Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege

Emperoptera mirabilis Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege
Eine Zeichnung der ausgestorbenen Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege aus Fauna Hawaiiensis (1899 bis 1913).
Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege – Steckbrief
lateinische Namen Emperoptera mirabilis, Campsicnemus mirabilis
englischer Name Koolau Spur-winged Long-legged Fly
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Oahu (Hawaii)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1907

Die Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege: Eine Fliege, die nicht fliegen konnte

Die winzige, zwischen 15 und 18 Millimeter lange Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege besaß keine Flügel und war damit flugunfähig. Anstelle ihrer Flügel besaß sie rund ein Millimeter lange Sporne.

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Sloans Uraniafalter

sloans uraniafalter / urania sloanus
Sloans Uraniafalter, gezeichnet von William Swainson und 1829 in den Zoological Illustrations (Band 3) veröffentlicht .
Sloans Uraniafalter – Steckbrief
lateinische Namen Urania sloanus, Papilio sloanus, Papilio sloaneus, Cydimon sloanus, Leilus occidentalis
englische Namen Sloane’s Urania, Sloan’s Urania, Jamaican Sunset Moth
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Jamaika
Zeitpunkt des Aussterbens Anfang des 20. Jahrhunderts

Sloans Uraniafalter: Eine tagaktive Motte

Sloans Uraniafalter, ein auffallend schöner Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von bis zu 7,6 Zentimetern, starb vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts aus, da er keine Futterpflanzen mehr für seine Raupen fand.

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Madeira-Kohlweißling

madeira-kohlweißling
Weiblicher Madeira-Kohlweißling aus dem Buch The Butterflies and Moths of Teneriffe (1894) von A. E. und Rashleigh Holt White.
Madeira-Kohlweißling – Steckbrief
lateinische Namen Pieris brassicae wollastoni, Pieris wollastoni, Pieris cheiranti wollastoni, Ganoris wollastoni
englische Namen Madeiran Large White, Large White
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Madeira (Atlantischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1977

Madeira-Kohlweißling: Führte ein Virus oder ein Parasit zum Aussterben?

Der Madeira-Kohlweißling wurde zum ersten Schmetterling erklärt, der aufgrund menschlichen Eingreifens in die Natur in Europa ausgestorben ist, so Lewis Smith 2007 in einem Artikel der britischen Times. Warum genau der Madeira-Kohlweißling ausgestorben ist, steht allerdings nicht fest.

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Riesen-Heidelibelle

heidelibelle / verwandt mit der riesen-heidelibelle
Weibliche Vertreterin der Gattung der Heidelibellen, fotografiert in Norddeutschland. Von der ausgestorbenen Riesen-Heidelibelle existieren leider kaum Abbildungen. (© Lung)
Riesen-Heidelibelle – Steckbrief
alternative Bezeichnung St.-Helena-Heidelibelle
lateinische Namen Sympetrum dilatatum, (Diplax dilatata)
englische Namen Saint Helena Darter, Saint Helena Dragonfly, St. Helena Darter, St. Helena Dragonfly
ursprüngliches Verbreitungsgebiet St. Helena (Südatlantik)
Zeitpunkt des Aussterbens 1963

Riesen-Heidelibelle: Großer Vertreter der Gattung der Heidelibellen

Die Riesen-Heidelibelle oder St.-Helena-Heidelibelle war vermutlich die einzige Libellenart, die jemals auf der knapp 123 Quadratkilometer großen Insel Sankt Helena – einstiger Verbannungsort Napoleons – endemisch war. Das braun-gelbe Insekt gehörte mit einer Länge von 3 bis 3,6 Zentimetern zu einem der größten Vertreter der Gattung der Heidelibellen (Sympetrum).

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Xerces-Bläuling

xerces-bläuling Glaucopsyche xerces
Verschiedene Exemplare des ausgestorbenen Xerces-Bläuling aus der Sammlung des Field Museum of Natural History in Chicago. (© Brianwray26)
Xerces-Bläuling – Steckbrief
lateinischer Name Glaucopsyche xerces
englischer Name Xerces Blue
ursprüngliches Verbreitungsgebiet San Francisco
Zeitpunkt des Aussterbens 1940er-Jahre

Ich dachte immer, da wären noch mehr.

