedition als letzten ernsthaften Versuch, den Fortbestand der Art zu klären und als traurige Bestätigung seines bereits 16 Jahre zuvor gezogenen Fazits: Der Portugiesische Steinbock verschwand zwischen 1890 und 1892 vollständig aus der Serra do Gerês.
Portugiesischer Steinbock – Warum ist er ausgestorben?
Das Aussterben des Portugiesischen Steinbocks war das Ergebnis eines komplexen Zusammenspiels biologischer, ökologischer und anthropogener Faktoren. Carlos Franças 1917 erschienene Monografie widmet sich vor allem den Aussterbeursachen dieser endemischen Unterart. Seine detaillierte Analyse bildet bis heute die mit Abstand wichtigste Quelle zu diesem Thema.
Intensive Bejagung und Verfolgung
Die unregulierte Bejagung spielte eine zentrale Rolle beim Aussterben des Portugiesischen Steinbocks. Bereits seit Jahrhunderten war das seltene Wildtier Ziel gut organisierter Jagden in der Serra do Gerês. Die Jäger hatten es auf seine gebogenen Hörner, sein Fell und sein Fleisch abgesehen. Aus den Hörnern wurden Kunstgegenstände geschnitzt und Blasinstrumente ähnlich Alphörnern hergestellt, aus den Fellen wurden Decken gefertigt und das Fleisch wurde gegessen.

(© Dr. Alexey Yakovlev, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons)
Besonders gefragt waren zudem die sogenannten Bezoarsteine („pedras bazares“). Diese Magensteine, die sich im Magen oder Darm von Wiederkäuern bilden können, entstehen aus unverdaulichen Pflanzenresten, Haaren oder Fasern, die sich mit der Zeit zu einem festen Klumpen verdichten. In der frühen Neuzeit dachten die Menschen, solche Steine wären in der Lage, Gifte zu neutralisieren oder Krankheiten zu heilen – ein Glaube, der ihre Jagd zusätzlich anheizte.
Die Jagd auf Portugiesische Steinböcke in der Serra do Gerês war gut organisiert. França beschreibt das genaue Vorgehen: Besonders geübte Jäger aus den umliegenden Dörfern wie Villar da Veiga, Ermida oder S. João do Campo organisierten systematische Treibjagden. Dabei wurden strategisch günstige Übergänge von versteckten Schützen besetzt, während Treiber durch Pfeifen und das Werfen kleiner Steine die Steinböcke in die vorbereiteten Schusslinien lenkten. Auch Fallen kamen zum Einsatz: Hirten platzierten mit Gras getarnte Holzbohlen auf abschüssigem Gelände. Sobald ein Tier auf die Bohle trat, kippte diese in die Tiefe – der Steinbock stürzte in den Abgrund.
Ein kritischer Aspekt war die anhaltende Bejagung zu wissenschaftlichen Zwecken. Der Naturforscher Paul Choffat (1920) kritisierte die „unsinnige Jagd“, die oft unter dem Vorwand betrieben wurde, die Art noch nachzuweisen. Expeditionen, die angeblich dem Nachweis verbliebener Individuen dienten, führten in Wirklichkeit zur gezielten Tötung der letzten Exemplare. „Seitdem wurde sie durch exzessive, oft unter dem Vorwand wissenschaftlicher Bestätigung betriebene Jagd völlig ausgerottet“, schrieb Choffat rückblickend. Dabei handelt es sich um einen Hinweis auf die Mitverantwortung früher Naturforscher und Museen an der endgültigen Auslöschung der Art.
Biologie und Lebensweise als Risikofaktor
Der Portugiesische Steinbock war in mehrfacher Hinsicht besonders anfällig für demografische Einbrüche – nicht nur aufgrund direkter Bejagung, sondern auch infolge biologischer Merkmale und artspezifischer Verhaltensmuster, die seine Reproduktionsfähigkeit empfindlich störbar machten.
