Antigua-Glattkopfleguan

Der ausgestorbene Antigua-Glattkopfleguan gehört wie auch der heute noch existierende Rollschwanz-Leguan Leiocephalus carinatus (Bild) zur Gattung der Glattkopfleguane. (© Ianaré Sévi, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)
Antigua-Glattkopfleguan – Steckbrief
alternative Bezeichnung Barbuda-Glattkopfleguan
lateinischer Name Leiocephalus cuneus
englischer Name Antiguan Curly-tailed Lizard
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Anguilla, Antigua und Barbuda, Guadeloupe (Kleine Antillen)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens im 15. Jahrhundert
Ursachen für das Aussterben
auf Insel eingeschleppte Tiere

Ein Reptil von ekelhaftem Aussehen

Eine Mrs. Lanaghan (auch Lanagan) lieferte 1844 in Antigua and the Antiguans eine Beschreibung eines Reptils, welches der Antigua-Glattkopfleguan sein könnte. Sie beschrieb eine auf dem Boden lebende Echse, die „wesentlich größer“ als jene auf Bäumen sei. An ihrem Körper verlaufen „in Längsrichtung blutrote Streifen und sie ist „von ekelhaftem Aussehen“ mit einem „Schwanz von extremer Länge“, sodass die Bewegungen des Tieres schlangenartig wirken würden.

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Guadeloupe-Ameive

ameiva fuscata
Ein Foto der heute noch existierenden, mit der Guadeloupe-Ameive verwandten Dominikanischen Ameive (Ameiva fuscata). (© Postdlf, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons)
Guadeloupe-Ameive – Steckbrief
lateinische Namen Pholidoscelis cineraceus, Ameiva cineracea
englischer Name Guadeloupe Ameiva
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Guadeloupe (Kleine Antillen)
Zeitpunkt des Aussterbens 1928
Ursachen für das Aussterben Hurrikan, auf Insel eingeschleppte Mangusten, Lebensraumverlust

Ein Hurrikan führte zum Aussterben der letzten Guadeloupe-Ameiven

Letztendlich verantwortlich für das Verschwinden der zur Familie der Schienenechsen (Teiidae) zählenden Guadeloupe-Ameive war der Okeechobee-Hurrikan, welcher im September 1928 auf der Insel Guadeloupe wütete.

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Martinique-Ameive

ameiva major
Eine Zeichnung der Martinique-Ameive von den französischen Zoologen André Marie Constant Duméril und Gabriel Bibron aus dem Jahr 1839. Diese haben die Echse auch als erste wissenschaftlich beschrieben. (© Mougoot, Dumeril, Bibron, Public domain, via Wikimedia Commons)
Martinique-Ameive – Steckbrief
lateinische Namen Pholidoscelis major, Ameiva major
englische Namen Martinique Ameiva, Martinique Giant Ameiva
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Martinique oder Îles de la Petite Terre (Kleine Antillen)
Zeitpunkt des Aussterbens spätestens 1825 oder um 1928
Ursachen für das Aussterben unklar; vermutlich auf Insel eingeschleppte Tiere oder Hurrikan

Selbst Herkunft der Martinique-Ameive ist umstritten

Es ist wirklich nicht viel über die Martinique-Ameive bekannt und das, was man einst dachte, zu wissen, wurde von der Wissenschaft revidiert. So trägt die Martinique-Ameive vielleicht sogar ihren Namen zu Unrecht.

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Mauritius-Riesenskink

mauritius-riesenskink / f Leiolopisma mauritiana
Knochen des Mauritius-Riesenskinks, dokumentiert von Hans Gadow im Jahr 1893. Anhand dieser subfossilen Überreste konnten Wissenschaftler das Reptil rekonstruieren. (© Hans Gadow, Public domain, via Wikimedia Commons)
Mauritius-Riesenskink – Steckbrief
lateinische Namen Leiolopisma mauritiana, Didosaurus mauritianus
englischer Name Mauritian Giant Skink
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Mauritius (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens um 1600 oder 1650
Ursachen für das Aussterben auf Insel eingeschleppte Tiere

Mauritius-Riesenskink – einige Knochen landeten auf dem Müll

Der Mauritius-Riesenskink ist nur von einem unvollständigen Exemplar und vereinzelten Knochen bekannt. Einem Gerücht nach, soll ein ehemaliger Direktor des Mauritian Institute einige Knochen des Reptils weggeworfen haben und Schuld daran tragen, dass es heute kein vollständiges Skelett gibt.

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Mauritiusboa

mauritiusboa Bolyeria multocarinata
Eine Zeichnung der Mauritiusboa; entstanden zwischen 1700 und 1880. Die Schlange war im Durchschnitt etwa ein Meter lang. (© UBA01:IZ11900105, Iconographia Zoologica: een papieren dierenrijk, Universiteit van Amsterdam, Public domain, via Wikimedia Commons)
Mauritiusboa – Steckbrief
lateinische Namen Bolyeria multocarinata, Eryx multocarinata
englischer Name Round Island Burrowing Boa
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Round Island, früher auch Mauritius (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens 1975
Ursachen für das Aussterben auf Insel eingeschleppte Tiere, extrem kleines Verbreitungsgebiet

Mauritiusboa: Extrem kleines Verbreitungsgebiet

Rund 22,5 Kilometer östlich von Mauritius befindet sich die unbewohnte, nur knapp 1,7 Quadratkilometer kleine Insel Round Island. Dort lebte die Mauritiusboa, die zur Familie der Bolyerschlangen (Bolyeriidae) gehört.

