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Der Biber ist nach dem Wasserschwein das zweitgrößte lebende Nagetier. Der Biber lebt vor allem an Ufern von Flüssen und Seen. Die Gestalt des Bibers erklärt auch die Anpassung an derartige Lebensräume. Biber haben weiches, dichtes Fell, kleine Ohren, Schwimmhäute an den Hinterbeinen und einen fast nackten, schuppigen Schwanz, der als Steuerorgan bei der Fortbewegung im Wasser genutzt wird. Außerdem kann der Biber Nasenlöcher und Ohrenmuscheln verschließen.
Die Kopf-Rumpflänge misst beim Biber zwischen 80 und 100 cm. Die Tiere können ein Gewicht von 15 bis sogar 30 kg erreichen. In freier Wildbahn wird er Biber rund 17 Jahre alt, in Gefangenschaft dagegen bis zu 35 Jahre.
Man unterscheidet zwei Arten des Bibers: 1) der Europäische Biber (Castor fiber) und 2) der Nordamerikanische Biber (Castor canadensis). Früher war der Europäische Biber über die gesamte gemäßigte Zone Europas verbreitet, heute jedoch sind nur noch wenige Biber an der Rhonemündung, der mittleren Elbe, im Süden Norwegens, im Stromgebiet von Beresina, am Don bei Voronesh und im nördlichen Ural übrig geblieben. Außerdem gibt es Biber in Asien nur noch am Jenissei und Bulugun an der Grenze zwischen China und der Mongolei.
Zur Nahrung des Bibers zählen Blätter, Zweige und Rinde.
Die Fortpflanzungszeit für den Biber findet einmal jährlich statt, nämlich von April bis Juni. Die 1 bis 5 Jungtiere werden dann nach einer Tragzeit von 105 Tage geboren und erreichen ihre Geschlechtsreife gewöhnlich nach 3 3/4 Jahren.
Biber besitzen zwei besondere Merkmale, die sie keinem anderen Säugetier teilen: ihnen ist es möglich Bäume zu fällen und Dämme zu bauen, mit denen sie den Wasserstand ihrer Wohngewässer regeln. Das Fällen der Bäume geschieht durch des Bibers Zähne, mit denen er solange rings um den Stamm dicke Späne aus dem Holz beißt bis der Baum umfällt. Biber errichten zwei verschiedene Arten von Bauten: entweder Erdbaue in der Uferböschung oder Burgen aus Ästen und Zweigen, welche mit Schlamm verbacken werden. Die Art des Baus hängt vom Lebensraum ab.