Der Moa

aus: Igor Akimuschkin:
Vom Aussterben
bedroht?

Der Moa ist ein Riesenstrauß, der früher auf Neuseeland beheimatet war. Moas gehören zur Ordnung Dinornithiformes . Der Begriff Moa ist die Bezeichnung für rund 20 Arten straußenähnlicher Vögel und kommt aus der Maorisprache. Alle dieser Arten sind heutzutage bereits ausgestorben, wobei eine Art möglicherweise sogar bis ins frühe 19. Jahrhundert lebte.
Die verschiedenen Arten waren auch unterschiedlich groß, so konnten einige sogar dreieinhalb Meter groß werden. Die kleinsten Arten lagen bei einer Körpergröße von einem Meter.
Moas besaßen keine Flügelansätze, wie sie bei heute lebenden Straußen zu finden sind. Sie besaßen wuchtige und kurze Beine sowie einen relativ kleinen Kopf.
Die Eier des größten Moas fassten 4,3 Liter - so viel wie 90 Hühnereier. Die Moas waren Vegetarier. Um die Pflanzenkost besser verdauen zu können, schluckten die Moas Steine (bis zu 7 kg Geröll wurde manchmal inmitten gut erhaltener Moaskelette gefunden), durch dessen Reibung im Magen die harten Zellwände für die vegetarische Kost geöffnet wurden.
Die bekanntesten Moaarten:
- der Riesenmoa (Dinornis maximus)
- der Elefantenfuß-Moa (Pachyornis elephantopus), dieser hatte extrem schwere Füße.
- der Zwergmoa (Megalapteryx hector i), er war ungefähr so groß wie ein Truthahn.
- der Kleine Moa (Emeus crassus)

Elefantenfußmoa
Elefantenfußmoa
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Bevor die Menschen begannen Neuseeland zu besiedeln, vor rund 1000 Jahren, waren die Moas dort sehr verbreitet. Jedoch schon 1769, als James Cook, ein britischer Entdecker und Seefahrer, erstmals die Insel besuchte, waren die Moas bereits ausgestorben bzw. sehr selten geworden. Sie wurden ihres Fleisches, der Federn und der Knochen wegen gejagt. Hinzu kam noch, dass ihr Lebensraum durch Brandrodungen bedroht wurde. Ausgerottet wurden die Moas höchstwahrscheinlich schon von den Maoris, den neuseeländischen Ureinwohnern. Es wurde herausgefunden, dass die Maoris regelrechte Schlachtfeste veranstalteten, nur das Beste gegessen und die Eier aus den Nestern gestohlen. Dieser Raubbau versetzte allen Moaarten rasch den Todesstoß, denn sie konnten sich nicht allzu schnell vermehren, da sie wahrscheinlich erst im Alter von acht Jahren geschlechtsreif wurden, sich langsam fortpflanzten und nur ein einziges Ei bebrüteten.
Moas sind wahrscheinlich die größten gefiederten Tiere, die je gelebt haben.
Sie gelangten erstmals 1839 ins Blickfeld der Wissenschaft, als der britische Anatom Richard Owen ein Knochenfragment aus Neuseeland erhielt und

aus: Igor Akimuschkin:
Vom Aussterben bedroht?

daraus schloss, dass jenes einem flugunfähigem Laufvogel entstammt, der wahrscheinlich größer als ein Strauß ist. Später beschrieb Owen mehrere Arten des Moas und setzte das vollständige Skelett eines solchen Vogels zusammen.
1880 will Alice McKenzie, im Alter von sieben Jahren, einen Moa gesehen haben. Er hatte dunkelblaues Gefieder, dunkelgrüne, schuppige Beine und drei Klauen an den Füßen, von denen die längste etwa 28 cm maß. 1889 sah sie erneut einen solchen Vogel, auch ihr Bruder will einem begegnet sein. Könnte vielleicht eine kleine Moaart, ein Megalapteryx, überlebt haben?

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