Bereits die traditionelle Jagdpraxis hatte schwerwiegende Auswirkungen auf den Fortpflanzungserfolg: Besonders viele Weibchen wurden während der Frühjahrsmonate erlegt – zu einer Zeit, in der sie typischerweise in tiefergelegene Hanglagen abstiegen, um dort junge Eichenblätter zu äsen. Zwischen April und Juni befanden sich die Geißen in der Endphase der Trächtigkeit oder kurz vor der Geburt. Die gezielte Tötung trächtiger Weibchen führte somit nicht nur zum Tod der Muttertiere, sondern auch zum Verlust des ungeborenen Nachwuchses. Diese Verluste wogen umso schwerer, als jedes Weibchen nur ein einziges Junges pro Jahr zur Welt brachte.
Wie für viele Wildziegenarten typisch, lebte auch der Portugiesische Steinbock polygyn – ein einzelnes Männchen paart sich dabei mit mehreren Weibchen. Dieses soziale System macht Populationen besonders verletzlich, wenn das Geschlechterverhältnis stark aus dem Gleichgewicht gerät. França (1917) berichtete von einem extremen Ungleichgewicht: Mitunter kamen auf ein Weibchen vier Männchen. Derartige Verhältnisse erschweren stabile Fortpflanzungsstrukturen, insbesondere wenn erfahrene, dominante Böcke fehlen oder durch Bejagung dezimiert wurden.
Ein weiterer kritischer Punkt war die jahreszeitliche Trennung der Geschlechter: Während die Böcke außerhalb der Paarungszeit in entlegenen Hochlagen lebten, hielten sich Weibchen und Jungtiere in der sensiblen Phase der Trächtigkeit und Geburt in zugänglicheren Regionen auf – ungeschützt gegenüber natürlichen Feinden wie Wölfen und Steinadlern, aber auch besonders exponiert für menschliche Verfolger. Die fehlende soziale Struktur und Schutzfunktion der Männchen in dieser Zeit schwächte die Überlebensrate von Muttertieren und Nachwuchs zusätzlich.
In kleinen, bereits geschwächten Populationen konnten sich diese biologischen Besonderheiten besonders gravierend auswirken. Die langsame Reproduktionsrate, die hohe Verlustrate an trächtigen Weibchen und Jungtieren sowie die soziale Instabilität innerhalb der Herden führten zu einem raschen Bestandseinbruch. Hinzu kam die hohe Störanfälligkeit der Tiere während der Fortpflanzungszeit: Stress, Habitatverdrängung oder unruhige Jagdszenarien konnten zu Verhaltensänderungen, Fehlgeburten oder verlassener Brut führen.
Jagd auf Männchen – mit gravierenden Folgen
Vor allem die Männchen gerieten ins Visier der Jäger. Sie trugen – im Gegensatz zu den Weibchen – auffällige, große und gebogene Hörner trugen. Diese galten in der Trophäenjagd als begehrtes Jagdobjekt und wurden als Schmuck oder Jagdtrophäe gesammelt. Auch das Fleisch älterer Böcke war geschätzt, und in manchen Fällen versprach man sich von Männchen eine höhere Chance für das Auffinden von Bezoarsteinen. Weibliche Tiere hingegen erschienen vielen Jägern weniger lohnenswert – sie waren kleiner, unscheinbarer und trugen keine eindrucksvollen Hörner. Diese einseitige Bejagung verschob das natürliche Geschlechterverhältnis.
Selbst wenn noch genügend Weibchen vorhanden waren, fehlten dann fortpflanzungsfähige Männchen. In kleinen Populationen beschleunigt solch ein Ungleichgewicht den Zusammenbruch – so vermutlich auch beim Portugiesischen Steinbock.
