Maia-Bubble-Nest-Frosch

Pseudophilautus tanu / verwandt mit maia-bubble-nest-frosch
Das Bild zeigt die ebenfalls auf Sri Lanka heimische und noch existierende Froschart Pseudophilautus tanu. Sie ist eng mit dem Maia-Bubble-Nest-Frosch verwandt. (© Buddhika Mawella)
Maia-Bubble-Nest-Frosch – Steckbrief
lateinische Namen Pseudophilautus maia, Pseudophilautus macropus, Philautus maia
englischer Name Maia Bubble-Nest Frog
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Sri Lanka
Zeitpunkt des Aussterbens spätestens 1876

Maia-Bubble-Nest-Frosch: Kaum Exemplare bekannt

Viel weiß man über den vermutlich braunen Maia-Bubble-Nest-Frosch nicht. Die Froschart wurde erst 2007 anhand eines weiblichen Exemplars beschrieben, welches in den 1860er-Jahren gesammelt wurde. Dieses befindet sich heute im Natural History Museum in London.

Zudem wurden 1876 oder früher zwei Tiere dieser Art gesammelt. Eines der Exemplare hatte Eier an seinem Bauch angeheftet – eine Form des Brütens, die bei diesen Fröschen unüblich ist. Aufgrund der Eier am Bauch gab man der Froschart den Beinamen Maia, was etwa gute Mutter bedeutet.

Nichtsdestotrotz gehen Experten in der Annahme, dass der Maia-Bubble-Nest-Frosch seine Eier tatsächlich an Blätter anheftete, so wie dies auch auf andere, verwandte Froscharten (zum Beispiel Pseudophilautus femoralis) zutrifft. Die Eier am Bauch des gefundenen Frosches lassen sich so erklären, dass der Frosch gestorben ist, während er auf seinem Nest mit Eiern saß.

Der Frosch Pseudophilautus maia mit der volkssprachlichen Bezeichnung Maia-Bubble-Nest-Frosch wird von der IUCN als ausgestorben gelistet, da man ihn zuletzt vor über 100 Jahren gesichtet hat. Auch intensive Suchen zwischen 1993 und 2003 haben nicht dazu führen können, die Art zu finden.

Als Grund für das Aussterben gibt die IUCN die Zerstörung des Lebensraumes der Frösche an. Der Nebelwald in der Tee-Anbau-Provinz Frotoft, in dem man Exemplare dieser Frösche fand, ist gerodet worden.

Sri-Lanka: Die Heimat neu entdeckter Frösche

Erst im Jahr 2000 haben Biologen der Boston University über 100 neue Froscharten auf Sri Lanka entdeckt, schreibt Der Spiegel in einem Artikel. Anhand von DNA-Analysen und dem Vergleich mit bereits bekannten Arten konnten die Wissenschaftler die Verwandtschaftsgrade der neu entdeckten Amphibien klären.

Die Experten teilen die Frösche demnach in zwei Gruppen ein. Eine legt den Laich in schaumartige Nester auf Zweigen oder Blattwerk. Die andere Gruppe brütet die Eier direkt auf der Erde aus, wobei die jungen Frösche dabei die Stufe als Kaulquappe überspringen. Dies kann für die Amphibien von Vorteil sein, da insbesondere Kaulquappen sehr empfindlich auf Umwelteinflüsse reagieren.

Pseudophilautus-Frösche, bei denen etwas über deren Fortpflanzungsverhalten bekannt ist, lagern ihre Eier auf dem Waldboden. Eier dieser Gattung entwickeln sich direkt zu Fröschen, die aussehen wie kleine erwachsene Frösche. Die Eier benötigen stets eine hohe Luftfeuchtigkeit; Trockenwetterperioden können schädlich sein.

Neben vielen neu entdeckten Amphibien-Arten auf Sri Lanka, gibt es leider auch schon viele ausgestorbene, wie beispielsweise den Leopard-Bubble-Nest-Frosch (Pseudophilautus pardus) oder den Sri-Lanka-Bubble-Nest-Frosch (Pseudophilautus adspersus).