Als der Entomologe W. Harry Lange am 23. März 1941 am einstigen Militärstützpunkt Presidio in San Francisco Insekten sammelte, fing Lange unwissentlich den Xerces-Bläuling, der heute als der letze seiner Art angesehen wird. Lange äußerte sich später dazu und sagte: „Ich dachte immer, da wären noch mehr. Ich lag falsch.“

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Laysan-Eule

laysan-eule Agrotis-laysanensis
Eine Zeichnung der ausgestorbenen Laysan-Eule aus dem Jahr 1895. Die weiblichen Tiere hatten eine dunklere Färbung als die männlichen.
Laysan-Eule – Steckbrief
lateinische Namen Agrotis laysanensis, Prodenia laysanensis
englische Namen Miller, Miller Moth, Laysan Noctuid Moth
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Laysan (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens 1911

Mit der Laysan-Eule starb auch der Laysan-Rohrsänger aus

Die Laysan-Eule, ein im Englischen als Miller oder Miller Moth bezeichneter Nachtfalter, war die Hauptnahrungsquelle des Laysan-Rohrsängers oder Laysan Millerbird. Mit dem Aussterben des Falters verschwand auch der Laysan-Rohrsänger.

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Levuana-Motte

levuana-motte (Levuana iridescens)
Die tagaktive Levuana-Motte hatte eine Flügelspannweite von 16 Millimetern. Kopf und Brustkorb waren stahlblau, Bauch und Beine ockerfarben. (© Rosa Henderson, Landcare Research)
Levuana-Motte – Steckbrief
alternative Bezeichnung Kokosnuss-Motte
lateinische Namen Levuana iridescens, Levuana irridescens
englische Namen Levuana Moth, Purple Leaf Moth, Coconut Moth, Cocoanut Moth
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Viti Levu (Südpazifik)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1925

Levuana-Motte: Eine Plage für die Kokosnuss-Industrie

Etwa seit den 1870er-Jahren begannen Mottenschwärme Kokosplantagen zu vernichten. So wurde die Levuana-Motte zu einem ernstzunehmenden Schädling der Kokosnusspflanzen auf Viti Levu, der Hauptinsel der Fidschi-Gruppe im Südpazifik.

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Karibik-Mönchsrobben-Nasenmilbe

nasenmilbe (nasal mite) vom hund; verwandt mit Karibik-Mönchsrobben-Nasenmilbe
Eine Milbe aus der Familie Halarachnidae, zu der auch die Karibik-Mönchsrobben-Nasenmilbe gehört. Zum Bild: 1 Körper, 2 Mundöffnung, 3 Beine, 4 Beine enden mit Pulvillus (Haftlappen) und Klauen, 5 Brustbeinplatte, 6 Hülle (© Acarologiste)
Karibik-Mönchsrobben-Nasenmilbe – Steckbrief
lateinischer Name Halarachne americana
englische Namen Caribbean Monk Seal Nasal Mite
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Karibik
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1952

Die Karibik-Mönchsrobben-Nasenmilbe verschwand zusammen mit ihrem Wirt – der Karibischen Mönchsrobbe

Genau wie bei der Wandertaube und der einst auf ihr lebenden Wandertaubenmilbe starb zusammen mit der Karibischen Mönchsrobbe auch die Karibik-Mönchsrobben-Nasenmilbe aus.

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Tobias-Köcherfliege

Hydropsychepellucidula /verwandte der tobias-köcherfliege
Von der Tobias-Köcherfliege existieren kaum Abbildungen. Das Bild zeigt Hydropsyche pellucidula, eine verwandte Art. (© James K. Lindsey)
Tobias-Köcherfliege – Steckbrief
lateinischer Name Hydropsyche tobiasi
englischer Name Tobias‘ Caddisfly
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Deutschland
Zeitpunkt des Aussterbens 1938

Köcherfliegen: Unauffällige, hochspezialisierte Insekten

„Köcherfliegen sind der Allgemeinheit wenig bekannt, weil sie unauffällig sind und weder Schaden noch Nutzen bringen, sie existieren einfach“, so der österreichische Insektenkundler Hans Malicky in einem Artikel des Greenpeace Magazins von Wolfgang Hassenstein. So wundert es auch nicht, dass die Tobias-Köcherfliege ziemlich unbekannt ist.

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Wandertaubenmilbe

milben auf mistkäfer / Diplaegidia gladiator (Wandertaubenmilbe)
Von der Wandertaubenmilbe selbst existiert kein Foto. Das Bild zeigt Milben, die einen Mistkäfer als Transportmittel benutzen. (© Heiko Wagner)
Wandertaubenmilbe – Steckbrief
lateinischer Name Diplaegidia gladiator
englischer Name Passenger Pigeon Mite
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Kanada, USA
Zeitpunkt des Aussterbens 1914

Das Aussterben von Arten löst Kettenreaktionen aus

Beim Aussterben von Tier- oder Pflanzenarten wird eine Kettenreaktion in Gang gesetzt. Oft stirbt mit einem Lebewesen auch mindestens ein anderes aus. So ist mit der Wandertaube (Ectopistes migratorius) 1914 auch die Wandertaubenmilbe ausgestorben.

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