Laysan-Rohrsänger

laysan-rohrsänger Acrocepahlus familiaris familiaris
Zeichnung des Laysan-Rohrsängers von John Gerrard Keulemans aus Lionel Walter Rothschilds Buch The Avifauna of Laysan and the neighbouring Islands (1893-1900).
Laysan-Rohrsänger – Steckbrief
alternative Bezeichnung Laysanrohrsänger
lateinischer Name Acrocephalus familiaris familiaris
englischer Name Laysan Millerbird
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Laysan (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens zwischen 1915 und 1923
Ursachen für das Aussterben auf Insel eingeschleppte Kaninchen und Meerschweinchen, Verschwinden der Hauptnahrungsquelle

„König von Laysan“ leitete Zeit des Aussterbens ein

Noch Ende des 19. Jahrhunderts handelte es sich beim Laysan-Rohrsänger um einen sehr häufigen Vogel, doch dann starb die Vogelart plötzlich aus. Der Grund: Kaninchen.

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Amsterdamente

aucklandente / ähnlich der ausgestorbenen amsterdamente
Laut den Vogelkundlern Olson und Jouventin ist die ausgestorbene Amsterdamente ähnlich der heute noch existierenden, ebenfalls flugunfähigen Aucklandente (Anas aucklandia; siehe Bild). Das Bild stammt von John Gerrard Keulemans und erschien im Buch Buller’s Birds of New Zealand (1988).
Amsterdamente – Steckbrief
lateinische Namen Mareca marecula, Anas marecula
englische Namen Amsterdam Wigeon, Amsterdam Island Duck, Amsterdam Duck
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Amsterdam-Insel, vermutlich auch Saint-Paul-Insel (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens Ende des 18. Jahrhunderts
Ursachen für das Aussterben
Überjagung, auf Inseln eingeschleppte Tiere

Amsterdamente war kaum größer als eine Drossel

Erst 1996 wurde die kleine, flugunfähige Amsterdamente anhand von Knochenfunden wissenschaftlich von Storrs Lovejoy Olson und Pierre Jouventin beschrieben.

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Chatham-Glockenhonigfresser

chatham-glockenhonigfresser / Anthornis melanocephalus
Zeichnung des Chatham-Glockenhonigfressers aus dem Buch The Zoology of the Voyage of H.M.S. Erebus & Terror (1844). Der Vogel erreichte eine Länge von rund 25 Zentimetern.
Chatham-Glockenhonigfresser – Steckbrief
lateinischer Name Anthornis melanocephala
englische Namen Chatham Bellbird, Chatham Island Bellbird
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Chatham-Inseln (Südpazifik)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1906
Ursachen für das Aussterben
Lebensraumverlust, auf Inseln eingeschleppte Tiere (z.B. Ratten, Katzen), vermehrte Sammlung als Museumsexemplar

Chatham-Glockenhonigfresser: Gründe für das Aussterben unklar

Ohne ersichtlichen Grund verschwand der Chatham-Glockenhonigfresser von den zu den Chatham-Inseln gehörenden Inseln Mangere Island, Little Mangere Island und Chatham Island. Die Inseln befinden sich östlich der Südinsel Neuseelands.

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Himalayawachtel

himalayawachtel Ophrysia superciliosa
Gemälde eines Himalayawachtel-Pärchens von John Gould aus dem Jahr 1883. Weibchen sind kleiner und heller; Männchen haben dunklere Federn und eine weiße Stirn.
Himalayawachtel – Steckbrief
alternative Bezeichnungen Himalajawachtel, Hangwachtel
lateinische Namen Ophrysia superciliosa, (Malacortyx superciliaris)
englische Namen Himalayan Quail, Mountain Quail
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Himalaya (Nordindien)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1876
Ursachen für das Aussterben Bejagung, Lebensraumverlust

Himalayawachtel: Ausgestorben oder vom Aussterben bedroht?

Als letzte nachgewiesene Sichtung der Himalayawachtel gilt 1876, das ist über 140 Jahre her. Auch diverse Suchexpeditionen waren ohne Erfolg. Dennoch listet die Weltnaturschutzorganisation IUCN diese Vogelart als „vom Aussterben bedroht“.

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Riesenalk

riesenalk / Pinguinus impennis
Die ausgestorbenen Riesenalke mit Sommer- und Winter-Gefieder. Gemälde von John Gerrard Keulemans (vor 1903).
Riesenalk – Steckbrief
alternative Bezeichnung Brillenalk
lateinischer Name Pinguinus impennis
englischer Name Great Auk
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Nordatlantik
Zeitpunkt des Aussterbens 1852
Ursachen für das Aussterben Überjagung, Vulkanausbruch

Die Insel der Pinguine – Vom Aussterben des Riesenalks

Eine der letzten Riesenalk-Kolonien befand sich auf der für Menschen unzugänglichen Insel Geirfuglasker bei Island. Viele der Vögel verschwanden jedoch mitsamt der Insel bei einem Vulkanausbruch im Jahre 1830.