Klimatische Veränderungen und Lebensraumverlust
Laut França (1917) besiedelte der Portugiesische Steinbock – wie andere Capra-Arten – ursprünglich weite Teile der Iberischen Halbinsel. Paläontologische Funde belegen seine frühere Verbreitung nicht nur in den Gebirgsregionen Nordportugals, sondern auch in südlicheren und tiefer gelegenen Gebieten, etwa in der Höhle von Fontainhas bei Lissabon oder im südspanischen Gibraltar. Diese Funde stammen aus dem Pleistozän und belegen, dass Steinböcke in den Kaltzeiten der Eiszeit Teil einer kaltangepassten Faunengemeinschaft waren.

(© Cabrera, Angel, 1879-1960, Public domain, via Wikimedia Commons)
Mit dem Ende der letzten Kaltzeit vor etwa 11.700 Jahren veränderten sich die klimatischen Rahmenbedingungen grundlegend: Die Temperaturen stiegen, Wälder breiteten sich aus, und offene, alpine Landschaften wurden seltener. Diese Prozesse führten dazu, dass viele an Kälte angepasste Arten, darunter auch der Portugiesische Steinbock, in klimatisch günstigere Rückzugsräume ausweichen mussten. In ihrem Fall bedeutete dies: ein Rückzug in die immer weniger werdenden Hochlagen mit subalpinem bis alpinem Charakter. Für den Portugiesischen Steinbock waren das vor allem die abgelegenen und zerklüfteten Höhenzüge der Serra do Gerês.
Doch nicht nur das Klima spielte eine Rolle bei dieser Verdrängung. Parallel zur Erwärmung nahm auch die menschliche Besiedlungstätigkeit zu, insbesondere in den tiefer gelegenen Regionen. Wälder wurden gerodet, Weideflächen erschlossen, Siedlungen ausgebaut. Infolge dieser Landnutzungsänderungen verschwanden viele der Übergangslandschaften, die zuvor von Wildziegen genutzt werden konnten. Die Tiere verloren nicht nur Lebensraum, sondern sahen sich zunehmender Störung und Konkurrenz mit Haustieren – vor allem Ziegen und Schafen – ausgesetzt.
In der Folge entstand ein doppelter Rückzugsdruck: Einerseits zwang der Klimawandel die Tiere aus ihrem ursprünglichen Lebensraum; andererseits versperrte menschlicher Einfluss den Weg zurück oder erschwerte die Besiedlung alternativer Habitate. Die Hochlagen des Gerês-Gebirges wurden somit zu einem ökologischen Refugium, aber zugleich auch zur Sackgasse.
França wies darauf hin, dass diese abgelegenen Regionen mit erheblichen Risiken verbunden waren: Besonders im Winter waren die Tiere Lawinen, Futterknappheit und Isolation ausgesetzt. Kleinräumige Populationsinseln ohne genetischen Austausch begünstigten Inzuchteffekte, während die steilen Hänge das Risiko von Abstürzen oder Verletzungen erhöhten. Darüber hinaus führte die geringere Verfügbarkeit von Nahrung in Höhenlagen zu einer erhöhten Anfälligkeit gegenüber Krankheiten und schwacher Kondition.
Ulisses Pereira nennt in einem Beitrag 2018 Waldbrände als eine der Hauptursachen für das Aussterben des Portugiesischen Steinbocks. Zwar waren Brände in der Region historisch nicht unüblich, doch scheint sich ihre Häufigkeit im 19. Jahrhundert noch erhöht zu haben – vermutlich infolge wachsender Weidenutzung, menschlicher Siedlungstätigkeit und gezielter Brandrodungen zur Flächengewinnung. Solche ungeschützten Vegetationsbrände können nicht nur wichtige Äsungsflächen vernichten, sondern auch Tiere in noch unzugänglichere Regionen drängen oder direkt zum Tod durch Rauchvergiftung oder Flucht in gefährliches Gelände führen. Vor allem kleine, isolierte Restpopulationen in hochgelegenen Waldtälern waren solchen Störungen schutzlos ausgeliefert.
