Archiv der Kategorie: Amphibien

Rabbs Fransenzehen-Laubfrosch

Rabbs Fransenzehen-Laubfrosch Ecnomiohyla rabborum

Der braune oder braun-grüne Rabbs Fransenzehen-Laubfrosch war mit einer Kopf-Rumpflänge von sechs bis zehn Zentimetern relativ groß. Er besaß kräftige Beine sowie auffallend große Finger und Zehen mit ausgedehnten Schwimmhäuten. (© Brian Gratwicke from DC, USA, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Rabbs Fransenzehen-Laubfrosch – Steckbrief
lateinischer Name Ecnomiohyla rabborum
englischer Name Rabb’s Fringe-limbed Treefrog
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Panama
Zeitpunkt des Aussterbens 2016
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust, Waldrodungen, Chytridiomykose (Pilzerkrankung)

Toughie – ein weiterer Endling

Ein paar Laubfrösche – unter ihnen ein Männchen namens Toughie – gelangten 2005 vom Bergnebelwald Zentral-Panamas zum Botanischen Garten von Atlanta, wo man sie pflegte und zu vermehren zu versuchte. Vergeblich, die Kaulquappen starben jedes Mal schon vor ihrer Metamorphose zum Frosch. Am 26. September 2016 starb dann Toughie. Er war wahrscheinlich der letzte seiner Art, ein Rabbs Fransenzehen-Laubfrosch. Seine Artgenossen im Frog Pod des Botanischen Gartens starben schon Jahre vor ihm.

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Corquin-Raubfrosch

corquin raubfrosch

So sah der heute vermutlich ausgestorbene Corquin-Raubfrosch aus. Charakteristisch sind der gesprenkelte Rücken und die dunkle Bänderung an den Beinen. (© 2003 Wilson and McCranie in The Conversation Status of the Herpetofauna of Honduras)

Corquin-Raubfrosch – Steckbrief
lateinische Namen Craugastor anciano, Eleutherodactylus anciano
englischer Name Corquin Robber Frog
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Honduras
Zeitpunkt des Aussterbens 1990
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust, Pilzerkrankung, Erdrutsche, Wasserverschmutzung

Honduranische Froschart mit kleinem Verbreitungsgebiet

Im stets nebligen und feuchten Bergregenwald, in einer Höhe von 1.400 bis 1.840 Metern über dem Meeresspiegel, im Nationalpark Montaña de Celaque im Westen von Honduras lebte der Corquin-Raubfrosch. Sein einstiges Verbreitungsgebiet im Gebirgszug Cordillera de Celaque, wo er lediglich an zwei Orten gesichtet wurde, wird auf 97 Quadratkilometer geschätzt. Die IUCN listet den Corquin-Raubfrosch als ausgestorben, denn die beiden letzten bestätigten Sichtungen erfolgten 1987 und 1990.

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McCranies Raubfrosch

Craugastor longirostris

Craugastor longirostris: Ein in Ecuador heimischer Frosch, der ebenfalls der Gattung Craugastor angehört. (© Mauricio Rivera Correa, CC BY-SA 2.5, via Wikimedia Commons)

McCranies Raubfrosch – Steckbrief
lateinische Namen Craugastor chrysozetetes, Eleutherodactylus chrysozetetes, Craugastor (Campbellius) chrysozetetes
englische Namen McCranie’s Robber Frog, Cerro Búfalo Streamside Frog
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Honduras
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1989
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust, Hurrikan, Pilzerkrankung

McCranies Raubfrosch: Unglückliche Namensgebung

Der Biologe James McCranie war mit dem umgangssprachlichen Namen McCranies Raubfrosch oder McCranie’s Robber Frog, der der Froschart Craugastor chrysozetetes gegeben wurde, gar nicht glücklich. Ihm wäre eine Bezeichnung lieber gewesen, die den Fundort der Art widerspiegelt, wie etwa Cerro Búfalo Streamside Frog. Der Grund: Neben McCranie waren auch der Herpetologe Jay Mathers Savage und der Zoologe Larry David Wilson an der wissenschaftlichen Erstbeschreibung von Craugastor chrysozetetes 1989 beteiligt.

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Jalpa-False-Brook-Salamander

Jalpa False Brook Salamander (Pseudoeurycea exspectata)

Ein Foto des vielleicht letzten Jalpa-False-Brook-Salamanders, aufgenommen 1976 vom Herpetologen David Wake. (© 2007 David Wake)

Jalpa-False-Brook-Salamander – Steckbrief
lateinischer Name Pseudoeurycea exspectata
englischer Name Jalpa False Brook Salamander
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Guatemala
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1976
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust

Knapp 20 Jahre nach seiner Entdeckung nie mehr gesichtet – der Jalpa-False-Brook-Salamander

Zuerst beschrieben wurde Pseudoeurycea exspectata vom amerikanischen Herpetologen Laurence Cooper Stuart im Jahr 1954. In jener Zeit war die Salamanderart wohl noch recht häufig anzutreffen. Doch gerade einmal etwas mehr als 20 Jahre später, nämlich 1976, wurde der Jalpa-False-Brook-Salamander ein letztes Mal gesehen.

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Günthers Zwergfrosch

günthers zwergfrosch Nannophrys guentheri

Darstellung von Günthers Zwergfrosch aus einem Katalog (1882) in der Sammlung des British Museum. George Albert Boulenger beschrieb die Spezies und ehrte mit dem Namen den Zoologen Albert Günther. (© R. Mintern, Public domain, via Wikimedia Commons)

Günthers Zwergfrosch – Steckbrief
lateinischer Name Nannophrys guentheri
englischer Name Gunther’s Streamlined Frog
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Sri Lanka
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1882
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust

Günthers Zwergfrosch: 1882 zum ersten und letzten Mal gesichtet

Nachdem Günthers Zwergfrosch 1882 auf Sri Lanka entdeckt und wissenschaftlich beschrieben wurde, hat man die Froschart nicht mehr gesehen. In der Wissenschaft wurde indes hinterfragt, ob der ausgestorbene, nur 2,85 Zentimeter lange Zwergfrosch identisch mit einer noch lebenden Froschart ist.

