Die Dronte
Raphus cucullatus
Die Portugiesen nannten sie "Dodo" (d.h. Einfallspinsel, Trottel) und die Holländer, die nach ihnen auf die Insel kamen, "Dronten". Diese große flugunfähige Lauftaube wurde 1598 von holländischen Ostindienfahrern auf der Insel Mauritius entdeckt. Hier die Erstbeschreibung des Dodos in den Bordbüchern der "Friesland": Da sind auch noch andere Vögel, so groß wie unser Schwan, mit großen Köpfen und oben am Kopf einer Hautfalte, ähnlich einer kleinen Haube. Sie haben keine Flügel, dafür an deren Stelle drei oder vier schwarze Federkiele. An der Stelle, wo sich der Schwanz befinden sollte, stehen vier oder fünf krause Federchen von gräulicher Farbe. Zoologen konnten von den Dronten nicht viel in Erfahrung bringen, außer dass diese massigen, fetten, plumpen Vögel - etwas größer als Truthähne - wogen achtzehn bis zwanzig Kilogramm und waren vermutlich entartete Tauben. Den kahlen Kopf der Dronte zierte ein hakenförmiger Schnabel, und anstelle des Schwanzes und der Flügel besaß sie abstehende kleine Federbüschel. Auf den Inseln der Maskarenen - Archipels, Mauritius, Réunion und Rodriguez - lebten vermutlich drei verschiedene Drontenarten.
Das wahre Bild des Dodo? Die Rekonstruktion des Laufvogels auf der Basis neuester Erkenntnisse steht in krassem Gegensatz zu den herkömmlichen Vorstellungen.
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