Cascade-Trichternetzspinne

cascade-funnelweb-spider Cascade-Trichternetzspinne
Zeichnung der Cascade-Trichternetzspinne von ihrem Entdecker V. V. Hickman.
(© Hickman 1926)
Cascade-TrichternetzSpinne – Steckbrief
lateinischer Name Hadronyche pulvinator, (Atrax pulvinator)
englischer Name Cascade Funnelweb Spider
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Tasmanien, Australien
Zeitpunkt des Aussterbens 1950er-Jahre

Seit mehr als 50 Jahren keine Spur von der Spinne

Die IUCN listet die Cascade-Trichternetzspinne noch nicht als ausgestorben, aber seit 1995 führt man sie in den Listen des Threatened Species Protection Act als ausgestorben. Der Grund dafür: sie wurde seit den 50er-Jahren des 20. Jahrhunderts nicht mehr gesichtet.

Heute vermuten Experten als Ursache für das Aussterben dieser Spinnenart die Zerstörung ihres natürlichen Lebensraumes Tasmanien.

Die Spinne lebte in selbst gegrabenen Erdlöchern

Wissenschaftlich beschrieben wurde die Cascade-Trcihternetzspinne von einem australischen Zoologen namens Vernon Victor Hickman im Jahr 1927. Hickman fand zwei Spinnenbauten in weichem Boden nahe der Wasserfälle bei Hobart. Er beschrieb diese Bauten als etwa 18 Zentimeter tief und mit Spinnennetz ausgekleidet. Die Spinnen haben dort ihre Eier abgelegt.

Es ist existiert nur ein weibliches Typusexemplar

In Abhandlungen von Michael R. Gray, Mitglied des Australian Museum und zuständig für die Arachnologie-Sammlung, lässt sich mehr über das Aussehen der Cascade-Trichternetzspinne in Erfahrung bringen.

Dennoch ist das Wissen über die Spinnenart begrenzt, denn es gibt lediglich ein weibliches Exemplar der Cascade-Trichternetzspinne. An diesem Typusexemplar kann zum Beispiel abgelesen werden, dass das Weibchen eine Panzerlänge von rund sechs Zentimetern hatte. Und die Panzerbreite betrug etwa fünfeinhalb Zentimeter.

Die Cacade-Trichternetzspinne war eine Giftspinne

Experten sind sich einig, dass die Cascade-Trichternetzspinne zu den Vogelspinnenartigen (Mygalomorphae) gehört. Davon gibt es wiederum drei Gattungen, die dem Menschen gefährlich sein können; dazu zählt Hadronyche.

Dieser Gattung gehörte auch die Cascade-Trichternetzspinne an, sodass man davon ausgehen kann, dass sie giftig war. Spinnen dieser Gattung kommen nur in Australien und auf Inseln im Südpazifik vor.