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Wolterstorff-Molch

wolterstorff-molch / Cynops wolterstorffi

Diese Illustration von George Albert Boulenger aus dem Jahr 1905 zeigt einen weiblichen (unten) und einen männlichen (oben) Wolterstorff-Molch. (© Boulanger, Public domain, via Wikimedia Commons)

Wolterstorff-Molch – Steckbrief
lateinische Namen Cynops wolterstorffi, Hypselotriton wolterstorffi
englische Namen Yunnan Lake Newt, Wolterstorff’s Newt, Kunming Lake Newt
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Yunnan (China)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1979
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust, eingeschleppte Fische und Frösche, Entenzucht

Industrialisierung verdrängte Wolterstorff-Molch

Der Wolterstorff-Molch lebte einst in Gewässern nahe der südchinesischen Großstadt Kunming. Doch als die Volksrepublik China 1949 ausgerufen wurde und die systematische Industrialisierung der Region begann, wurde Kunming zur Industriestadt.

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Goldkröte

goldkröte bufo periglenes

Das Foto zeigt ein Goldkröten-Männchen. Die Weibchen waren schwarz-gelb gefärbt mit roten, gelb umrandeten Flecken. (© Bufo_periglenes1.jpg: Charles H. Smithvergrößert von Aglarechderivative work Purpy Pupple, Public domain, via Wikimedia Commons)

Goldkröte – Steckbrief
lateinische Namen Incilius periglenes, Bufo periglenes
englische Namen Golden Toad, Alajualea Toad, Monte Verde Golden Toad, Monte Verde Toad, Orange Toad
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Costa Rica
Zeitpunkt des Aussterbens 1989
Ursachen für das Aussterben sehr kleines Verbreitungsgebiet, besonders anfällig aufgrund kurzer Laichzeit, klimatische Veränderungen

Goldkröte: Gründe für das Aussterben unklar

Warum die Goldkröte ausgestorben ist, kann bis heute nur vermutet werden. Da man sie ausschließlich in einem rund vier Quadratkilometer großen Gebiet im Bergnebelwald Costa Ricas nachweisen konnte, war ihr Verbreitungsgebiet vermutlich sehr klein. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit für das Aussterben einer Population oder Tierart aufgrund äußerer Einflüsse.

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Leopard-Bubble-Nest-Frosch

pseudophilautus viridis

Vom Leopard-Bubble-Nest-Frosch gibt es kaum Bilder, aber er soll den Arten Philautus viridis (Foto) und stuarti sehr ähnlich sein, weshalb es in der Vergangenheit zu Verwechslungen kam. (© Buddhika.jm(Buddhika Mawella), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Leopard-Bubble-Nest-Frosch – Steckbrief
lateinische Namen Pseudophilautus pardus, Philautus pardus
englischer Name Leopard Bubble-Nest Frog
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Sri Lanka
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1859
Ursachen für das Aussterben nicht bekannt, eventuell Lebensraumverlust

Frosch mit Leopardenmuster

Die auf Sri Lanka endemische und nun ausgestorbene Froschart Pseudophilautus pardus verweist in ihrem Namen schon auf ihre Besonderheit. Der Name der Spezies leitet sich von pardus, Griechisch für Leopard ab. Der Leopard-Bubble-Nest-Frosch unterschied sich von allen anderen Fröschen der Gattung Pseudophilautus durch seine leopardenähnliche Musterung und Farbe.

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Maia-Bubble-Nest-Frosch

Pseudophilautus tanu

Das Bild zeigt die ebenfalls auf Sri Lanka heimische und noch existierende Froschart Pseudophilautus tanu. Sie ist eng mit dem Maia-Bubble-Nest-Frosch verwandt. (© Buddhika.jm(Buddhika Mawella), CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons)

Maia-Bubble-Nest-Frosch – Steckbrief
lateinische Namen Pseudophilautus maia, Pseudophilautus macropus, Philautus maia
englischer Name Maia Bubble-Nest Frog
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Sri Lanka
Zeitpunkt des Aussterbens spätestens 1876
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust

Maia-Bubble-Nest-Frosch: Kaum Exemplare bekannt

Viel weiß man über den vermutlich braunen Maia-Bubble-Nest-Frosch nicht. Die Froschart wurde erst 2007 anhand eines weiblichen Exemplars beschrieben, welches in den 1860er-Jahren gesammelt wurde. Dieses befindet sich heute im Natural History Museum in London.

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Ainsworths Salamander

Northern Slimy Salamander_Plethodon glutinosus

Es existieren keine Abbildungen von Ainsworths Salamander. Das Bild zeigt den heute noch existierenden Silbersalamander, der auch zur Gattung der Waldsalamander gehört. (© Greg Schechter, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons)

Ainsworths Salamander – Steckbrief
lateinischer Name Plethodon ainsworthi
englischer Name Ainsworth’s Salamander
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Mississippi (USA)
Zeitpunkt des Aussterbens etwa 1964
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust, Bodenerosion, Austrocknung von Quellen

Ainsworths Salamander: 1964 zum letzten Mal gesehen

Bekannt ist Ainsworths Salamander lediglich von zwei Exemplaren, die Jackson Harold Ainsworth 1964 zwei Meilen südlich von Bay Springs in Jasper County, Mississippi gesammelt hat.

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