Die Mittelmeer-Mönchsrobbe
Monachus monachus
Es gibt nur eine Robbenart, welche im Mittelmeer lebt und das ist die Mönchsrobbe. Dieses seehundverwandte Tier wird kaum drei Meter lang und bis zu 400 kg schwer . Da sie pro Tag etwa 10 kg Fisch vertilgt, wird sie von Fischern getötet und oft verfängt sie sich in Fischernetzen und ertrinkt. Wie die Fischer leiden die Robben unter der Überfischung. Vermutlich zog sich die Robbe zurück, weil immer mehr Touristen sich an den Stränden ausbreiteten und dadurch die Mönchsrobbe aus ihrem Lebensraum verdrängten und die Strände zunehmend verschmutzt wurden. Heute findet man sie nur noch an sehr wenigen Stränden des Mittelmeeres, die noch nicht vom Tourismus erschlossen wurden. Allerdings bekommt man sie so gut wie nie zu Gesicht, denn Mönchsrobben sind nachtaktiv. Tagsüber halten sie sich in Felsenhöhlen im Wasser auf. Dort werden auch die Jungen geboren. Früher gebaren die Robben ihre Jungen auf flachen Sandstränden, heute haben sie sich in Höhlen und Grotten zurückgezogen. Noch etwa 300 Mönchsrobben gibt es, verteilt auf wenige Stellen an der Küste, vor allem in Griechenland, der Türkei und Mauretanien. In den Gewässern rund um Hawaii leben auch noch etwa 1000 Tiere. Mönchsrobben gehören zu den Seehundarten, die extrem menschenscheu sind und ihre Lebensräume bei Störungen verlassen. Nur allerstrengste Schutzmaßnahmen könnten ein Aussterben dieser Robbenart verhindern. Einige Schutzgebiete existieren auch, manche davon aber nur auf dem Papier.
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