Kupferfadenelfe

kupferfadenelfe Discosura letitiae
Eine Illustration der Vogelart Kupferfadenelfe aus dem Jahr 1861 von John Gould für das Buch A Monograph of the Trochilidae, or Family of Humming-Birds Volume 3.
Kupferfadenelfe – Steckbrief
lateinische Namen Discosura letitiae, Popelairia letitiae, Gouldia laetitiae, Trochilus letitiae
englische Namen Coppery Thorntail, Letitia’s Thorntail, Letitia’s Coquette
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Bolivien
Zeitpunkt des Aussterbens um 1852 oder später

Die Kupferfadenelfe – Eine eigenständige Art?

Die Weltnaturschutzorganisation IUCN listet die Kupferfadenelfe unter ‚Datenlage unzureichend‘. Der Grund: Die Vogelart ist nur von zwei Exemplaren, die vor 1852 in Bolivien gesammelt wurden, bekannt. Im 20. Jahrhundert wurde die Kupferfadenelfe weder beobachtet noch gesammelt, weshalb sich Forscher uneinig sind, ob es sich bei ihr überhaupt um eine eigenständige Art handelt.

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Antioquia-Brustband-Ameisenpitta

Antioquia brustband-ameisenpitta
Der höchstwahrscheinlich ausgestorbene Antioquia-Brustband-Ameisenpitta unterschied sich vom heute noch existierenden Brustband-Ameisenpitta (Bild) etwa durch kürzere Beine und längere Flügel. (© Francesco Veronesi from Italy)
Antioquia-Brustband-Ameisenpitta – Steckbrief
lateinischer Name Grallaria milleri gilesi
englischer Name Antioquia Brown-banded Antpitta
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Kolumbien
Zeitpunkt des Aussterbens nach 1878

Antioquia-Brustband-Ameisenpitta: Seit 120 Jahren unbeachtet im Museum

Als Norman Arlott den Auftrag erhielt, für das Handbook of the Birds of the World unterschiedliche Ameisenpitta-Arten zu illustrieren, besuchte er 2001 das National History Museum in London. In der eine Million Vogelarten umfassenden Sammlung des Museums entdeckte Arlott eine bis dato unbekannte Vogelart. Er machte die Leiter der Vogelgruppe des Museums, Robert Phrys-Jones und Paul Salaman, auf seinen Fund aufmerksam, die schnell feststellten, dass es sich tatsächlich um eine neue Art handelte. Sie erhielt den Namen Antioquia-Brustband-Ameisenpitta.

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Tongatapu-Ralle

tongatapu-ralle gallirallus hypoleucus
Vermutlich eine Darstellung der ausgestorbenen Tongatapu-Ralle; gemalt von Georg Forster zwischen 1772 und 1775 auf James Cooks zweiter Südseereise.
Tongatapu-Ralle – Steckbrief
lateinische Namen Gallirallus hypoleucus, Rallus hypoleucus, Hypotaenidia hypoleucus, (Rallus philippensis), (Rallus pectoralis)
englischer Name Tongatapu Rail
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Tongatapu (Südpazifik)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1777

James Cook: Verantwortlich für den Tod der Tongatapu-Ralle?

Es heißt, der englische Seefahrer James Cook brachte 1773 erstmals Hunde auf die Insel Tongatapu, die größte Insel des polynesischen Inselstaats Tonga. Als er 1777 wiederkam, waren die Hunde bereits verwildert und 1793 hatten sie sich unbändig vermehrt. Die Raubtiere waren dafür bekannt, Jagd auf Rallen zu machen – auch auf die Tongatapu-Ralle.

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Kiritimati-Südseeläufer

Kiritimati-Südseeläufer prosobonia cancellatus
Die Zeichnung des Kiritimati-Südseeläufers, die William Ellis 1778 auf James Cooks letzter Reise angefertigt hat.
Kiritimati-Südseeläufer – Steckbrief
alternative Bezeichnung Südseeläufer
lateinische Namen Prosobonia cancellata, Prosobonia cancellata cancellata, Prosobonia cancellatus, Tringa cancellata, Aechmorhynchus cancellatus
englische Namen Kiritimati Sandpiper, Christmas Island Sandpiper, Christmas Sandpiper
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Kiritimati (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens 1850er-Jahre

Kiritimati-Südseeläufer: Auf James Cooks letzter Reise entdeckt

Auf der dritten Südseereise (1776 bis 1780) des englischen Seefahrers James Cook entdeckten Seefahrer einst den Kiritimati-Südseeläufer. Eine auf dieser Reise vom Assistenzarzt William Ellis 1778 angefertigte Zeichnung des Vogels bildet heute quasi die Grundlage für die Existenz dieser Vogelart. Das einzige auf Kiritimati gesammelte Exemplar ist leider verschollen.

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Koau

koau porphyrio paepae paul gauguin
Ein Ausschnitt aus dem Gemälde Le Sorcier d’Hiva Oa ou le Marquisien à la cape rouge (1902) von Paul Gauguin, das vermutlich einen Hund zeigt, der einen Koau tötet.
KOau – Steckbrief
lateinischer Name Porphyrio paepae
englische Namen Marquesan Swamphen, Marquesas Swamphen, Marquesas Island Gallinule
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Hiva Oa, Tahuata (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens um 1937

Gauguin malte 1902 der Wissenschaft unbekannten Vogel

Der Koau – ein Vogel, auf den Wissenschaftler erst sehr spät aufmerksam geworden sind. Die einzig bekannte, zeitgenössische Darstellung des Vogels stammt vom berühmten französischen Maler Paul Gauguin.