Krankheiten und natürliche Mortalität
Carlos França (1917) schildert den Fall eines 1890 lebend gefangenen Weibchens, das offenbar an Coenurose – im Volksmund auch „Drehkrankheit“ genannt – litt. Diese parasitäre Hirnerkrankung wird durch die Larven des Hundebandwurms (Taenia multiceps) verursacht und führt zu neurologischen Symptomen wie Orientierungslosigkeit und Koordinationsstörungen. Das betroffene Tier wurde nahe Ponte Feia entdeckt, wo es schwankend und desorientiert in der Nähe eines Forsthauses umherlief. Aufgrund ihres geschwächten Zustands ließ sich die Ziege leicht einfangen, leistete jedoch im Moment der Fesselung heftigen Widerstand. Sie wurde in den Zoologischen Garten von Lissabon überstellt, wo sie bereits nach wenigen Tagen verendete.

(© França, 1908)
França erwähnt zudem schwere Koliken infolge von Bezoarsteinen als weitere potenzielle Todesursache. Diese steinartigen Gebilde entstehen im Magen oder Darm und können zu schmerzhaften Blockaden führen. Tiere mit solchen Beschwerden sind in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt und daher anfälliger für Bejagung oder Stürze im unwegsamen Gelände.
Beide Krankheitsbilder traten jedoch vermutlich nicht isoliert auf, sondern spiegeln ein größeres Muster ökologischer Belastung wider. Chronischer Stress durch wiederholte Störungen, Lebensraumverlust und die ständige Bedrohung durch Bejagung kann das Immunsystem von Wildtieren erheblich schwächen und ihre Anfälligkeit für parasitäre Erkrankungen erhöhen. Auch der Kontakt zu Haustieren, insbesondere zu Hütehunden, dürfte eine bedeutende Rolle gespielt haben: In Regionen mit extensiver Weidetierhaltung war die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Bandwurmlarven wie Taenia multiceps vom Haushund auf Wildtiere übertragen wurden.
Die Entstehung von Bezoarsteinen wiederum könnte durch Futterknappheit oder einen Mangel an bestimmten Mineralstoffen begünstigt worden sein. In den hochalpinen Rückzugsgebieten der Serra do Gerês standen den letzten Steinböcken im Winter oftmals nur einseitige und nährstoffarme Pflanzen zur Verfügung, was physiologische Störungen zusätzlich fördern konnte. Nicht zuletzt ist auch die genetische Verarmung kleiner Restbestände ein kritischer Faktor: Inzucht verringert die genetische Vielfalt und kann die Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten enorm schwächen.
Fehlender Schutz und politische Untätigkeit
Schließlich hebt França (1917) den fehlenden Schutzstatus hervor. Während andere Steinbockpopulationen – etwa Capra ibex im Gran Paradiso oder Capra pyrenaica victoriae in Spanien – ab dem späten 19. Jahrhundert unter Schutz gestellt wurden, unterblieb in Portugal jegliche Form aktiver Erhaltungsmaßnahmen. Selbst als die Art bereits fast verschwunden war, wurde kein Versuch unternommen, Schutzgebiete auszuweisen oder Nachzuchtprogramme zu starten. Die wenigen bekannten Exemplare wurden gefangen, fotografiert oder präpariert, doch keine Initiative versuchte, den Rückgang aufzuhalten.
„Bedauerlicherweise unternahm man in Portugal nie ernsthafte Versuche, jene Faktoren zu eliminieren, die das Aussterben hätten aufhalten können. Da Capra lusitanica sich deutlich von den anderen iberischen Formen unterschied, bleibt nicht einmal die Option, die Serra do Gerês durch Nachzuchten spanischer Steinböcke wieder zu besiedeln.“
França, 1917.

