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Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege

Emperoptera mirabilis Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege
Eine Zeichnung der ausgestorbenen Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege aus Fauna Hawaiiensis (1899 bis 1913).
Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege – Steckbrief
lateinische Namen Emperoptera mirabilis, Campsicnemus mirabilis
englischer Name Koolau Spur-winged Long-legged Fly
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Oahu (Hawaii)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1907

Die Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege: Eine Fliege, die nicht fliegen konnte

Die winzige, zwischen 15 und 18 Millimeter lange Koolau-Spornflügel-Langbeinfliege besaß keine Flügel und war damit flugunfähig. Anstelle ihrer Flügel besaß sie rund ein Millimeter lange Sporne.

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Galapagos-Riesenratte

galapagos-riesenratte Megaoryzomys curioi
Das Foto zeigt einen Schädel der ausgestorbenen Galapagos-Riesenratte. (© Geni)
GalApagos-Riesenratte – Steckbrief
alternative Bezeichnung Galápagos-Riesenratte
lateinischer Name Megaoryzomys curioi
englische Namen Galapagos Giant Rat, Galápagos Giant Rat
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Santa Cruz, Isabela (Galápagos)
Zeitpunkt des Aussterbens Anfang des 20. Jahrhunderts

Galapagos-Riesenratte: Größe dem Inselgigantismus geschuldet

Eine lebendige Galapagos-Riesenratte wurde nie gesichtet oder gar gesammelt. Jochen Niethammer beschrieb das mäuseartige Nagetier aus der Gruppe der Neuweltmäuse 1964 auf Basis von drei Knochenfragmenten, die man in einer Höhle auf Santa Cruz fan. Später wurden noch weitere fossile Überreste, allesamt auf den Galápagos-Inseln Santa Cruz und Isabela, entdeckt.

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Antigua-Glattkopfleguan

rollschwanzechse, lebende verwandte vom antigua-glattkopfleguan
Der ausgestorbene Antigua-Glattkopfleguan gehört wie auch der heute noch existierende Rollschwanz-Leguan Leiocephalus carinatus (Bild) zur Gattung der Glattkopfleguane. (© Ianaré Sévi)
Antigua-Glattkopfleguan – Steckbrief
alternative Bezeichnung Barbuda-Glattkopfleguan
lateinischer Name Leiocephalus cuneus
englischer Name Antiguan Curly-tailed Lizard
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Anguilla, Antigua und Barbuda, Guadeloupe (Kleine Antillen)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens im 15. Jahrhundert

Ein Reptil von ekelhaftem Aussehen

Eine Mrs. Lanaghan (auch Lanagan) lieferte 1844 in Antigua and the Antiguans eine Beschreibung eines Reptils, welches der Antigua-Glattkopfleguan sein könnte. Sie beschrieb eine auf dem Boden lebende Echse, die „wesentlich größer“ als jene auf Bäumen sei. An ihrem Körper verlaufen „in Längsrichtung blutrote Streifen und sie ist „von ekelhaftem Aussehen“ mit einem „Schwanz von extremer Länge“, sodass die Bewegungen des Tieres schlangenartig wirken würden.

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Kupferfadenelfe

kupferfadenelfe Discosura letitiae
Eine Illustration der Vogelart Kupferfadenelfe aus dem Jahr 1861 von John Gould für das Buch A Monograph of the Trochilidae, or Family of Humming-Birds Volume 3.
Kupferfadenelfe – Steckbrief
lateinische Namen Discosura letitiae, Popelairia letitiae, Gouldia laetitiae, Trochilus letitiae
englische Namen Coppery Thorntail, Letitia’s Thorntail, Letitia’s Coquette
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Bolivien
Zeitpunkt des Aussterbens um 1852 oder später

Die Kupferfadenelfe – Eine eigenständige Art?

Die Weltnaturschutzorganisation IUCN listet die Kupferfadenelfe unter ‚Datenlage unzureichend‘. Der Grund: Die Vogelart ist nur von zwei Exemplaren, die vor 1852 in Bolivien gesammelt wurden, bekannt. Im 20. Jahrhundert wurde die Kupferfadenelfe weder beobachtet noch gesammelt, weshalb sich Forscher uneinig sind, ob es sich bei ihr überhaupt um eine eigenständige Art handelt.

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Antioquia-Brustband-Ameisenpitta

Antioquia brustband-ameisenpitta
Der höchstwahrscheinlich ausgestorbene Antioquia-Brustband-Ameisenpitta unterschied sich vom heute noch existierenden Brustband-Ameisenpitta (Bild) etwa durch kürzere Beine und längere Flügel. (© Francesco Veronesi from Italy)
Antioquia-Brustband-Ameisenpitta – Steckbrief
lateinischer Name Grallaria milleri gilesi
englischer Name Antioquia Brown-banded Antpitta
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Kolumbien
Zeitpunkt des Aussterbens nach 1878

Antioquia-Brustband-Ameisenpitta: Seit 120 Jahren unbeachtet im Museum

Als Norman Arlott den Auftrag erhielt, für das Handbook of the Birds of the World unterschiedliche Ameisenpitta-Arten zu illustrieren, besuchte er 2001 das National History Museum in London. In der eine Million Vogelarten umfassenden Sammlung des Museums entdeckte Arlott eine bis dato unbekannte Vogelart. Er machte die Leiter der Vogelgruppe des Museums, Robert Phrys-Jones und Paul Salaman, auf seinen Fund aufmerksam, die schnell feststellten, dass es sich tatsächlich um eine neue Art handelte. Sie erhielt den Namen Antioquia-Brustband-Ameisenpitta.

