Riesen-Heidelibelle / St.-Helena-Heidelibelle (Sympetrum dilatatum)

St.-Helena-Heidelibelle – Die einzige Libelle St. Helenas

St. Helena: Ein Hotspot für Insektenendemismus Die abgelegene Insel St. Helena ist vielen Menschen vor allem aus der Geschichte bekannt: als Verbannungsort Napoleons, der hier 1815 interniert wurde und 1821 starb. Jenseits dieser prominenten Episode besitzt die kleine Vulkaninsel im Südatlantik – rund 1.800 Kilometer westlich der afrikanischen Küste –

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Dodo-Rekonstruktion im Muséum national d’histoire naturelle in Paris, Frankreich

Dodo – Dead as a dodo

Der mit den Tauben (Columbidae) verwandte Dodo ist das wohl bekannteste Beispiel einer durch den Menschen ausgerotteten Tierart. Rezeptionen des Vogels etwa in Literatur und Malerei sind häufig, so etwa im dritten Kapitel des Kinderbuches Alice im Wunderland (1865) von Lewis Carroll oder in den Gemälden des flämischen Malers Roelant

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Prostalia granulata - Wiederentdeckung nach 45 Jahren
Prostalia granulata – männliches Tier, fotografiert bei Beacon Hill im Umtamvuna Nature Reserve. Charakteristisch sind die zahlreichen winzigen Erhebungen („Granula“) auf der Körperoberfläche. (© Adrian Armstrong, Ezemvelo KZN Wildlife)

Südafrika: Nach 45 Jahren wiederentdeckt – eine fast vergessene Heuschreckenart lebt noch

Mehr als vier Jahrzehnte lang galt Prostalia granulata, auch als (Granulate) Bladder Grasshopper bekannt, als verschollen. Zuletzt war die seltene Heuschreckenart im Jahr 1980 wissenschaftlich dokumentiert worden. Seitdem fehlten jegliche gesicherten Nachweise – ein Umstand, der ernsthafte Zweifel an ihrem Fortbestand aufkommen ließ. Anfang Dezember 2025 dann die Überraschung: In

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Pholidoscelis cineraceus

Guadeloupe-Ameive – Isolation, Kolonisation & das Ende einer Inselart

Inseln unter Druck Die Westindischen Inseln – darunter die Kleinen Antillen – zählen zu den artenreichsten Regionen der Welt. Viele Echsen- und Schlangenarten kommen ausschließlich dort vor. Diese Endemiten haben sich über Jahrtausende hinweg an die Bedingungen einzelner Inseln angepasst. Genau diese Spezialisierung macht sie jedoch besonders anfällig: Wenn Lebensräume

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Ist der Bahamakleiber (Sitta insularis) ausgestorben?

Bahamakleiber – Vom Winde verweht?

Der letzte Sturm – und was ihm vorausging Es gibt Tierarten, die scheinbar durch ein einzelnes katastrophales Ereignis ausgelöscht wurden – durch einen Hurrikan, einen Vulkanausbruch, eine Flut oder ein Erdbeben. So verschwand die Schwaneninseln-Ferkelratte endgültig von der Erde, nachdem Hurrikan Janet im Jahr 1955 über ihre Heimatinsel Little Swan

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Insektenbiomasse-Rückgang
Artenreiche Wiesen verschwinden zunehmend aus der Landschaft. Mit dem Verlust von Insektenarten schrumpft nicht nur die Vielfalt, sondern auch die Biomasse – mit Folgen für ganze Ökosysteme.

Neue Studie zeigt: Biomasserückgang bei Insekten wird vor allem durch Artenverlust erklärt

Seit Jahren ist vom Insektensterben die Rede. Menschen berichten von stillen Sommernächten, leeren Windschutzscheiben und Wiesen, in denen es kaum noch summt. Was zunächst als subjektiver Eindruck abgetan wurde, ist inzwischen bestätigt: Mehrere Langzeitstudien zeigen, dass die Insektenbiomasse in Mitteleuropa stark zurückgeht. Besonders bekannt wurde die sogenannte Krefelder Studie (2017).

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Wiederentdeckungen 2025: Verschollene und ausgestorben geglaubte Tierarten

Wiederentdeckungen 2025: Diese Tierarten galten als verschollen oder ausgestorben

Arten verschwinden nicht einfach, nur weil man sie lange nicht sieht. Und sie sind ebenso wenig gerettet, nur weil sie plötzlich wieder auftauchen. Wiederentdeckungen markieren einen schmalen Grat zwischen Hoffnung und Unsicherheit: Sie zeigen, dass Leben überdauern kann – oft jedoch nur knapp. Auch im Jahr 2025 wurden zahlreiche Tierarten

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Neuentdeckte Tierarten 2025
Neuentdeckte Tierarten 2025 stehen für die Vielfalt des bislang Übersehenen – von winzigen Fröschen und Fischen über ungewöhnliche Insekten bis hin zu seltenen Vögeln und Säugetieren. (© Ribeiro in Bornschein / Morais / Pacheco in Llancachahua-Tarqui / Liu et al., CC BY 4.0; Sinclair et al., CC0)

Neuentdeckte Tierarten 2025: Neue Arten, alte Irrtümer & überraschende Funde

Als der schwedische Naturforscher Carl von Linné im 18. Jahrhundert Ordnung in die Vielfalt des Lebens brachte und Begriffe wie Art, Gattung und Familie etablierte, ahnte noch niemand, welches Ausmaß diese Aufgabe einmal annehmen würde. Seitdem haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit rund 2,5 Millionen Arten beschrieben und benannt. Doch die

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Blauschwanz-Sandveld-Eidechse (Nucras caesicaudata) - Wiederentdeckung 2025

Nach 53 Jahren wieder aufgetaucht: Die Blauschwanz-Sandveld-Eidechse lebt

Mehr als ein halbes Jahrhundert lang hatte sich die Blauschwanz-Sandveld-Eidechse (Nucras caesicaudata) der wissenschaftlichen Beobachtung entzogen. Seit ihrer Erstbeschreibung Anfang der 1970er-Jahre existierte sie nur noch in Museumssammlungen und alten Fundlisten – lebende Tiere schienen verschwunden. Nun ist klar: Die Art ist nicht ausgestorben. Sie hat überdauert, unentdeckt und fernab

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Airborne eDNA (DNA aus der Luft)
Airborne eDNA: In der Luft schwebende DNA-Spuren von Pflanzen, Pilzen und Tieren machen den schleichenden Wandel von Ökosystemen über Jahrzehnte hinweg sichtbar.

Artensterben im Luftfilter: Wie DNA aus der Luft 34 Jahre Biodiversitätsverlust sichtbar macht

Was wäre, wenn sich der Zustand ganzer Ökosysteme über Jahrzehnte hinweg nachvollziehen ließe – nicht anhand klassischer Bestandszahlen oder alter Karten, sondern mithilfe von DNA-Spuren aus der Luft? Eine neue Studie zeigt, dass genau das möglich ist. Sie nutzt sogenannte airborne environmental DNA (airborne eDNA): winzige genetische Spuren, die Pflanzen,

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