Acanthobrama hulensis (Karpfenfisch)

Acanthobrama telavivensis (verwandt mit Acanthobrama hulensis )
Von Acanthobrama hulensis existieren kaum Abbildungen. Das Foto zeigt den zur selben Gattung gehörigen Fisch Acanthobrama telavivensis aus Israel. (© Menachem Goren / MERRYchristhmas)
Acanthobrama hulensis – Steckbrief
lateinische Namen Acanthobrama hulensis, Mirogrex hulensis, Mirogrex terraesanctae hulensis, Alburnus sellal
englischer Name Hula Bream
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Hulasee (Israel)
Zeitpunkt des Aussterbens 1975
Ursachen für das Aussterben Lebensraumverlust durch Trockenlegung von See und Sumpf

Trockenlegung von See und Sumpfland führte zum Aussterben der Fauna

Das Sumpfland rund um den 20 Quadratkilometer großen Hulasee (auch: Hula-See, Chulasee oder Chula-See) in Israel wurde in den 1950er-Jahren zur Schaffung landwirtschaftlicher Flächen künstlich trockengelegt. Innerhalb weniger Jahre starb die endemische Fauna des Sees – darunter auch der Karpfenfisch Acanthobrama hulensis.

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Féra

fera coregonus
Eine Zeichnung der echten Féra aus dem Jahr 1909. Ihr Rücken war leicht gebogen und braun-grau mit gelbem Schimmer. Die Flanken waren grün oder blau und der Kopf grün-gelb.
Féra– Steckbrief
alternative Bezeichnung Fera
lateinischer Name Coregonus fera
englischer Name True Fera
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Genfersee (Frankreich, Schweiz)
Zeitpunkt des Aussterbens 1950er-Jahre
Ursachen für das Aussterben Eutrophierung des Sees, Kreuzung mit anderen Fischen, Überfischung

Die echte Fera ist ausgestorben

Die Fera und die Kleine Fera – auch Gravenche genannt – gehörten im 19. und frühen 20. Jahrhundert im Genfersee zu den am meisten gefangenen Fischen. Um 1890 betrug die Fangquote dieser beiden Arten sogar 68 Prozent aller der im Gewässer gefangenen Speisefische, so Ross D. E. MacPhee 1999 in Extinctions in Near Time.

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Jaunet

jaunet salvelinus neocomensis - ausgestorben
Verschiedene Saibling-Arten (Salvelinus alpinus, Salvelinus colii und Salvelinus grayi), gemalt 1879 von Alexander Francis Lydon. Vom Jaunet existieren nur wenige Fotos, er besaß gelbliche Flanken.
Jaunet – Steckbrief
lateinische Namen Salvelinus neocomensis, (Salmo fario profundus), (Salvelinus salvelinus profundus)
englische Namen Lake Neuchâtel Deepwater Char, Lake Neuchâtel Deepwater Charr
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Neuenburgersee (Schweiz)
Zeitpunkt des Aussterbens 1904 oder später
Ursachen für das Aussterben nicht bekannt, eventuell sich verändernde Wasserqualität

Jaunet: Nur drei Exemplare bekannt

Der Süßwasserfisch Jaunet, der zur Gattung der Saiblinge (Salvelinus) und zur Familie der Lachsfische (Salmonidae) gehört, ist nur von drei Exemplaren bekannt. Die Tiere wurden in den Jahren 1896, 1902 und 1904 gesammelt – seither gab es kein Lebenszeichen von dieser Fischart.

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Entenschnabelkärpfling

entenschnabelkärpfling Andrianichthys kruyti
Illustration des Entenschnabelkärpflings aus dem Buch The Fishes of the Indo-Australian Archipelago: V. 4 von Max Weber und Lieven Ferdinand de Beaufort (1922).
Entenschnabelkärpfling – Steckbrief
lateinischer Name Adrianichthys kruyti
englische Namen Duck-billed Buntingi, Duckbilled Buntingi
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Poso-See (Sulawesi)
Zeitpunkt des Aussterbens 1983
Ursachen für das Aussterben in den See eingeschleppte Raubfische mitsamt Parasiten

Eingeschleppte Fischarten führten zum Verschwinden

Ausgestorben ist der Entenschnabelkärpfling, dessen überhängender Oberkiefer an einen Entenschnabel erinnert, höchstwahrscheinlich durch menschliches Zutun.