(© Jose Manuel Gonzalez Paz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)
Das Aussterben des Portugiesischen Steinbocks war das Ergebnis eines vielfachen Versagens: Einerseits begünstigt durch biologische Besonderheiten wie geringe Reproduktion und soziale Isolation, andererseits beschleunigt durch unkontrollierte Jagd, Krankheiten, klimabedingten Lebensraumverlust und letztlich durch politische Untätigkeit. França betont, dass sich die portugiesische Unterart in mehreren Merkmalen deutlich von den spanischen Formen unterscheidet, weshalb er eine Wiederbesiedlung mit Tieren aus Zentralspanien daher für keine angemessene Lösung hält.
Trotz dieser Bedenken wurde später dennoch eine verwandte Unterart in das frühere Verbreitungsgebiet des Portugiesischen Steinbocks eingeführt: der Gredos-Steinbock aus Zentralspanien. Ziel war es, zumindest die ökologische Rolle des ausgestorbenen Wildtiers teilweise wiederherzustellen und stabile Steinbockpopulationen auf der Iberischen Halbinsel zu sichern. Die Wiederansiedlung in der Serra do Gerês gilt als erfolgreich – heute lebt dort wieder eine wachsende Population. Dennoch bleibt umstritten, ob solche umgesiedelten Tiere die kulturelle und genetische Bedeutung der ausgestorbenen Unterart überhaupt ersetzen können (Pérez et al., 2002).
Der Lebensraum des Portugiesischen Steinbocks
Portugiesische Steinböcke war einst in den nördlichen Gebirgsregionen der Iberischen Halbinsel beheimatet. Sein Verbreitungsgebiet erstreckte sich von den Hängen des Borrageiro (1.433 m) in der Serra do Gerês im äußersten Nordwesten Portugals bis in die angrenzenden Gebirge Galiciens, Asturiens und des westlichen Kantabriens im heutigen Spanien.
Diese Regionen waren geprägt von felsigem, zerklüftetem Gelände, in dem sich der Steinbock hervorragend zurechtfand. Die Vegetation bestand vor allem aus Gräsern, Kräutern, Sträuchern und immergrünen Laubbäumen, die ihm als Hauptnahrung dienten. Besonders in höheren Lagen war das Gelände im Winter verschneit, im Sommer dagegen trocken – ideale Bedingungen für ein an steile, unzugängliche Lebensräume angepasstes Tier wie den Steinbock.

Die Lebensräume des Portugiesischen Steinbocks überschnitten sich nicht mit denen der anderen drei Unterarten des Iberischen Steinbocks. Vielmehr lebte jede Population in geografisch getrennten Gebirgsmassiven, oft durch weite Täler, Flusssysteme oder menschliche Siedlungsräume voneinander isoliert. Diese geografische Trennung führte über Jahrtausende hinweg zur Herausbildung lokal angepasster Unterarten. Der Portugiesische Steinbock war dabei die westlichste Form und zugleich jene mit dem kleinsten bekannten Verbreitungsgebiet.
Dass sich die Unterarten trotz ihrer Nähe genetisch und morphologisch voneinander unterschieden, liegt auch an ihrer starken Bindung an spezifische Höhenstufen, Substrate und Nahrungspflanzen. Der Portugiesische Steinbock lebte bevorzugt in subatlantischen Gebirgslagen mit reichlich Niederschlag und dichter Vegetation, was einen deutlichen Kontrast zur trockeneren, mediterran geprägten Umgebung der südspanischen Verwandten darstellt.
Carlos França (1917) schrieb, dass das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Portugiesischen Steinbocks vermutlich einst größer war und durch Klimawandel, menschliche Verfolgung andere Faktoren schrumpfte. Die isolierte Population in der Serra do Gerês, dem letzten Refugium des Portugiesischen Steinbocks, war demnach das verbliebene Relikt eines ehemals großräumigen Verbreitungsgebiets.
Warum war der Portugiesische Steinbock kleiner als seine Artverwandten?
