Ainsworths Salamander

silbersalamander, verwandter des ainsworths salamander Plethodon ainsworthi
Es existieren keine Abbildungen von Ainsworths Salamander. Das Bild zeigt den heute noch existierenden Silbersalamander, der auch zur Gattung der Waldsalamander gehört. (© Greg Schechter)
Ainsworths Salamander – Steckbrief
lateinischer Name Plethodon ainsworthi
englischer Name Ainsworth’s Salamander
ursprüngliches Verbreitungsgebiet Mississippi, USA
Zeitpunkt des Aussterbens etwa 1964

Ainsworths Salamander: 1964 zum letzten Mal gesehen

Bekannt ist Ainsworths Salamander lediglich von zwei Exemplaren, die Jackson Harold Ainsworth 1964 zwei Meilen südlich von Bay Springs in Jasper County, Mississippi gesammelt hat.

Seither wurden keine weiteren Individuen dieser Tiere der Gattung Waldsalamander (Plethodon) mehr gesichtet und auch intensive Suchen 1991, 1995 und 1997 blieben ohne Erfolg, obwohl Tiere dieser Gattung, laut IUCN, leicht aufzuspüren seien. Die IUCN erklärte die Salamanderart 2004 für offiziell ausgestorben.

Entwaldung des Lebensraums führte zum Aussterben

Die IUCN sieht als Ursache für das Verschwinden der Art die zunehmende Entwaldung  und den damit einhergehenden Verlust von Lebensraum an.

Bodenerosion und die Austrocknung von Quellen können ebenfalls zum Verschwinden des Salamanders geführt haben. Als Amphibie bewohnte der Salamander sowohl terrestrische Bereiche als auch Süßwasser.

Beide Typusexemplare weitgehend zerstört

Ainsworths Salamander war Schwarzbraun gefärbt und besaß keine besondere Musterung. Das Bauchfell war in einem hellen Graubraun gefärbt. Eines der Typusexemplare hatte eine Gesamtlänge von knapp 5,2 Zentimetern, das andere von 5,7 Zentimetern.

Beide Exemplare des Salamanders sind durch das Einlegen in starkes Formalin sowie durch misslungene Untersuchungen weitgehend zerstört. Einige Gliedmaßen gingen sogar verloren.

Ainsworths Salamander: Doch nicht ausgestorben oder gar nicht existent?

Aus einer im Southeastern Naturalist 2013 veröffentlichten Studie von John G. Hilmes und David C. Beckett geht hervor, dass Ainsworths Salamander möglicherweise keine gültige Art ist, sondern dass es sich bei Plethodon ainsworthi um Plethodon mississippi bzw. den Mississippi-Slimy-Salamander handelt.

Die Studie besagt, dass beide Typusexemplare des Ainsworths Salamanders aufgrund der Lagerung in starkem Formalin für 26 Jahre in einem sehr schlechten Zustand waren. Dies könnte die wissenschaftliche Beschreibung der Art 1998 beeinflusst haben.

Ainsworths Salamander soll sich anhand der wissenschaftlichen Erstbeschreibung durch kürzere Gliedmaßen und einen merklich abgeschwächten Körper von P. mississippi unterscheiden.

Hilmes und Beckett machten sich auf die Suche und fanden am Standort, wo die damaligen Typusexemplare gefunden wurden, keinen Ainsworths Salamander, aber jede Menge Mississippi-Slimy-Salamander.

Die angeblichen Unterschiede zwischen beiden Arten sehen Hilmes und Beckett als Folge der langfristigen, unsachgemäßen Konservierung der Typusexemplare an. Sie ziehen den Schluss, dass P. ainsworthi keine eigenständige Art, sondern ein Synonym für P. mississippi ist.

Für ihre These spricht auch, dass es sich bei Ainsworths Salamander um die einzige moderne Amphibie handelt, welche die IUCN in den Vereinigten Staaten für ausgestorben erklärt hat.