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Vietnamesisches Nashorn

vietnamesisches nashorn Rhinoceros sondaicus annamiticus
Kopf eines männlichen Vietnamesischen Nashorns, welches um 1930 in Perak auf der Malaiischen Halbinsel geschossen wurde. Es befindet sich heute im Raffles Museum in Singapur.
Vietnamesisches Nashorn – Steckbrief
alternative Bezeichnungen Annamitisches Java-Nashorn, Annamiten-Nashorn
lateinische Namen Rhinoceros sondaicus annamiticus, Rhinoceros sondaicus annamiticu
englische Namen Vietnamese Javan Rhinoceros, Vietnamese Rhinoceros, Javanese Javan Rhinoceros
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Vietnam (zuvor auch Süd-China, Laos, Kambodscha, Thailand, Malaysia)
Zeitpunkt des Aussterbens 2009

Ausgestorben geglaubte Unterart 1988 wiederentdeckt

Die ausgestorben geglaubte Unterart des Java-Nashorns (Rhinoceros sondaicus), das Annamitische Java-Nashorn oder Annamiten-Nashorn (auch: Vietnamesisches Nashorn) wurde erst 1988 wiederentdeckt. Zunächst nahm man an, dass die Nashorn-Art, die einst einen großen Teil Südostasiens besiedelte, durch die Folgen des Vietnamkrieges ausgestorben war.

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Atlasbär

atlasbär ursus arctos crowtheri
Ein römisches Mosaik, welches wahrscheinlich den heute ausgestorbenen Atlasbären zeigt. Es gibt fast nur Quellen aus römischer Zeit über diese Bärenart aus Nordafrika.
Atlasbär – Steckbrief
alternative Bezeichnungen Berberbär, Nandibär
lateinische Namen Ursus arctos crowtheri, Ursus crowtheri
englische Namen Atlas Bear, African Bear, North African Brown Bear, Atlas Brown Bear
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Nordafrika (Algerien, Marokko, Libyen)
Zeitpunkt des Aussterbens um 1869

Atlasbär war Teil von Tierhetzen im Römischen Reich

Der Atlasbär soll im nordafrikanischen Atlasgebirge und in den angrenzenden Regionen Libyens, Algeriens und Marokko gelebt haben. Von ihm existieren keine Fotos, keine wissenschaftlichen Abbildungen, keine Exemplare in Museen und keine vollständigen Skelette. Was vom Atlasbären blieb, sind subfossile Knochen aus Höhlen, alte Reiseberichte und antike Quellen.

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Sloans Uraniafalter

sloans uraniafalter / urania sloanus
Sloans Uraniafalter, gezeichnet von William Swainson und 1829 in den Zoological Illustrations (Band 3) veröffentlicht .
Sloans Uraniafalter – Steckbrief
lateinische Namen Urania sloanus, Papilio sloanus, Papilio sloaneus, Cydimon sloanus, Leilus occidentalis
englische Namen Sloane’s Urania, Sloan’s Urania, Jamaican Sunset Moth
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Jamaika
Zeitpunkt des Aussterbens Anfang des 20. Jahrhunderts

Sloans Uraniafalter: Eine tagaktive Motte

Sloans Uraniafalter, ein auffallend schöner Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von bis zu 7,6 Zentimetern, starb vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts aus, da er keine Futterpflanzen mehr für seine Raupen fand.

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Kleiner Samoa-Flugfuchs

Pteropus_conspicillatus / verwandt mit Kleiner Samoa-Flugfuchs
Der Brillenflughund (Pteropus conspicillatus) aus Nordaustralien gehört ebenfalls der Gattung Pteropus an. (© Mnolf)
Kleiner Samoa-Flugfuchs – Steckbrief
alternative Bezeichnung Kleiner Samoischer Flugfuchs
lateinischer Name Pteropus allenorum
englischer Name Small Samoan Flying Fox
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Samoa (Pazifischer Ozean)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1856

Kleiner Samoa-Flugfuchs: 153 Jahre im Regal verstaubt

Ein Kleiner Samoa-Flugfuchs – das einzig bekannte und vielleicht auch letzte Exemplarsaß 153 Jahre konserviert in einem Glas in einem Museumsregal, bevor er schließlich als neue Spezies identifiziert wurde. Und dann bemerkte man, er ist ausgestorben.

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Tongatapu-Ralle

tongatapu-ralle gallirallus hypoleucus
Vermutlich eine Darstellung der ausgestorbenen Tongatapu-Ralle; gemalt von Georg Forster zwischen 1772 und 1775 auf James Cooks zweiter Südseereise.
Tongatapu-Ralle – Steckbrief
lateinische Namen Gallirallus hypoleucus, Rallus hypoleucus, Hypotaenidia hypoleucus, (Rallus philippensis), (Rallus pectoralis)
englischer Name Tongatapu Rail
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Tongatapu (Südpazifik)
Zeitpunkt des Aussterbens frühestens 1777

James Cook: Verantwortlich für den Tod der Tongatapu-Ralle?

Es heißt, der englische Seefahrer James Cook brachte 1773 erstmals Hunde auf die Insel Tongatapu, die größte Insel des polynesischen Inselstaats Tonga. Als er 1777 wiederkam, waren die Hunde bereits verwildert und 1793 hatten sie sich unbändig vermehrt. Die Raubtiere waren dafür bekannt, Jagd auf Rallen zu machen – auch auf die Tongatapu-Ralle.

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