Die charakteristischen Merkmale des Portugiesischen Steinbocks – seine vergleichsweise geringe Körpergröße und die kürzeren Hörner – wurden bereits von frühen Zoologen wie José Vicente Barbosa du Bocage und Hermann Schlegel beschrieben. Diese anatomischen Unterschiede sind wahrscheinlich auf die geografische Isolation der nordwestiberischen Population zurückzuführen. Der Lebensraum im heutigen Gerês-Gebirge lag deutlich abseits der Hauptverbreitungsgebiete des Iberischen Steinbocks, was über Generationen hinweg zu genetischer Drift und lokaler Anpassung geführt haben dürfte.
Auch klimatische und ökologische Faktoren spielten vermutlich eine Rolle: Das feuchtere und gemäßigtere Klima Nordportugals – im Vergleich zu den trockeneren, wärmeren Regionen Zentral- und Südspaniens – könnte laut der Bergmannschen Regel kleinere Körpergrößen begünstigt haben. Außerdem unterscheidet sich die Vegetation im Gerês-Gebirge sehr von den südlicheren Habitaten: Statt karger, steiniger Landschaften dominierten hier immergrüne Laubwälder, Kräuter und Sträucher – eine Umgebung, die möglicherweise andere körperliche Anforderungen an die dort lebenden Steinböcke stellte.
Cabrera griff diese Unterschiede 1914 ebenfalls auf. Seiner Einschätzung zufolge lassen sich die kleineren Körpermaße und die auffallend verkürzten Hörner der portugiesischen Unterart im größeren Zusammenhang der Ausbreitungsgeschichte von Capra pyrenaica verstehen: Sollte die Art ihren Ursprung in den Pyrenäen gehabt haben, so habe sie auf dem Weg nach Süden und Westen an Körpergröße eingebüßt und ein rötlicheres, weniger schwarz gemustertes Fell entwickelt – vermutlich als Reaktion auf klimatische und ökologische Unterschiede in den jeweiligen Regionen. Die markante Verkürzung der Hörner bleibe dabei zwar schwer erklärbar, sei aber ein deutliches morphologisches Unterscheidungsmerkmal.

(© Alta Planicia, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)
Von der regionalen Besonderheit zur Art und Unterart
Schon früh erkannten Naturforscher, dass es sich beim Steinbock der Serra do Gerês nicht einfach um eine regionale Form des Iberischen Steinbocks handeln konnte. Im Jahr 1857 veröffentlichte der portugiesische Zoologe José Vicente Barbosa du Bocage eine detaillierte Beschreibung einer „Cabra-montez da Serra do Gerês“ (Bergziege aus Serra do Gerês) – ein Tier aus dem Nordwesten Portugals, das bis dahin keinerlei wissenschaftliche Beachtung gefunden hatte.
Bocage stützte sich dabei auf sieben Exemplare, darunter ein Männchen und vier Weibchen aus dem Nationalmuseum Lissabon sowie zwei Tiere aus dem Museum von Coimbra, alle im Jahr 1852 gefangen. Zwar hatte er keine eigenen Feldbeobachtungen gemacht, doch er verglich die Tiere sorgfältig mit bekannten Vertretern europäischer Steinböcke. Dabei fiel ihm unter anderem die Hornform auf, die sich deutlich von der des Alpensteinbocks (Capra ibex) unterschied.
„Mit der Capra ibex ist sie unmöglich zu verwechseln; schon die sehr unterschiedliche Hornform – viereckig bei der einen, dreieckig bei der anderen – genügt.“
Bocage, 1857.
Trotz anatomischer Abweichungen ordnete Bocage die Berziegen von Serra do Gerês zunächst konservativ als Variante von Capra hispanica ein – ein Sammelbegriff für iberische Wildziegen, der später von Capra pyrenaica abgelöst wurde. Damit verzichtete er bewusst auf die Einführung einer neuen Art, wohl aus wissenschaftlicher Vorsicht.
