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Vietnamesisches Nashorn

vietnamesisches nashorn Rhinoceros sondaicus annamiticus
Kopf eines männlichen Vietnamesischen Nashorns, welches um 1930 in Perak auf der Malaiischen Halbinsel geschossen wurde. Es befindet sich heute im Raffles Museum in Singapur.
Vietnamesisches Nashorn – Steckbrief
alternative Bezeichnungen Annamitisches Java-Nashorn, Annamiten-Nashorn
lateinische Namen Rhinoceros sondaicus annamiticus, Rhinoceros sondaicus annamiticu
englische Namen Vietnamese Javan Rhinoceros, Vietnamese Rhinoceros, Javanese Javan Rhinoceros
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Vietnam (zuvor auch Süd-China, Laos, Kambodscha, Thailand, Malaysia)
Zeitpunkt des Aussterbens 2009

Ausgestorben geglaubte Unterart 1988 wiederentdeckt

Die ausgestorben geglaubte Unterart des Java-Nashorns (Rhinoceros sondaicus), das Annamitische Java-Nashorn oder Annamiten-Nashorn (auch: Vietnamesisches Nashorn) wurde erst 1988 wiederentdeckt. Zunächst nahm man an, dass die Nashorn-Art, die einst einen großen Teil Südostasiens besiedelte, durch die Folgen des Vietnamkrieges ausgestorben war.

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Atlasbär

atlasbär ursus arctos crowtheri
Ein römisches Mosaik, welches wahrscheinlich den heute ausgestorbenen Atlasbären zeigt. Es gibt fast nur Quellen aus römischer Zeit über diese Bärenart aus Nordafrika.
Atlasbär – Steckbrief
alternative Bezeichnungen Berberbär, Nandibär
lateinische Namen Ursus arctos crowtheri, Ursus crowtheri
englische Namen Atlas Bear, African Bear, North African Brown Bear, Atlas Brown Bear
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Nordafrika (Algerien, Marokko, Libyen)
Zeitpunkt des Aussterbens um 1869

Atlasbär war Teil von Tierhetzen im Römischen Reich

Der Atlasbär soll im nordafrikanischen Atlasgebirge und in den angrenzenden Regionen Libyens, Algeriens und Marokko gelebt haben. Von ihm existieren keine Fotos, keine wissenschaftlichen Abbildungen, keine Exemplare in Museen und keine vollständigen Skelette. Was vom Atlasbären blieb, sind subfossile Knochen aus Höhlen, alte Reiseberichte und antike Quellen.

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Sloans Uraniafalter

sloans uraniafalter / urania sloanus
Sloans Uraniafalter, gezeichnet von William Swainson und 1829 in den Zoological Illustrations (Band 3) veröffentlicht .
Sloans Uraniafalter – Steckbrief
lateinische Namen Urania sloanus, Papilio sloanus, Papilio sloaneus, Cydimon sloanus, Leilus occidentalis
englische Namen Sloane’s Urania, Sloan’s Urania, Jamaican Sunset Moth
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Jamaika
Zeitpunkt des Aussterbens Anfang des 20. Jahrhunderts

Sloans Uraniafalter: Eine tagaktive Motte

Sloans Uraniafalter, ein auffallend schöner Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von bis zu 7,6 Zentimetern, starb vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts aus, da er keine Futterpflanzen mehr für seine Raupen fand.

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Kleiner Samoa-Flugfuchs

Pteropus_conspicillatus / verwandt mit Kleiner Samoa-Flugfuchs
Der Brillenflughund (Pteropus conspicillatus) aus Nordaustralien gehört ebenfalls der Gattung Pteropus an. (© Mnolf)
Kleiner Samoa-Flugfuchs – Steckbrief
alternative Bezeichnung Kleiner Samoischer Flugfuchs
lateinischer Name Pteropus allenorum
englischer Name Small Samoan Flying Fox
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Samoa (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1856

Kleiner Samoa-Flugfuchs: 153 Jahre im Regal verstaubt

Ein Kleiner Samoa-Flugfuchs – das einzig bekannte und vielleicht auch letzte Exemplarsaß 153 Jahre konserviert in einem Glas in einem Museumsregal, bevor er schließlich als neue Spezies identifiziert wurde. Und dann bemerkte man, er ist ausgestorben.

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Tongatapu-Ralle

tongatapu-ralle gallirallus hypoleucus
Vermutlich eine Darstellung der ausgestorbenen Tongatapu-Ralle; gemalt von Georg Forster zwischen 1772 und 1775 auf James Cooks zweiter Südseereise.
Tongatapu-Ralle – Steckbrief
lateinische Namen Gallirallus hypoleucus, Rallus hypoleucus, Hypotaenidia hypoleucus, (Rallus philippensis), (Rallus pectoralis)
englischer Name Tongatapu Rail
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Tongatapu (Südpazifik)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1777

James Cook: Verantwortlich für den Tod der Tongatapu-Ralle?

Es heißt, der englische Seefahrer James Cook brachte 1773 erstmals Hunde auf die Insel Tongatapu, die größte Insel des polynesischen Inselstaats Tonga. Als er 1777 wiederkam, waren die Hunde bereits verwildert und 1793 hatten sie sich unbändig vermehrt. Die Raubtiere waren dafür bekannt, Jagd auf Rallen zu machen – auch auf die Tongatapu-Ralle.