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Réunion-Riesenschildkröte

reunion-riesenschildkroete / Cylindraspis indica
Zeichnung der Réunion-Riesenschildkröte aus Historia Testudinum: Iconibus Illustrata von Johann David Schoepf aus dem Jahre 1792. (© Johann David Schoepf, Public domain, via Wikimedia Commons)
Réunion-Riesenschildkröte – Steckbrief
lateinische Namen Cylindraspis indica, Cylindraspis borbonica, Chersina grayi, Testudo graii, Testudo indica u.a.
englischer Name Réunion Giant Tortoise
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Réunion (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens 1840er-Jahre
Ursachen für das Aussterben Überjagung, auf Insel eingeschleppte Tiere

Reunion-Riesenschildkröte: Ihr Fleisch galt als Delikatesse

Die Reunion-Riesenschildkröte war im 17. und frühen 18. Jahrhundert noch sehr häufig, doch mit der Ankunft europäischer Seefahrer auf der Insel Réunion wurden unzählige dieser Tiere getötet.

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Rabida-Riesenschildkröte

Galapagos Geochelone nigra porteri
Von der Rabida-Riesenschildkröte gibt es keine Bilder. Das Foto zeigt die heute noch existierende Santa-Cruz-Riesenschildkröte (Chelonoidis nigra porteri). Beide sind Unterarten der Galápagos-Riesenschildkröte (C. nigra). (© Pandanus, Public domain, via Wikimedia Commons)
Rabida-Riesenschildkröte – Steckbrief
lateinischer Name Chelonoidis nigra wallacei
englischer Name Rábida Island Tortoise
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Rábida (Galápagosinseln)
Zeitpunkt des Aussterbens 1906
Ursachen für das Aussterben unklar

Eine Unterart der Galápagos-Riesenschildkröte

Die Rabida-Riesenschildkröte soll eine Unterart der Galápagos-Riesenschildkröte (Chelonoidis nigra) gewesen sein, von der insgesamt 15 Unterarten existieren, wobei vier bereits ausgestorben sind: die Santa-Fe-Riesenschildkröte (unbenannt), die Floreana-Riesenschildkröte (C. nigra nigra), die Fernandinha-Riesenschildkröte (C. nigra phantastica) und eben die Rabida-Riesenschildkröte.

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Kawekaweau-Gecko

Kawekaweau-Gecko Hoplodactylus delcourti
Nachbildung des Kawekaweau-Geckos aus dem Lille Natural History Museum in Frankreich. (© Musée d’Histoire Naturelle de Lille, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)
Kawekaweau-Gecko – Steckbrief
lateinischer Name Hoplodactylus delcourti
englische Namen Kawekaweau, Delcourt’s Sticky-toed Gecko, Delcourt’s Giant Gecko
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Neuseeland
Zeitpunkt des Aussterbens 1870
Ursachen für das Aussterben auf die Insel eingeschleppte Tiere, Lebensraumverlust

Kawekaweau-Gecko: Der einst größte Gecko der Welt

Der Kawekaweau-Gecko war mit 60 Zentimetern Länge der größte Gecko weltweit. Das Tier war an der Körperoberseite vermutlich hellbraun mit dunkelroten Längsstreifen; seine Unterseite war beige.

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Jamaika-Schlanknatter

Antiguan Racer
Da kaum Bilder der Jamaika-Schlanknatter existieren, hier eine Fotografie der Antigua-Schlanknatter, welche ebenfalls zur Gattung Alsophis zählt. Diese Schlangenart existiert noch heute, ist aber in ihrem Bestand gefährdet. (© Wallamalloo69 at English Wikipedia, Public domain, via Wikimedia Commons)
Jamaika-Schlanknatter – Steckbrief
alternative Bezeichnung Schwarze Schlanknatter
lateinische Namen Alsophis ater, Hypsirhynchus ater
englische Namen Jamaican Racer, Black Racer
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Jamaika
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1940er-Jahre
Ursachen für das Aussterben auf Insel eingeschleppte Tiere, Lebensraumverlust

Schwarze Schlanknatter: Sehr selten oder ausgestorben?

Die Jamaika-Schlanknatter gehört zur Familie der Nattern und ist eine von elf Schlanknatterarten der Gattung Alsophis, die alle im Westindischen Raum beheimatet sind oder waren.

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Gelbe Gallwespenschleiche

gelbe gallwespenschleiche
Foto eines Exemplars der Gelben Gallwespenschleiche im Natural History Museum in London. Es wurde vermutlich im 19. Jahrhundert gesammelt. (© Simon J. Tonge, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons)
Gelbe Gallwespenschleiche – Steckbrief
lateinischer Name Celestus occiduus
englische Namen Jamaican Giant Galliwasp, Sinking Galliwasp
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Jamaika
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1851
Ursachen für das Aussterben auf Insel eingeschleppte Tiere

Gelbe Gallwespenschleiche – Ausgestorben oder vom Aussterben bedroht?

Die Gelbe Gallwespenschleiche war eine nur auf der Insel Jamaika endemische Echsenart, die eine Körperlänge von rund 30 Zentimetern erreichte. Ihre Farbe wurde als Hellbraun mit dunkleren Absetzungen beschrieben. Es heißt, dass die Echse diese Farben durch ein Gelb erweitern konnte, was wiederum ihren Namen erklärt.

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