Grünhäher + Blauhäher = Grue Jay
Grünhäher + Blauhäher = ? Aus der unerwarteten Begegnung zweier Arten, die seit Millionen Jahren getrennt waren, entstand in Texas erstmals ein Hybrid: der „Grue Jay“.

Grue Jay: Wie der Klimawandel eine neue Vogelart hervorbrachte

Grue Jay – so lautet der Name eines Vogelhybriden, der in Texas entdeckt wurde und direkt auf die Folgen des Klimawandels verweist. Alles begann Ende Mai 2023 mit einem unscheinbaren Foto: Eine Hobby-Beobachterin hielt in ihrem Garten nordöstlich von San Antonio einen Vogel fest, der auf den ersten Blick in

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Weißhals-Dickkopf-Unterart von den Tanimbarinseln

Wiederentdeckt nach über 120 Jahren: Unterart des Weißhals-Dickkopfs existiert noch

Mehr als ein Jahrhundert lang galt sie als verschollen – nun ist sie wieder aufgetaucht: Im Juli 2025 entdeckte der Vogelbeobachter Noah Saleme im entlegenen Tayandu-Archipel in den Molukken (Indonesien) mehrere Exemplare einer Unterart des Weißhals-Dickkopfs (Pachycephala arctitorquis tianduana). Damit gelang der erste gesicherte Nachweis seit ihrer ursprünglichen Beschreibung durch

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Rote Liste gefährdeter Nutztiere Deutschland 2025: Heidschnucke in der Lüneburger Heide
Ohne die Heidschnucke gäbe es die Lüneburger Heide in ihrer heutigen Form nicht. Durch ihre Beweidung verhindert sie die Verbuschung und sichert wertvolle Lebensräume für seltene Pflanzen und Tiere. (© Canva Pro)

Rote Liste 2025: Rund 60 % unserer Nutztierrassen sind gefährdet

Die neue Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen 2025 zeigt: Auch in Deutschland verschwinden immer mehr alte Haus- und Nutztierrassen. Von insgesamt 208 einheimischen Rassen – darunter Großtiere wie Pferde, Rinder und Schafe ebenso wie Kaninchen und Geflügel – gelten 123 als gefährdet. Das entspricht rund 60 %. Besonders kritisch ist die

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Makaronesien

Makaronesien: Über 220 einzigartige Arten bereits ausgestorben

Zu den Makaronesischen Inseln oder Makaronesien zählen fünf Inselgruppen vulkanischen Ursprungs im Atlantik: die Azoren, Madeira mit den unbewohnten Selvagens, die Kanarischen Inseln und die Kapverden. Politisch gehören die Azoren und Madeira zu Portugal, die Kanaren zu Spanien, während die Kapverden ein unabhängiger afrikanischer Staat sind. Geographisch liegen alle Archipele

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Bismarckzwergfischer wiederentdeckt

Wiederentdeckung: Seltener Eisvogel zeigt sich nach 13 Jahren

Der Bismarckzwergfischer (Ceyx websteri) galt fast 13 Jahre lang als verschollen. Seit dem letzten bestätigten Nachweis im Jahr 2012 blieb die Art unbeobachtet, was Befürchtungen nährte, sie könnte bereits ausgestorben sein. Im Mai 2025 gelang nun in Papua-Neuguinea eine erneute Bestätigung: Der Forscher John Lamaris dokumentierte auf der Insel Neuirland

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Bettongia haoucharae sp. nov. – Neu entdeckt und schon ausgestorben

Bürstenkängurus: Neue Arten für Australien – leider (teils) schon ausgestorben

Australien ist bekannt für seine einzigartige Tierwelt, doch viele Arten sind verschwunden, bevor sie überhaupt wissenschaftlich beschrieben werden konnten. Ein aktuelles Beispiel liefert eine im Fachjournal Zootaxa veröffentlichte Studie von Forschenden der Curtin University, des Western Australian Museum und der Murdoch University: Sie beschreibt eine bislang unbekannte, aber bereits ausgestorbene

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Rote Liste der Brutvögel Berlins 2025
Die 4. Fassung der Roten Liste der Brutvögel Berlins dokumentiert einen Rückschritt: Heute gilt fast jede zweite regelmäßig brütende Art als gefährdet. Seit der letzten Fassung (2013) hat sich die Gefährdungslage der Berliner Brutvögel deutlich verschärft.

Rote Liste Brutvögel Berlins: Fast jede zweite Art in Not

Die Anfang September 2025 veröffentlichte Rote Liste der Brutvögel Berlins kommt ernüchternd daher: Fast jede zweite regelmäßig brütende Art in Berlin gilt inzwischen als gefährdet oder ist bereits verschwunden. Die Bewertung beruht auf tausenden Meldungen aus ornitho.de, standardisierten Zählungen im Monitoring häufiger Brutvögel, gezielten Brutvogelkartierungen und Bestandserfassungen – ergänzt durch

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Beutelwölfe (1911) – Eine neue Studie deckt frühe Genverluste auf

Beutelwolf: Früh verlorene Gene schwächten die Art – lange vor Mensch & Dingo

Frühe Genverluste könnten den Beutelwolf (Thylacinus cynocephalus) bereits lange vor der Ankunft von Menschen und Dingos in Australien geschwächt und sein Aussterben begünstigt haben. Eine neue Studie im Fachjournal Proceedings of the Royal Society B zeigt: Vor 1 bis 13 Millionen Jahren gingen beim Tasmanischen Tiger vier wichtige Gene verloren:

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Segelflossen-Glatthai (Gogolia filewoodi) - Männchen, 73 cm

Wiederentdeckung vor Papua-Neuguinea: Der Segelflossen-Glatthai ist zurück

Eine der seltensten Haiarten der Welt taucht nach über 50 Jahren vor der Küste Papua-Neuguineas wieder auf: der Segelflossen-Glatthai (Gogolia filewoodi). Ein WWF-Team um den Meeresbiologen Jack Sagumai dokumentierte 2020 und 2022 insgesamt sechs Exemplare nahe der Gogol-Flussmündung in der Astrolabe Bay (Provinz Madang). G. filewoodi ist der einzige Vertreter

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Sechstes Massenaussterben: Findest es bereits statt? (Schwarz-weiße Collage ausgestorbener Tierarten der letzten 500 Jahre, als Symbol für das Artensterben.)
Auswahl global ausgestorbener Arten seit etwa 1500: Stellers Seekuh, Riesenalk, Wandertaube, Beutelwolf, Rocky-Mountain-Heuschrecke, Sloans Uraniafalter, Wolterstorff-Molch und Réunion-Riesenschildkröte.

Biodiversitätskrise 2025: Sind wir wirklich im sechsten Massenaussterben?

Seit Jahren heißt es immer wieder, ein „sechstes Massenaussterben“ sei im Gange. Das klingt äußerst besorgniserregend – und die Biodiversitätskrise ist es auch. Ein aktuelles Paper in Trends in Ecology & Evolution mahnt jedoch: Der Begriff „Massenaussterben“ sei für die Gegenwart wissenschaftlich nicht sauber belegt. Was heißt das für Forschung,

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