Die Erstbeschreibung als eigenständige Art
Boucage gilt gemeinhin als Entdecker des Portugiesischen Steinbocks, doch erst Hermann Schlegel, Direktor des Naturkundemuseums in Leiden und Herausgeber eines zoologischen Werkes über den Amsterdamer Zoo, griff Bocages Beobachtungen auf und erhob den Steinbock aus Portugal 1872 erstmals zur eigenen Art: Capra lusitanica.
„Der Steinbock der Pyrenäen, Capra pyrenaica, ähnelt im Allgemeinen dem gewöhnlichen Steinbock (…). Dieses Tier scheint ausschließlich auf das Pyrenäengebirge beschränkt zu sein. Der Steinbock aus den Gebirgen im Süden Spaniens und Portugals dagegen – Capra lusitanica genannt – besitzt Hörner, die denen des gewöhnlichen Steinbocks ähneln, jedoch deutlich schwächer sind und flachere Höcker aufweisen. Außerdem scheint dieses Tier nicht die Größe der Steinböcke aus den Alpen und den Pyrenäen zu erreichen.“
Schlegel, 1872.
Schlegel unterschied aufgrund der kleineren Größe und der schwächer ausgebildeten Hörnern also klar zwischen dem Pyrenäensteinbock und dem Tier aus Südspanien und Portugal, das er Capra lusitanica nennt – als eigenständige Art, nicht als Unterart. Möglicherweise stützte sich Schlegel auf Museumsexemplare oder lebende Tiere im Zoo, da sein Werk Tiere aus dem Bestand der Amsterdamer Menagerie beschreibt.
Weiterentwicklung der Klassifikation
Im Jahr 1908 bestätigte Carlos França Bocages und Schlegels Einschätzungen in einem Artikel zur letzten Sichtung des Portugiesischen Steinbocks. Auch er sprach sich dafür aus, die Tiere aus der Serra do Gerês als eigenständige Art (Capra lusitanica) zu führen.
Nur wenige Jahre später, im Jahr 1914, schlug Ángel Cabrera dagegen vor, die Form als Unterart des Iberischen Steinbocks zu betrachten. Auf Grundlage äußerer Merkmale wie Hornform, Körpergröße und Fellfärbung ordnete er sie als Capra pyrenaica lusitanica ein – und unterschied sie deutlich von anderen Unterarten wie C. p. victoriae (Gredos) und C. p. hispanica (Südspanien), vor allem durch die auffallend kleinen Hörner.
Bis heute ist die genaue systematische Stellung nicht eindeutig geklärt. Da bisher keine DNA-Proben des Portugiesischen Steinbocks aus Fossilien oder Gewebe gewonnen werden konnten, beruhen alle taxonomischen Einordnungen auf äußerlichen Merkmalen und der historischen Verbreitung. Die Form wird heute in der Regel als Unterart des Iberischen Steinbocks (Capra pyrenaica lusitanica) geführt. Diese Sichtweise hat sich auch in Übersichtsarbeiten wie der von Pérez et al. (2002) weitgehend durchgesetzt.
Gleichzeitig weisen mehrere Autoren, darunter França, Choffat und Schlegel, auf deutliche anatomische und ökologische Unterschiede hin, die durchaus eine höhere taxonomische Eigenständigkeit als Art rechtfertigen könnten. Solange jedoch keine molekulargenetischen Daten vorliegen, bleibt die Diskussion hypothetisch.
Der Portugiesische Steinbock in Museen und Sammlungen

(© Capra pyrenaica subsp. lusitanica Schlegel, 1872 collected in Portugal by Naturalis Biodiversity Center, CC0 1.0, via GBIF)
Da der Portugiesische Steinbock bereits im späten 19. Jahrhundert ausstarb, sind heute nur noch wenige Präparate und Skelettteile in naturkundlichen Sammlungen erhalten. Diese Überreste sind von hohem wissenschaftlichem Wert und dienen als wichtige Referenz für taxonomische Vergleiche und die Erforschung der Artgeschichte.
