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Schomburgk-Hirsch

schomburgk-hirsch im zoo / Rucervus schomburgki
Ein Foto des Schomburgk-Hirsches im Westberliner Zoo 1911. In Thailand nannte man diese Tierart Sa Mun oder Nuar Sa Mun. (© Lothar Schlawe)
Schomburgk-Hirsch – Steckbrief
lateinische Namen Rucervus schomburgki, Cervus schomburgki
englischer Name Schomburgk’s Deer
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Thailand
Zeitpunkt des Aussterbens 1932 oder später
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust, Überjagung

Noch heute: Gerüchte um die Existenz des Schomburgk-Hirsches

Es heißt, der letzte Schomburgk-Hirsch starb 1938 in einem Zoo. Dennoch halten sich bis heute die Gerüchte, dass das Tier aus der Familie der Hirsche (Cervidae) noch existieren könnte.

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Jamaika-Affe

potto / ähnlich dem jamaika-affe
Einige Wissenschaftler vermuten, dass der in Afrika beheimatete Potto (Bild) dem ausgestorbenen Jamaika-Affen ähnlich sieht. Pottos sind schwer gebaute Primaten, die sich nur langsam auf allen vieren fortbewegen. (© Ltshears)
Jamaika-Affe – Steckbrief
lateinischer Name Xenothrix mcgregori
englischer Name Jamaican Monkey
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Jamaika
Zeitpunkt des Aussterbens Anfang des 18. Jahrhunderts
Ursachen für das Aussterben nicht bekannt, eventuell Bejagung

Rätselhafter Affen-Fund auf Jamaika

Da es auf den karibischen Inseln eigentlich keine Primaten gibt, stellten 1919 gefundene Knochen eines Affen – später als Jamaika-Affe bezeichnet – Wissenschaftler zunächst vor ein Rätsel. Ein Affe in der Karibik?

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Jaunet

jaunet salvelinus neocomensis - ausgestorben
Verschiedene Saibling-Arten (Salvelinus alpinus, Salvelinus colii und Salvelinus grayi), gemalt 1879 von Alexander Francis Lydon. Vom Jaunet existieren nur wenige Fotos, er besaß gelbliche Flanken.
Jaunet – Steckbrief
lateinische Namen Salvelinus neocomensis, (Salmo fario profundus), (Salvelinus salvelinus profundus)
englische Namen Lake Neuchâtel Deepwater Char, Lake Neuchâtel Deepwater Charr
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Neuenburgersee (Schweiz)
Zeitpunkt des Aussterbens 1904 oder später
Ursachen für das Aussterben nicht bekannt, eventuell sich verändernde Wasserqualität

Jaunet: Nur drei Exemplare bekannt

Der Süßwasserfisch Jaunet, der zur Gattung der Saiblinge (Salvelinus) und zur Familie der Lachsfische (Salmonidae) gehört, ist nur von drei Exemplaren bekannt. Die Tiere wurden in den Jahren 1896, 1902 und 1904 gesammelt – seither gab es kein Lebenszeichen von dieser Fischart.

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Mauritius-Riesenskink

mauritius-riesenskink / f Leiolopisma mauritiana
Knochen des Mauritius-Riesenskinks, dokumentiert von Hans Gadow im Jahr 1893. Anhand dieser subfossilen Überreste konnten Wissenschaftler das Reptil rekonstruieren.
Mauritius-Riesenskink – Steckbrief
lateinische Namen Leiolopisma mauritiana, Didosaurus mauritianus
englischer Name Mauritian Giant Skink
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Mauritius (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens um 1600 oder 1650
Ursachen für das Aussterben auf Insel eingeschleppte Tiere

Mauritius-Riesenskink – einige Knochen landeten auf dem Müll

Der Mauritius-Riesenskink ist nur von einem unvollständigen Exemplar und vereinzelten Knochen bekannt. Einem Gerücht nach, soll ein ehemaliger Direktor des Mauritian Institute einige Knochen des Reptils weggeworfen haben und Schuld daran tragen, dass es heute kein vollständiges Skelett gibt.

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Weißbrust-Brillenvogel

weißbrust-brillenvogel / Zosterops albogularis
Zeichnung des Weißbrust-Brillenvogels von John Gould (zwischen 1840 und 1848). Gould beschrieb den Singvogel wissenschaftlich als erster im Jahre 1937.
Weißbrust-Brillenvogel – Steckbrief
alternative Bezeichnungen Norfolk-Brillenvogel, Weißkehl-Brillenvogel, Weißbrustbrillenvogel, Norfolkbrillenvogel, Weißkehlbrillenvogel
lateinischer Name Zosterops albogularis
englische Namen White-chested White-Eye, White-breasted Silvereye, Norfolk White-Eye
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Norfolkinsel (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 2006
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust, auf Insel eingeschleppte Tiere (z.B. Ratten, Katzen), klimatische Veränderungen

Weißbrust-Brillenvogel: In jüngster Zeit ausgestorben

Der Weißbrust-Brillenvogel war lediglich in einem fünf Quadratkilometer großen Waldgebiet am Mount Pitt auf der Norfolkinsel heimisch. Die Norfolkinsel liegt östlich von Australien und nördlich von Neuseeland.

