Steinkrebs
Austropotamobius torrentium
Stone crayfish

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Der Steinkrebs (auch Bachkrebs) ist eine kleine in Deutschland beheimatete Krebsart, die vom Aussterben bedroht ist. Der 1972 aus Schweden eingeführte Amerikanische Signalkrebs überträgt die Krebspest, die für den Steinkrebs tödlich ist.
Der Steinkrebs lebt zumeist in kleineren fließenden Gewässern. Auch besiedeln die Tiere Uferbereiche von Seen in höher liegenden Regionen. Sie bevorzugen kalte Flüsse (aber mind. 8°C) und kommen auch in größeren Flüssen wie z.B. dem Rhein vor. Das Temperaturoptimum liegt bei 14 bis 18 °C. Die Krebse graben kleine Höhlen unter Steinen, Wurzeln oder totem Holz.
Steinkrebse werden kaum größer als 8 cm. Die Krebse sind meistens braun bis oliv gefärbt, können allerdings auch beige oder hellbraun sein. Wie bei vielen Krebsen, besitzt auch diese Art einen Geschlechtsdimorphismus, der sich so auswirkt, dass die Männchen kräftigere Scheren besitzen.
Die Steinkrebse konnten 2008 erstmals in Nebenflüssen der Elbe in Sachsen nachgewiesen werden. Die Art ist gegenüber Belastungen sehr viel empfindlicher als der Verwandte Edelkrebs. Besonders gefährlich sind für den Krebs neben der Krebspest auch die chemische Verschmutzung, z.B. durch Insektizide. Betonierte Bachläufe verträgt die Art ebenfalls nicht. Gefährlich sind auch Nutztiere, die in der Nähe von Gewässern gehalten werden und die kleinen Tiere zertrampeln.
Im April 2008 wird mitgeteilt, dass es in Hessen, im Taunus und im Odenwald, nur noch etwa 20 Steinkrebsbestände gibt. Der Gliederfüßer beheimatete Hessen seit Tausenden von Jahren. Derzeit versucht man einen Großteil der Bestände des Amerikanischen Signalkrebses abzufischen, um auf diese Weise zu verhindern, dass noch mehr Steinkrebse sich mit der Krankheit anstecken, die der Signalkrebs überträgt. Außerdem wird versucht, eiertragende Weibchen des Steinkrebses in ehemalige Lebensräume der Art wieder anzusiedeln.