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Réunion-Purpurhuhn

reunion-purpurhuhn réunion-purpurhuhn Porphyrio coerulescens
So könnte das Reunion-Purpurhuhn ausgesehen haben. Die Zeichnung entstammt Lionel Walter Rothschilds Buch Extinct Birds (1907).
Réunion-Purpurhuhn – Steckbrief
alternative Bezeichnung Maskarenen-Purpurhuhn
lateinische Namen Porphyrio caerulescens, Porphyrio coerulescens, Apterornis coerulescens, Cyanornis erythrorhynchus
englische Namen Réunion Swamphen, Réunion Gallinule, Réunion Oiseau Bleu
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Réunion (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens um 1730

Das Reunion-Purpurhuhn existiert nur hypothetisch

Das ausgestorbene Maskarenen- oder Reunion-Purpurhuhn existiert eigentlich nur hypothetisch, denn Knochen hat man bis heute keine gefunden. Bekannt ist die Vogelart aus der Familie der Rallen (Rallidae) lediglich aus sechs Berichten früher Reisender oder Seefahrer.

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Madagaskar-Kronenadler

kronenadler /madagaskar-kronenadler
Der in Afrika heimische Kronenadler Stephanoaetus coronatus (Bild) ist ein naher Verwandter des ausgestorbenen Madagaskar-Kronenadlers. (© Tom Tarrant)
Madagaskar-Kronenadler – Steckbrief
lateinischer Name Stephanoaetus mahery
englische Namen Malagasy Crowned Eagle, Madagascar Crowned Hawk-Eagle
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Madagaskar (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens 16. Jahrhundert

Madagaskar-Kronenadler – Der Ursprung der Legende vom Riesenvogel Roch?

In der Geschichte von Sindbad und in Erzählungen von Marco Polo etwa kommt ein riesiger Vogel namens Roch (auch Roc, Rokh, Ruch oder Rock) vor. Autoren brachten Roch häufig mit dem ausgestorbenen Madagaskar-Strauß oder Elefantenvogel in Verbindung, wiederum andere sahen in ihm einen Greifvogel. Sollte Roch jemals existiert haben, so könnte der Madagaskar-Kronenadler der Ursprung der Legende gewesen sein.

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Elefantenvogel

elefantenvogel rekonstruktion
Eine vor 1923 entstandene Rekonstruktion des Elefantenvogels Aepyornis maximus. Er konnte eine Körperhöhe von etwa drei Metern erreichen.
Elefantenvogel – Steckbrief
alternative Bezeichnungen Madagaskar-Strauß, Madagaskarstrauß, Madagassischer Riesenstrauß, Vorompatra, Worompatra
lateinischer Name Aepyornis maximus
englischer Name Great Elephantbird
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Madagaskar (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens um 1650

Der vielleicht schwerste Vogel der Welt

Aepyornis bedeutet allergrößter Vogel, doch war der Elefantenvogel nicht der größte Vogel, der in der Neuzeit gelebt hat, denn das war der weibliche Südinsel-Riesenmoa. Dennoch besaß der Elefantenvogel mit einer Körperhöhe von drei Metern eine stattliche Größe und mit einem Gewicht von 450 Kilogramm gilt er zumindest als schwerster Vogel.

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Weißbrust-Brillenvogel

weißbrust-brillenvogel / Zosterops albogularis
Zeichnung des Weißbrust-Brillenvogels von John Gould (zwischen 1840 und 1848). Gould beschrieb den Singvogel wissenschaftlich als erster im Jahre 1937.
Weißbrust-Brillenvogel – Steckbrief
alternative Bezeichnungen Norfolk-Brillenvogel, Weißkehl-Brillenvogel, Weißbrustbrillenvogel, Norfolkbrillenvogel, Weißkehlbrillenvogel
lateinischer Name Zosterops albogularis
englische Namen White-chested White-Eye, White-breasted Silvereye, Norfolk White-Eye
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Norfolkinsel (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 2006

Weißbrust-Brillenvogel: In jüngster Zeit ausgestorben

Der Weißbrust-Brillenvogel war lediglich in einem fünf Quadratkilometer großen Waldgebiet am Mount Pitt auf der Norfolkinsel heimisch. Die Norfolkinsel liegt östlich von Australien und nördlich von Neuseeland.

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Rodrigues-Nachtreiher

rodrigues-nachtreiher (Nycticorax megacephalus)
Die Illustration des französischen Naturforschers Alphonse Milne-Edwards aus dem Jahr 1875 zeigt verschiedene Knochen des ausgestorbenen Rodrigues-Nachtreihers.
Rodrigues-Nachtreiher – Steckbrief
lateinische Namen Nycticorax megacephalus, Ardea megacephala, Megaphoyx megacephala
englischer Name Rodrigues Night-Heron
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Rodrigues (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens Mitte des 18. Jahrhunderts

Französische Entdecker beschrieben den Rodrigues-Nachtreiher zuerst

Bekannt ist der Rodrigues-Nachtreiher vor allem aus einem Reisebericht des französischen Entdeckers François Leguat. Ende des 17. Jahrhunderts machte er sich mit anderen Hugenotten auf zur Insel Réunion.

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