Der Spix-Blauara

Cyanopsitta spixii
Spix's Macaw

www.ibge.gov.br
Der Spix-Blauara misst eine Gesamtlänge von 60 cm, und zählt somit zu den mittelgroßen Aras. Sein Körpergefieder ist graublau, Stirn und Kopfseiten sind grauer und Schwingen sind kobaltblau. Er besitzt einen extrem langen Schwanz. Im Verhältnis zur Größe des Vogels ist der Schnabel ziemlich schwach.
Aufgrund seiner gesamtblauen Färbung wurde der Spix-Ara von verschiedenen Autoren nahe zu den Aras der Gattung Anodorhynchus (Hyazinth-Ara, Meerblauer Ara und Lear-Ara) gestellt oder als Bindeglied zwischen den Vertretern der Gattung Anodorhynchus und jenen der Gattung Araan gesehen. Betrachtet man jedoch die Körperproportionen des Spix-Ara und berücksichtigt man sein Verhalten, lässt sich eine solche These kaum aufrechterhalten; zu Recht steht die Art in einer eigenen Gattung.
Quelle unbekannt

Pro Brut kann man mit 2 bis 3 Jungen rechnen. Diese haben gegenüber anderen Aras einen relativ kleinen Kropf, dadurch müssen die Alttiere in kurzen Intervallen füttern.
Die Verbreitung des Spix-Aras beschränkt sich auf Nordost-Brasilien in Süd-Piauí (Parnaguá) und Nordost-Bahia (Juazeiro). Er soll auch im südlichsten Zipfel von Maranhao vorkommen, ebenso in Nordost-Goiás und eventuell in Pernambuco. Der Spix-Ara kommt in seinem Verbreitungsgebiet nur lokal und unregelmäßig vor.
Er bevorzugt Palmhaine, vor allem Bestände der Buriti-Palme Mauritia flexuosa. Diese Art der Vögel suchen immer die gleichen Schlafplätze und Bäume auf, und die Flugstrecken, die sie zurücklegen, unterscheiden sich nicht wesentlich voneinander. Über viele Jahre hinweg werden auch immer wieder die gleichen Brutbäume verwendet. Ernähren tun sie sich hauptsächlich von Früchten und Samen verschiedener Pflanzen.
Innerhalb weniger Jahre wurde der einzige Vertreter der Gattung Cyanopsitta durch den illegalen Handel bis auf einen kläglichen Rest vernichtet und steht damit unmittelbar vor der Ausrottung.
Der deutsche Biologe J.G. Wagler gab 1832 dieser Ara-Art nach ihrem Entdecker den Namen Sittace spixii . Der Spix-Ara ist wahrscheinlich einer der am wenigsten bekannten und erforschten Papageien der Neotropischen Region.
Die Tatsache, dass diese Tiere immer wieder die selben Flugstrecken, Schlafplätze und Brutbäume aufsuchen erleichtert den Fang sehr.
In Gefangenschaft ist der Spix-Ara selten anzutreffen. In Europa existiert er nur in ganz wenigen Zoos oder Vogelparks. Es ist ein schnelles Handeln gefordert, damit der Spix-Ara nicht dasselbe Schicksal erleidet wie der Kuba-Ara (Ara tricolor), der heute nur noch aus Museen und von Illustrationen her bekannt ist. Welchem Druck diese Art unterliegt, zeigt ein Vergleich mit Preisen, zu denen in Brasilien z. B. der Hyazinth-Ara (Anodorhynchus hyacinthinus) gehandelt wird. Dieser Ara ist für lächerliche 50 US-Dollar zu bekommen. Für den Spix-Ara hingegen wurden 1984 bereits in Brasilien 2000 US-Dollar erzielt. So verwundert es nicht, dass auch die verbleibenden Vögel nicht in Ruhe gelassen wurden.
Die einzige Chance für das Überleben dieser Art ist deshalb ein Zuchtprojekt mit den in Gefangenschaft gehaltenen Spix-Aras. Bislang scheiterten die Bemühungen in Brasilien etwas an der egoistischen Haltung der Besitzer, die diese Vögel hauptsächlich als Prestige-Objekt betrachten, zu ändern.
Allein in Brasilien werden nachweislich mindestens 20 Spix-Aras gehalten. Oft scheitern alle Bemühungen, eine Art vor der Ausrottung zu bewahren, an den fehlenden finanziellen Mitteln oder am fehlenden Know-how, ein sinnvolles, zukunftsorientiertes Zuchtprojekt zu betreiben.

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