Borneo-Barbourfrosch
Barbourula kalimantanensis
Bornean Flat-headed Frog

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Die Barbourfrösche (Barbourula) bilden eine auf südostasiatischen Inseln vorkommende und aus nur zwei Arten bestehende Gattung der Amphibien. Die andere zur Gattung gehörende Art ist der Philippinen-Barbourfrosch (Barbourula busuangensis).
Bis zu Beginn des Jahres 2008 war der Borneo-Barbourfrosch nur anhand zweier Exemplare bekannt. Erst dann fand man diese Art wieder auf Borneo und stellte fest, dass die Tiere keine Lunge besitzen. Wahrscheinlich nimmt der Borneo-Barbourfrosch den Sauerstoff über die Haut auf. Die einzigen bislang bekannten vierbeinigen Lebewesen ohne Lungen waren einige Salamanderarten und Blindwühlen. Der Borneo-Barbourfrosch ist der erste und einzige bislang bekannte lungenlose Frosch. Man nimmt an, dass sich die Lunge des Frosches zurückgebildet hat, da die Lunge in seinem Lebensraum - die Wasserfroschart bevorzugt strömende und kalte Gewässer - für ungewollten Auftrieb sorgt. Zudem sind fließende Gewässer sehr sauerstoffreich. Daher reicht es, wenn die Amphibien Sauerstoff über die Haut zum Atmen aufnehmen. Hierfür spricht auch die im Verhältnis zur Körpergröße auffallend große Hautoberfläche der Frösche, die durch einen besonders flachen Körperbau erreicht wird.
Die Tierart ist vom Aussterben bedroht, da der Lebensraum des Borneo-Barbourfroschs in Gefahr ist. Illegale Goldschürfer und Rodungen vernichten das Gebiet. Gewässer, die einst klar und frisch waren, sind mittlerweile trübe und aufgewärmt. Nur umgehende Naturschutzmaßnahmen, so die Forscher, könnten diesen Lebensraum retten.