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Réunion-Ibis

reunion-ibis Threskiornis solitarius
So sah der Reunion-Ibis möglicherweise aus. Die Vogelart starb Anfang des 18. Jahrhunderts aus. (© FunkMonk / Michael B. H.)
Réunion-Ibis – Steckbrief
alternative Bezeichnungen Réunion-Solitär, Réunion-Einsiedler, (Weißer Dodo)
lateinische Namen Threskiornis solitarius, (Raphus solitarius), (Apterornis solitarius), (Ornithaptera solitaria)
englische Namen Réunion Ibis, Réunion Sacred Ibis, Réunion Flightless Ibis, Réunion Solitaire
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Réunion (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens zwischen 1710 und 1715
Ursachen für das Aussterben Bejagung, Lebensraumverlust, auf Insel eingeschleppte Tiere (z.B. Ratten, Katzen)

Reunion-Ibis – Dodo mit weißem Gefieder?

In den 1770er-Jahren ging der französische Naturforscher Comte de Buffon davon aus, dass der einst auf der Insel Mauritius heimische, graue Dodo auch auf der Nachbarinsel Réunion lebte – als weißfarbiger Dodo. Erst viel später stellte sich heraus, dass es einen Weißen Dodo nie gab, dafür aber einen Reunion-Ibis.

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St.-Helena-Kuckuck

Guira-Guira / verwandter des st.-helena-kuckuck
Es gibt keine Bilder des St.-Helena-Kuckucks, da kaum etwas über die Art bekannt ist. Das Foto zeigt einen anderen Kuckucksvogel, den Guirakuckuck (Guira guira) aus Südamerika. (© Dario Sanches)
St.-Helena-Kuckuck – Steckbrief
lateinischer Name Nannococcyx psix
englische Namen Saint Helena Cuckoo, St. Helena Cuckoo
ursprüngliches Verbreitungsgebiet St. Helena (Südatlantik)
Zeitpunkt des Aussterbens 18. Jahrhundert
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust

St.-Helena-Kuckuck: Der einzige Vertreter seiner Gattung

Der St.-Helena-Kuckuck ist der einzige Vertreter der Gattung Nannococcyx und es existiert lediglich ein Fragment eines Flügelknochens (Humerus) von dieser ausgestorbenen Vogelart. Es gibt also keinerlei Hinweise zu Aussehen oder gar Verhalten dieses Vogels. Zudem waren aufgrund des wenigen Materials auch keine Rekonstruktionen des Vogels möglich, sodass man sich ein Bild von ihm machen könnte.

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Südinsel-Riesengans

südinsel-riesengans
Größenvergleich aus dem Jahr 1879: Südinsel-Riesengans (rechts) und heute noch existierende Hühnergans (links). (© Griesbach)
Südinsel-Riesengans – Steckbrief
lateinische Namen Cnemiornis calcitrans, (Cnemiornis minor)
englischer Name South Island Goose, New Zealand Goose
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Südinsel Neuseelands
Zeitpunkt des Aussterbens um 1400

Der größte bekannte Wasservogel Neuseelands

Die Südinsel-Riesengans machte ihrem Namen alle Ehre und erreichte eine Rückenhöhe von 65 Zentimetern, eine Länge von 85 Zentimetern und ein Gewicht von 18 Kilogramm. Zum Vergleich: Unsere europäische Graugans (Anser anser) erreicht dagegen nur ein Gewicht von zwei bis vier Kilogramm.

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St.-Helena-Wiedehopf

st.-helena-wiedehopf Upupa antaios
Rekonstruktion des St.-Helena-Wiedehopfs aus dem Jahr 2007. (© Apokryltaros)
St.-Helena-Wiedehopf – Steckbrief
lateinische Namen Upupa antaios, Upupa antaois lapsus
englische Namen Saint Helena Hoopoe, Saint Helena Giant Hoopoe, Giant Hoopoe
ursprüngliches Verbreitungsgebiet St. Helena (Südatlantik)
Zeitpunkt des Aussterbens etwa 1502

St.-Helena-Wiedehopf starb mit Entdeckung der Insel aus

Es heißt, 1502 entdeckte der portugiesische Seefahrer João da Nova eine Insel und benannte sie nach seiner Mutter Helena. Mit der Entdeckung der Insel St. Helena soll dann auch der dort endemische St.-Helena-Wiedehopf ausgestorben sein.

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Haastadler

haastadler greift moas an
Haastadler greift ebenfalls bereits ausgestorbene Moas Neuseelands an. Die größten Moas waren die weiblichen Südinsel-Riesenmoas. Sie konnten eine Größe von 360 Zentimetern und ein Gewicht von bis zu 250 Kilogramm erreichen.
Haastadler – Steckbrief
lateinischer Name Harpagornis moorei
englischer Name Haast’s Eagle
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Neuseeland
Zeitpunkt des Aussterbens 14. oder 15. Jahrhundert

Der größte Greifvogel der Neuzeit

Der Haastadler gilt mit einer Flügelspannweite von rund drei Metern und einem Gewicht von bis zu 18 Kilogramm als der größte Greifvogel der Neuzeit.

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