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Günthers Zwergfrosch

günthers zwergfrosch Nannophrys guentheri
Darstellung von Günthers Zwergfrosch aus einem Katalog (1882) in der Sammlung des British Museum. George Albert Boulenger beschrieb die Spezies und ehrte mit dem Namen den Zoologen Albert Günther. (© R. Mintern)
Günthers Zwergfrosch – Steckbrief
lateinischer Name Nannophrys guentheri
englischer Name Gunther’s Streamlined Frog
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Sri Lanka
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1882

Günthers Zwergfrosch: 1882 zum ersten und letzten Mal gesichtet

Nachdem Günthers Zwergfrosch 1882 auf Sri Lanka entdeckt und wissenschaftlich beschrieben wurde, hat man die Froschart nicht mehr gesehen. In der Wissenschaft wurde indes hinterfragt, ob der ausgestorbene, nur 2,85 Zentimeter lange Zwergfrosch identisch mit einer noch lebenden Froschart ist.

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Guadeloupe-Ameive

dominikanische ameive (verwandte der guadeloupe-ameive)
Ein Foto der heute noch existierenden, mit der Guadeloupe-Ameive verwandten Dominikanischen Ameive (Ameiva fuscata). (© Postdlf)
Guadeloupe-Ameive – Steckbrief
lateinische Namen Pholidoscelis cineraceus, Ameiva cineracea
englischer Name Guadeloupe Ameiva
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Guadeloupe (Kleine Antillen)
Zeitpunkt des Aussterbens 1928

Ein Hurrikan führte zum Aussterben der letzten Guadeloupe-Ameiven

Letztendlich verantwortlich für das Verschwinden der zur Familie der Schienenechsen (Teiidae) zählenden Guadeloupe-Ameive war der Okeechobee-Hurrikan, welcher im September 1928 auf der Insel Guadeloupe wütete.

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Madeira-Kohlweißling

madeira-kohlweißling
Weiblicher Madeira-Kohlweißling aus dem Buch The Butterflies and Moths of Teneriffe (1894) von A. E. und Rashleigh Holt White.
Madeira-Kohlweißling – Steckbrief
lateinische Namen Pieris brassicae wollastoni, Pieris wollastoni, Pieris cheiranti wollastoni, Ganoris wollastoni
englische Namen Madeiran Large White, Large White
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Madeira (Atlantischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1977

Madeira-Kohlweißling: Führte ein Virus oder ein Parasit zum Aussterben?

Der Madeira-Kohlweißling wurde zum ersten Schmetterling erklärt, der aufgrund menschlichen Eingreifens in die Natur in Europa ausgestorben ist, so Lewis Smith 2007 in einem Artikel der britischen Times. Warum genau der Madeira-Kohlweißling ausgestorben ist, steht allerdings nicht fest.

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Acanthobrama hulensis (Karpfenfisch)

Acanthobrama telavivensis (verwandt mit Acanthobrama hulensis )
Von Acanthobrama hulensis existieren kaum Abbildungen. Das Foto zeigt den zur selben Gattung gehörigen Fisch Acanthobrama telavivensis aus Israel. (© Menachem Goren / MERRYchristhmas)
Acanthobrama hulensis – Steckbrief
lateinische Namen Acanthobrama hulensis, Mirogrex hulensis, Mirogrex terraesanctae hulensis, Alburnus sellal
englischer Name Hula Bream
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Hulasee (Israel)
Zeitpunkt des Aussterbens 1975

Trockenlegung von See und Sumpfland führte zum Aussterben der Fauna

Das Sumpfland rund um den 20 Quadratkilometer großen Hulasee (auch: Hula-See, Chulasee oder Chula-See) in Israel wurde in den 1950er-Jahren zur Schaffung landwirtschaftlicher Flächen künstlich trockengelegt. Innerhalb weniger Jahre starb die endemische Fauna des Sees – darunter auch der Karpfenfisch Acanthobrama hulensis.

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Kiritimati-Südseeläufer

Kiritimati-Südseeläufer prosobonia cancellatus
Die Zeichnung des Kiritimati-Südseeläufers, die William Ellis 1778 auf James Cooks letzter Reise angefertigt hat.
Kiritimati-Südseeläufer – Steckbrief
alternative Bezeichnung Südseeläufer
lateinische Namen Prosobonia cancellata, Prosobonia cancellata cancellata, Prosobonia cancellatus, Tringa cancellata, Aechmorhynchus cancellatus
englische Namen Kiritimati Sandpiper, Christmas Island Sandpiper, Christmas Sandpiper
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Kiritimati (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens 1850er-Jahre

Kiritimati-Südseeläufer: Auf James Cooks letzter Reise entdeckt

Auf der dritten Südseereise (1776 bis 1780) des englischen Seefahrers James Cook entdeckten Seefahrer einst den Kiritimati-Südseeläufer. Eine auf dieser Reise vom Assistenzarzt William Ellis 1778 angefertigte Zeichnung des Vogels bildet heute quasi die Grundlage für die Existenz dieser Vogelart. Das einzige auf Kiritimati gesammelte Exemplar ist leider verschollen.

