Craugastor longirostris

McCranies Raubfrosch

McCranies Raubfrosch: Unglückliche Namensgebung Der Biologe James McCranie war mit dem umgangssprachlichen Namen McCranies Raubfrosch oder McCranie’s Robber Frog, der der Froschart Craugastor chrysozetetes gegeben wurde, gar nicht glücklich. Ihm wäre eine Bezeichnung lieber gewesen, die den Fundort der Art widerspiegelt, wie etwa Cerro Búfalo Streamside Frog. Der Grund: Neben McCranie waren auch der Herpetologe Jay

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Jalpa False Brook Salamander (Pseudoeurycea exspectata)
Ein Foto des vielleicht letzten Jalpa-False-Brook-Salamanders, aufgenommen 1976 vom Herpetologen David Wake. (© 2007 David Wake)

Jalpa-False-Brook-Salamander

Knapp 20 Jahre nach seiner Entdeckung nie mehr gesichtet – der Jalpa-False-Brook-Salamander Zuerst beschrieben wurde Pseudoeurycea exspectata vom amerikanischen Herpetologen Laurence Cooper Stuart im Jahr 1954. In jener Zeit war die Salamanderart wohl noch recht häufig anzutreffen. Doch gerade einmal etwas mehr als 20 Jahre später, nämlich 1976, wurde der Jalpa-False-Brook-Salamander

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Emperoptera mirabilis Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege

Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege

Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege: Eine Fliege, die nicht fliegen konnte Die winzige, zwischen 15 und 18 Millimeter lange Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege besaß keine Flügel und war damit flugunfähig. Anstelle ihrer Flügel besaß sie rund ein Millimeter lange Sporne. Zur Rückbildung oder dem Verlust von Flugorganen bei Tieren kann es als Ausdruck bestimmter Lebensweisen kommen, so

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galapagos-riesenratte Megaoryzomys curioi

Galapagos-Riesenratte

Ihre Größe ist dem Inselgigantismus geschuldet Eine lebendige Galapagos-Riesenratte wurde nie gesichtet oder gar gesammelt. Jochen Niethammer beschrieb das mäuseartige Nagetier aus der Gruppe der Neuweltmäuse 1964 auf Basis von drei Knochenfragmenten, die man in einer Höhle auf Santa Cruz fand. Später wurden noch weitere fossile Überreste, allesamt auf den

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Antigua-Glattkopfleguan

Ein Reptil von ekelhaftem Aussehen Eine Mrs. Lanaghan (auch Lanagan) lieferte 1844 in Antigua and the Antiguans eine Beschreibung eines Reptils, welches der Antigua-Glattkopfleguan sein könnte. Sie beschrieb eine auf dem Boden lebende Echse, die „wesentlich größer“ als jene auf Bäumen sei. An ihrem Körper verlaufen „in Längsrichtung blutrote Streifen

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kupferfadenelfe

Kupferfadenelfe

Die Kupferfadenelfe – Eine eigenständige Art? Die Weltnaturschutzorganisation IUCN listet die Kupferfadenelfe unter ‚Datenlage unzureichend‘. Der Grund: Die Vogelart ist nur von zwei Exemplaren, die vor 1852 in Bolivien gesammelt wurden, bekannt. Im 20. Jahrhundert wurde die Kupferfadenelfe weder beobachtet noch gesammelt, weshalb sich Forscher uneinig sind, ob es sich bei

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brustband ameisenpitta

Antioquia-Brustband-Ameisenpitta

Antioquia-Brustband-Ameisenpitta: Seit 120 Jahren unbeachtet im Museum Als Norman Arlott den Auftrag erhielt, für das Handbook of the Birds of the World unterschiedliche Ameisenpitta-Arten zu illustrieren, besuchte er 2001 das National History Museum in London. In der eine Million Vogelarten umfassenden Sammlung des Museums entdeckte Arlott eine bis dato unbekannte

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vietnamesisches nashorn Rhinoceros sondaicus annamiticus

Vietnamesisches Nashorn

Ausgestorben geglaubte Unterart 1988 wiederentdeckt Die ausgestorben geglaubte Unterart des Java-Nashorns (Rhinoceros sondaicus), das Annamitische Java-Nashorn oder Annamiten-Nashorn (auch: Vietnamesisches Nashorn) wurde erst 1988 wiederentdeckt. Zunächst nahm man an, dass die Nashorn-Art, die einst einen großen Teil Südostasiens besiedelte, durch die Folgen des Vietnamkrieges ausgestorben war. 1988 entdeckten Wissenschaftler eine

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atlasbaer

Atlasbär

Atlasbär war Teil von Tierhetzen im Römischen Reich Der Atlasbär soll im nordafrikanischen Atlasgebirge und in den angrenzenden Regionen Libyens, Algeriens und Marokko gelebt haben. Von ihm existieren keine Fotos, keine wissenschaftlichen Abbildungen, keine Exemplare in Museen und keine vollständigen Skelette. Was vom Atlasbären blieb, sind subfossile Knochen aus Höhlen,

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sloans uraniafalter / urania sloanus

Sloans Uraniafalter

Sloans Uraniafalter: Eine tagaktive Motte Sloans Uraniafalter, ein auffallend schöner Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von bis zu 7,6 Zentimetern, starb vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts aus, da er keine Futterpflanzen mehr für seine Raupen fand. Das Besondere an Sloans Uraniafalter war nicht nur, dass er aufgrund seiner Färbung als „die

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