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Blauer Glasaugenbarsch

Stizostedion vitreum glaucum / blauer glasaugenbarsch
Der Blaue Glasaugenbarsch war am Rücken blau gefärbt, die Seiten waren silber-blau und die Unterseite silber-weiß. Seine Flossen waren blau-weiß. (© NOAA/GLERL)
Blauer Glasaugenbarsch – Steckbrief
lateinische Namen Sander vitreus glaucus, Sander vitreum glaucus, Stizostedion vitreum glaucum
englische Namen Blue Walleye, Blue Pike
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Erie- und Ontariosee (Nordamerika)
Zeitpunkt des Aussterbens 1965 oder später
Ursachen für das Aussterben Eutrophierung der Seen, Überfischung, eingeschleppter Arktischer Stint

Blauer Glasaugenbarsch: Überfischung und Eutrophierung führten zum Aussterben

Die Fischart Blauer Glasaugenbarsch war im 19. Jahrhundert im Bereich der Großen Seen in Nordamerika noch sehr häufig, doch mit dem kommerziellen Fischfang begannen die Bestände stark zu sinken.

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Bodensee-Kilch

Bodensee-Kilch Coregonus gutturosus
Abbildung des Bodensee-Kilches aus dem Jahr 1858. Das Bild entstammt dem Buch Die Suesswasserfische der Oestreichischen Monarchie mit ruecksicht auf die angraenzenden Laender von Rudolf Kner und Johann Jakob Heckel.
Bodensee-Kilch – Steckbrief
alternative Bezeichnung Kilch
lateinische Namen Coregonus gutturosus, Coregonus acronius, (Salmo maraena gutturosa)
englischer Name Lake Constance Whitefish
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Bodensee (Deutschland, Österreich und Schweiz)
Zeitpunkt des Aussterbens 1970er-Jahre

Bodensee-Kilch bewohnte tiefe Zonen des Sees

Der Süßwasserfisch Bodensee-Kilch war einst in den tiefen Bereichen des Bodensees heimisch. Der olivgrüne oder braune Fisch konnte eine Länge von rund 29 Zentimetern erreichen und wog etwa 125 Gramm.

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Gravenche

gravenche Coregonus hiemalis
Eine Zeichnung der Gravenche aus dem Buch The Fresh-Water Fishes of Europe von Harry Govier Seeley (1886). Die Art konnte eine Körperlänge von 25 bis 32 Zentimetern erreichen.
Gravenche – Steckbrief
alternative Bezeichnungen Kleine Fera, Kilch
lateinischer Name Coregonus hiemalis
englische Namen Gravenche, Lake Genevva Whitefish, Little Fera
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Genfersee (Frankreich, Schweiz)
Zeitpunkt des Aussterbens etwa 1950

Die Gravenche war nur im Genfersee heimisch

Bei der Gravenche oder der Kleinen Fera handelte es sich um einen Süßwasserfisch, der im Genfersee heimisch war. Leider gibt es von dieser Fischart keinerlei konservierte Museumsexemplare, sodass unklar ist, welcher Spezies sie genau angehört.

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Pogonichthys ciscoides (Karpfenfisch)

weissfisch / verwandter des Pogonichthys ciscoides
Die Rotfeder, ein Vertreter der Familie der Weißfische, zu denen auch der ausgestorbene Pogonichthys ciscoides gehört. (© Noel Burkhead)
Pogonichthys ciscoides – Steckbrief
lateinischer Name Pogonichthys ciscoides
englischer Name Clear Lake Splittail
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Clear Lake, Kalifornien
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1970

Pogonichthys ciscoides: Seit 1970 keine Sichtungen

Pogonichthys ciscoides erst 1973 als eigene Fischart an und heute bereits gilt diese als ausgestorben. Seit 1970 konnten trotz Suchen keine Exemplare mehr gesichtet werden. Als offiziell ausgestorben deklarierte die IUCN den Fisch im Jahr 1986.

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Yilong-Karpfen

schuppenkarpfen, verwandter des yilong-karpfen
Da es keine Abbildungen des Yilong-Karpfens gibt, ein Bild des bekanntesten Vertreters der Gattung Karpfen: Cyprinus carpio (Europäischer Karpfen oder Schuppenkarpfen).
Yilong-Karpfen – Steckbrief
lateinischer Name Cyprinus yilongensis
englischer Name Yilong Carp
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Yilongsee, China
Zeitpunkt des Aussterbens spätestens 1993

Yilong-Karpfen: Nur zwei Typusexemplare bekannt

Beim einst im Yilongsee in der chinesischen Provinz Yunnan beheimateten Yilong-Karpfen handelte es sich um einen Süßwasserfisch, der im Tiefenwasser des Sees lebte; in Bereichen, in denen keine Wasserpest vorkam. Er ernährte sich in erster Linie von Plankton.

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