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Perameles papillon (Langnasenbeutler)

langnasenbeutler / verwandt mit perameles papillon
Das Bild von John Gould aus Mammals of Australia (1863) zeigt den gefährdeten Tasmanischen Langnasenbeutler (Perameles gunii). Perameles papillon trägt auf dem Hinterteil eine an einen Schmetterling erinnernde dunkle Zeichnung.
Perameles papillon – Steckbrief
lateinischer Name Perameles papillon
englische Namen Butterfly Bandicoot, Nullarbor Barred Bandicoot
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Australien
Zeitpunkt des Aussterbens zwischen 1920 und 1960

Perameles papillon: Erst 2018 wissenschaftlich beschrieben

Die Art Perameles papillon erhielt erst 2018 Artstatus – zu diesem Zeitpunkt war sie bereits ausgestorben. Das australische Beuteltier aus der Gattung der Langnasenbeutler (Perameles) wurde anhand von Material aus dem Natural History Museum in London und dem Western Australian Museum wissenschaftlich beschrieben.

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Martinique-Ameive

martinique-ameive
Eine Zeichnung der Martinique-Ameive von den französischen Zoologen André Marie Constant Duméril und Gabriel Bibron aus dem Jahr 1839. Diese haben die Echse auch als erste wissenschaftlich beschrieben.
Martinique-Ameive – Steckbrief
lateinische Namen Pholidoscelis major, Ameiva major
englische Namen Martinique Ameiva, Martinique Giant Ameiva
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Martinique oder Îles de la Petite Terre (Kleine Antillen)
Zeitpunkt des Aussterbens spätestens 1825 oder um 1928

Selbst Herkunft der Martinique-Ameive ist umstritten

Es ist wirklich nicht viel über die Martinique-Ameive bekannt und das, was man einst dachte, zu wissen, wurde von der Wissenschaft revidiert. So trägt die Martinique-Ameive vielleicht sogar ihren Namen zu Unrecht.

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Koau

koau porphyrio paepae paul gauguin
Ein Ausschnitt aus dem Gemälde Le Sorcier d’Hiva Oa ou le Marquisien à la cape rouge (1902) von Paul Gauguin, das vermutlich einen Hund zeigt, der einen Koau tötet.
KOau – Steckbrief
lateinischer Name Porphyrio paepae
englische Namen Marquesan Swamphen, Marquesas Swamphen, Marquesas Island Gallinule
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Hiva Oa, Tahuata (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens um 1937

Gauguin malte 1902 der Wissenschaft unbekannten Vogel

Der Koau – ein Vogel, auf den Wissenschaftler erst sehr spät aufmerksam geworden sind. Die einzig bekannte, zeitgenössische Darstellung des Vogels stammt vom berühmten französischen Maler Paul Gauguin.

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Réunion-Purpurhuhn

reunion-purpurhuhn réunion-purpurhuhn Porphyrio coerulescens
So könnte das Reunion-Purpurhuhn ausgesehen haben. Die Zeichnung entstammt Lionel Walter Rothschilds Buch Extinct Birds (1907).
Réunion-Purpurhuhn – Steckbrief
alternative Bezeichnung Maskarenen-Purpurhuhn
lateinische Namen Porphyrio caerulescens, Porphyrio coerulescens, Apterornis coerulescens, Cyanornis erythrorhynchus
englische Namen Réunion Swamphen, Réunion Gallinule, Réunion Oiseau Bleu
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Réunion (Indischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens um 1730

Das Reunion-Purpurhuhn existiert nur hypothetisch

Das ausgestorbene Maskarenen- oder Reunion-Purpurhuhn existiert eigentlich nur hypothetisch, denn Knochen hat man bis heute keine gefunden. Bekannt ist die Vogelart aus der Familie der Rallen (Rallidae) lediglich aus sechs Berichten früher Reisender oder Seefahrer.

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Riesen-Heidelibelle

heidelibelle / verwandt mit der riesen-heidelibelle
Weibliche Vertreterin der Gattung der Heidelibellen, fotografiert in Norddeutschland. Von der ausgestorbenen Riesen-Heidelibelle existieren leider kaum Abbildungen. (© Lung)
Riesen-Heidelibelle – Steckbrief
alternative Bezeichnung St.-Helena-Heidelibelle
lateinische Namen Sympetrum dilatatum, (Diplax dilatata)
englische Namen Saint Helena Darter, Saint Helena Dragonfly, St. Helena Darter, St. Helena Dragonfly
ursprüngliches Verbreitungsgebiet St. Helena (Südatlantik)
Zeitpunkt des Aussterbens 1963

Riesen-Heidelibelle: Großer Vertreter der Gattung der Heidelibellen

Die Riesen-Heidelibelle oder St.-Helena-Heidelibelle war vermutlich die einzige Libellenart, die jemals auf der knapp 123 Quadratkilometer großen Insel Sankt Helena – einstiger Verbannungsort Napoleons – endemisch war. Das braun-gelbe Insekt gehörte mit einer Länge von 3 bis 3,6 Zentimetern zu einem der größten Vertreter der Gattung der Heidelibellen (Sympetrum).

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