 |
| www.stockpix.com |
Das Verbreitungsgebiet des Elch erstreckt sich heute von Nordeuropa (Norwegen, Schweden, Ost-Finnland) bis hin zur USSR, Sibirien, Nord-Mongolei, China, Kanada, Alaska und den USA.
Elche sind Einzelgänger und leben meist in sumpfigen Wäldern, Mooren und Tundren. Sie sind sowohl nachts als auch tagsüber aktiv. Sie verhalten sich außerhalb der Brunft sehr unauffällig, äsen pro Tag etwa 15-25 kg Laub, Knospen, Holz und Rinde. Zur bevorzugten Nahrung der Elche gehören weiche Laubhölzer, wie Birken, Weiden, Erlen und Pappeln. Sie wechseln Sommer und Winter ihre Futterplätze. Im Winter verlassen sie die Niederungen und wandern in trockenere Waldgebiete. Dabei legen sie manchmal bis zu 700 km zurück. Feinde der Elche sind Wölfe oder Bären.
Der Populationsstatus besagt, dass der Bestand der Elche weitgehend stabil ist. Die Bestandszahlen steigen an in Skandinavien, sind stabil in der USSR und in Nord-Amerika. In der Mongolei und in der Mandschurei sind Elche dagegen eher selten.
Elche erreichen ein Körpergewicht zwischen 500 und 800 kg und eine Körperlänge, samt Kopf, von 250 bis zu 350 cm. Die Schulterhöhe kann bei circa 160 bis 230 cm liegen. Das Höchstalter des Elches beträgt rund 20 Jahre.
Bei Elche sind die Augen außenseitig angeordnet, was erzeigt, dass sie ein sehr weites Blickfeld haben - 360 Grad. Allerdings können sie damit nicht sehr weit sehen. Auch ist es den Tieren nicht möglich die Farben Rot und Grün zu unterscheiden. Besser ausgeprägt sind beim Elch der Hör- und Riechsinn .
Elche besitzen die Fähigkeit ihre Hufen spreizen zu können, was ihnen ermöglicht Morast zu durchqueren. Elche, die zur Paarhufer-Familie der Hirsche zählen, sind gute, ausdauernde Schwimmer. Sie betreten die Gewässer um Wasserpflanzen, insbesondere Seerosen, abzuweiden.
Das Geweih eines skandinavischen Elches kann bis zu 1,30 m breit werden und wiegt dann bis zu 15 kg. Auf jeder Seite können sich bis zu 15 Enden herausbilden. Obwohl die Elchbullen jeden Winter das Geweih abstoßen, werden nur selten Schaufeln gefunden. Der Grund liegt wohl darin, dass Mäuse, Eichhörnchen und andere Nagetiere die Geweihe wegen der enthaltenen Mineralstoffe auffressen.
Im Alter von zwei Jahren sind Elche fortpflanzungsfähig. Die Kälber werden Ende Mai geboren nach einer Tragzeit von 35 bis 38 Wochen. Eine Elchkuh bringt zwischen ein und drei Kälber zur Welt.
In den letzten Jahren hat sich der Bestand der Elche drastisch erhöht und die Tiere sind zu einer Art Landplage geworden, so dass in manchen Regionen mehr Elche als Menschen leben. Dieses ist vor allem in Schweden der Fall. Schuld daran ist zum großen Teil die schwedische Forstwirtschaft, die durch großflächige Kahlschläge riesige Aufforstungsflächen entstehen lassen und den Tieren somit tonnenweise beste Nahrung zuführen.
Im Oktober jeden Jahres findet in Schweden die Elchjagd statt, an der ein Großteil der Bevölkerung teilnimmt. Von den in Schweden etwa 250 000 Elchen werden jährlich 100 000 Stück abgeschossen.
 |
| Quelle unbekannt |