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Südliches Wüstenwarzenschwein

Phacochoerus aethiopicus (wüstenwarzenschwein), unterart südliches wüstenwarzenschwein
Die Zeichnung zeigt ein Wüstenwarzenschwein (Phacochoerus aethiopicus) und stammt von Frank E. Beddard (1902). Von der ausgestorbenen Unterart, dem Südlichen Wüstenwarzenschwein, gibt es kaum Bilder.
Südliches Wüstenwarzenschwein – Steckbrief
lateinischer Name Phacochoerus aethiopicus aethiopicus
englischer Name Cape Warthog
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Südafrika
Zeitpunkt des Aussterbens 1870er-Jahre
Ursachen für das Aussterben Überjagung, klimatische Veränderungen

Das Wüstenwarzenschwein – eine wenig bekannte Tierart

Das Eigentliche Warzenschwein (Phacochoerus africanus) aus Afrika kennt fast jeder, doch weniger bekannt dürfte das Wüstenwarzenschwein (Phacochoerus aethiopicus) sein. Und noch weniger bekannt ist, dass es ein Nördliches und ein Südliches Wüstenwarzenschwein gibt bzw. gab.

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Laysan-Eule

laysan-eule Agrotis-laysanensis
Eine Zeichnung der ausgestorbenen Laysan-Eule aus dem Jahr 1895. Die weiblichen Tiere hatten eine dunklere Färbung als die männlichen.
Laysan-Eule – Steckbrief
lateinische Namen Agrotis laysanensis, Prodenia laysanensis
englische Namen Miller, Miller Moth, Laysan Noctuid Moth
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Laysan (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens 1911
Ursachen für das Aussterben auf Insel eingeschleppte Kaninchen zerstörten Nahrungsquelle

Mit der Laysan-Eule starb auch der Laysan-Rohrsänger aus

Die Laysan-Eule, ein im Englischen als Miller oder Miller Moth bezeichneter Nachtfalter, war die Hauptnahrungsquelle des Laysan-Rohrsängers oder Laysan Millerbird. Mit dem Aussterben des Falters verschwand auch der Laysan-Rohrsänger.

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Rodrigues-Nachtreiher

rodrigues-nachtreiher (Nycticorax megacephalus)
Die Illustration des französischen Naturforschers Alphonse Milne-Edwards aus dem Jahr 1875 zeigt verschiedene Knochen des ausgestorbenen Rodrigues-Nachtreihers.
Rodrigues-Nachtreiher – Steckbrief
lateinische Namen Nycticorax megacephalus, Ardea megacephala, Megaphoyx megacephala
englischer Name Rodrigues Night-Heron
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Rodrigues (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens Mitte des 18. Jahrhunderts
Ursachen für das Aussterben Überjagung, Lebensraumverlust

Französische Entdecker beschrieben den Rodrigues-Nachtreiher zuerst

Bekannt ist der Rodrigues-Nachtreiher vor allem aus einem Reisebericht des französischen Entdeckers François Leguat. Ende des 17. Jahrhunderts machte er sich mit anderen Hugenotten auf zur Insel Réunion.

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Wolterstorff-Molch

wolterstorff-molch / Cynops wolterstorffi
Diese Illustration von George Albert Boulenger aus dem Jahr 1905 zeigt einen weiblichen (unten) und einen männlichen (oben) Wolterstorff-Molch.
Wolterstorff-Molch – Steckbrief
lateinische Namen Cynops wolterstorffi, Hypselotriton wolterstorffi
englische Namen Yunnan Lake Newt, Wolterstorff’s Newt, Kunming Lake Newt
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Yunnan (China)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1979
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust, eingeschleppte Fische und Frösche (z.B. Graskarpfen), Entenzucht

Industrialisierung verdrängte Wolterstorff-Molch

Der Wolterstorff-Molch lebte einst in Gewässern nahe der südchinesischen Großstadt Kunming. Doch als die Volksrepublik China 1949 ausgerufen wurde und die systematische Industrialisierung der Region begann, wurde Kunming zur Industriestadt.

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Kaiserriesenratte

wanderratte (verwandt mit kaiserriesenratte)
Da es kaum Abbildungen der Kaiserriesenratte gibt, hier ein Foto einer Wanderratte (Rattus norvegicus), die heutzutage weltweit vorkommt. (© Hans-Jörg Hellwig)
Kaiserriesenratte – Steckbrief
alternative Bezeichnung Kaiser-Riesenratte
lateinischer Name Uromys imperator
englischer Name Emperor Rat
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Guadalcanal (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1888
Ursachen für das Aussterben Beute verwilderter Katzen, auf Insel eingeschleppte Tiere und Krankheiten, Lebensraumverlust

Kaiserriesenratte: Kopf-Rumpf-Länge von 35 Zentimetern

Die Kaiserriesenratte ist lediglich von drei Exemplaren her bekannt, die der britische Naturforscher Charles Woodford zwischen 1886 und 1888 auf der Insel Guadalcanal gesammelt hat. Die pazifische Insel Guadalcanal ist die Hauptinsel der Salomon-Inseln.

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