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Günthers Zwergfrosch

günthers zwergfrosch Nannophrys guentheri
Darstellung von Günthers Zwergfrosch aus einem Katalog (1882) in der Sammlung des British Museum. George Albert Boulenger beschrieb die Spezies und ehrte mit dem Namen den Zoologen Albert Günther. (© R. Mintern)
Günthers Zwergfrosch – Steckbrief
lateinischer Name Nannophrys guentheri
englischer Name Gunther’s Streamlined Frog
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Sri Lanka
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1882

Günthers Zwergfrosch: 1882 zum ersten und letzten Mal gesichtet

Nachdem Günthers Zwergfrosch 1882 auf Sri Lanka entdeckt und wissenschaftlich beschrieben wurde, hat man die Froschart nicht mehr gesehen. In der Wissenschaft wurde indes hinterfragt, ob der ausgestorbene, nur 2,85 Zentimeter lange Zwergfrosch identisch mit einer noch lebenden Froschart ist.

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Guadeloupe-Ameive

dominikanische ameive (verwandte der guadeloupe-ameive)
Ein Foto der heute noch existierenden, mit der Guadeloupe-Ameive verwandten Dominikanischen Ameive (Ameiva fuscata). (© Postdlf)
Guadeloupe-Ameive – Steckbrief
lateinische Namen Pholidoscelis cineraceus, Ameiva cineracea
englischer Name Guadeloupe Ameiva
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Guadeloupe (Kleine Antillen)
Zeitpunkt des Aussterbens 1928

Ein Hurrikan führte zum Aussterben der letzten Guadeloupe-Ameiven

Letztendlich verantwortlich für das Verschwinden der zur Familie der Schienenechsen (Teiidae) zählenden Guadeloupe-Ameive war der Okeechobee-Hurrikan, welcher im September 1928 auf der Insel Guadeloupe wütete.

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Madeira-Kohlweißling

madeira-kohlweißling
Weiblicher Madeira-Kohlweißling aus dem Buch The Butterflies and Moths of Teneriffe (1894) von A. E. und Rashleigh Holt White.
Madeira-Kohlweißling – Steckbrief
lateinische Namen Pieris brassicae wollastoni, Pieris wollastoni, Pieris cheiranti wollastoni, Ganoris wollastoni
englische Namen Madeiran Large White, Large White
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Madeira (Atlantischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1977

Madeira-Kohlweißling: Führte ein Virus oder ein Parasit zum Aussterben?

Der Madeira-Kohlweißling wurde zum ersten Schmetterling erklärt, der aufgrund menschlichen Eingreifens in die Natur in Europa ausgestorben ist, so Lewis Smith 2007 in einem Artikel der britischen Times. Warum genau der Madeira-Kohlweißling ausgestorben ist, steht allerdings nicht fest.

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Acanthobrama hulensis (Karpfenfisch)

Acanthobrama telavivensis (verwandt mit Acanthobrama hulensis )
Von Acanthobrama hulensis existieren kaum Abbildungen. Das Foto zeigt den zur selben Gattung gehörigen Fisch Acanthobrama telavivensis aus Israel. (© Menachem Goren / MERRYchristhmas)
Acanthobrama hulensis – Steckbrief
lateinische Namen Acanthobrama hulensis, Mirogrex hulensis, Mirogrex terraesanctae hulensis, Alburnus sellal
englischer Name Hula Bream
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Hulasee (Israel)
Zeitpunkt des Aussterbens 1975

Trockenlegung von See und Sumpfland führte zum Aussterben der Fauna

Das Sumpfland rund um den 20 Quadratkilometer großen Hulasee (auch: Hula-See, Chulasee oder Chula-See) in Israel wurde in den 1950er-Jahren zur Schaffung landwirtschaftlicher Flächen künstlich trockengelegt. Innerhalb weniger Jahre starb die endemische Fauna des Sees – darunter auch der Karpfenfisch Acanthobrama hulensis.

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Kiritimati-Südseeläufer

Kiritimati-Südseeläufer prosobonia cancellatus
Die Zeichnung des Kiritimati-Südseeläufers, die William Ellis 1778 auf James Cooks letzter Reise angefertigt hat.
Kiritimati-Südseeläufer – Steckbrief
alternative Bezeichnung Südseeläufer
lateinische Namen Prosobonia cancellata, Prosobonia cancellata cancellata, Prosobonia cancellatus, Tringa cancellata, Aechmorhynchus cancellatus
englische Namen Kiritimati Sandpiper, Christmas Island Sandpiper, Christmas Sandpiper
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Kiritimati (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens 1850er-Jahre

Kiritimati-Südseeläufer: Auf James Cooks letzter Reise entdeckt

Auf der dritten Südseereise (1776 bis 1780) des englischen Seefahrers James Cook entdeckten Seefahrer einst den Kiritimati-Südseeläufer. Eine auf dieser Reise vom Assistenzarzt William Ellis 1778 angefertigte Zeichnung des Vogels bildet heute quasi die Grundlage für die Existenz dieser Vogelart. Das einzige auf Kiritimati gesammelte Exemplar ist leider verschollen.

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