Das Typusexemplar des Portugiesischen Steinbocks befindet sich im Museu Nacional de História Natural e da Ciência in Lissabon (ehemals Museu Bocage). Es wurde ursprünglich von José Vicente Barbosa du Bocage beschrieben. Ein Teil der Sammlung wurde 1978 bei einem Brand zerstört, darunter auch ein öffentlich ausgestelltes Präparat des Portugiesischen Steinbocks.
Weitere bekannte Exemplare oder Überreste dieser ausgestorbenen Unterart befinden sich vermutlich an folgenden Orten (Liste nicht vollständig):
- Museu da Ciência der Universität Coimbra & Polytechnisches Institut Lissabon (Portugal): 7 Präparate (5 weiblich, 2 männlich), darunter 1 Schädel eines alten Männchens – von Cabrera (1914) als das größte bekannte Gehörn der Unterart bezeichnet, außerdem Hörner eines Weibchens
- Muséum national d’histoire naturelle Paris (Frankreich): 1 ausgestopftes Männchen
- Naturalis Biodiversity Center Leiden (Niederlande): 2 konservierte männliche Exemplare, von denen eines zum Zeitpunkt seines Todes etwa vier Jahre alt war
França (1917) und Almaça (1992) erwähnen zudem Überreste in Porto, London und Wien.
Quellen
- Almaça, C. (1992). Notes on Capra pyrenaica lusitanica Schlegel, 1872. Mammalia, 56(1), 121–124. https://doi.org/10.1515/mamm.1992.56.1.121
- Bocage, J. V. B. (1857). Memoria sobre uma espécie nova do género Capra L., a Cabra-Monte da Serra do Gerez, em Portugal. Memórias da Academia Real das Ciências de Lisboa, 2, 1–20. https://www.biodiversitylibrary.org/item/31103
- Cabrera Latorre, A. (1914). Fauna Ibérica: Mamíferos. Madrid: Museo Nacional de Ciencias Naturales. https://www.biodiversitylibrary.org/item/54474
- Choffat, P. (1920). Le Bouquetin du Gerez et le Bouquetin de Monte Junto. Bulletin de la Société Portugaise des Sciences Naturelles, 8(2), 151–156. https://www.biodiversitylibrary.org/item/275983
- Day, D. (1981). The Doomsday Book of Animals: A Natural History of Vanished Species. London: Ebury Press.
- França, C. (1908). Descrição da nova espécie Capra lusitanica França, 1908. In Le Professeur Barbosa du Bocage – 1823–1907 (Bulletin de la Société Portugaise de Sciences Naturelles, 2(1–2), 144). https://www.biodiversitylibrary.org/item/39581
- França, C. (1917). Le bouquetin du Gerez: Capra lusitanica ; notes sur une espèce éteinte. Arquivos da Universidade de Lisboa, 4, 19–53. https://archive.org/details/arquivodaunivers4191univ/page/n5/mode/2up
- Pereira, U. (2018, 18. Oktober). Histórias dos povos do Gerês: A extinção do Ibex-Português ou Cabra Pyrinaica Lusitanica e a Serra do Gerês descrita como um lugar de cabras bravas com ferozes cabrões. In R. C. Barbosa (Hrsg.), Carris [Blog]. https://carris-geres.blogspot.com/2018/10/historias-dos-povos-do-geres-extincao.html
- Pérez, J. M., Granados, J. E., Soriguer, R. C., et al. (2002). Distribution, status and conservation problems of the Spanish ibex, Capra pyrenaica (Mammalia: Artiodactyla). Mammal Review, 32(1), 26–39. https://www.plant-animal.es/pdfscazorla/Perez.2002.Mammal.Review.pdf
- Schlegel, H. (1872). De dierentuin van het Koninklijk Zoologisch Genootschap Natura Artis Magistra te Amsterdam zoologisch geschetst. Amsterdam: Gebr. Van Es. https://www.biodiversitylibrary.org/item/86022
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