Südinsel-Kokako
Callaeas cinerea cinerea
South Island Kokako

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Oben: Südinsel-Kokako
Unten: Nordinsel-Kokako
Der Südinsel-Kokako, auch Lappenkrähe genannt, war auf Stewart Island und der Südinsel Neuseelands beheimatet und wurde nachweislich zum letzten Mal im Jahre 1967 im Teal Creek im Mount Aspiring Nationalpark gesichtet. Eine ausgedehnte Suche im Jahre 2000 in acht Regionen, die lediglich per Boot oder Helikopter erreichbar sind, war erfolglos.
Lappenvögel sind - je nach Ansicht - drei bis fünf, sich optisch voneinander unterscheidende Arten, die jedoch auch viele Gemeinsamkeiten haben: die bunten Hautlappen an der Schnabelbasis.
Es gibt zwei Formen des Kokako, die blaulappige der Nordinsel - der Nordinsel-Kokako (Callaeas cinerea wilsoni) - und die orange- oder gelblappige der Südinsel.
Der Südinsel-Kokako konnte eine Länge von 38 cm erreichen und bewohnte die dichten Regenwälder der Südinsel Neuseelands, kam aber auch auf Stewart Island vor. Der heute noch lebende Nordinsel-Kokako ist auf der Nordinsel Neuseelands beheimatet.
Die Beine der Kokakos sind relativ lang und kräftig, die Flügel dagegen ziemlich schwach ausgebildet. Daher springen die Tiere auch von Ast zu Ast oder flattern und springen am Waldboden, wenn sie auf der Suche nach Nahrung (Beeren, Früchte und Insekten) sind.
Schuld am Aussterben des Südinsel-Kokakos sind wahrscheinlich nach Neuseeland eingeführte Raub- und Nagetiere sowie die Lebensraumzerstörung. Der Huia, eine Lappenvogelart, wurde schon um 1907 ausgerottet. Hier war es die Jagd der Maori auf die Vögel, die den Bestand deutlich reduzierte. Die schwarzen Schwanzfedern mit den weißen Spitzen dienten den Stammeshäuptlingen als Kopfschmuck. Zum endgültigen Verschwinden der Vögel hat aber dann wahrscheinlich die Rodung großer Teiler der Wälder Neuseelands geführt. Die Siedler benötigten Weideland für die Schafzucht.
Es ist durchaus möglich, dass der Südinsel-Kokako heute noch auf Stewart Island existiert. Dort werden hin und wieder Vogelrufe gehört die denen des Kokako nicht unähnlich sind. Auch wurde der Fund relativ frischer Federn gemeldet.
Im März 2008 meldet der Hobby-Ornithologe Alec Mine, dass er in Neuseeland nahe des Berges Xenicus am oberen Ende des Cobb-Valley unterwegs war und einen Vogel gesichtet und gehört hat, der seiner Überzeugung nach der Südinsel-Kokako war: Er war ungefähr 20 Meter entfernt und ich hatte eine gute Sicht. Er bewegte sich zum Boden und kam nicht mehr herauf, aber ich bin mir absolut sicher was ich sah war ein Kokako. [...] Es raubte mir den Atem wie deutlich der Ruf war.

Die Lappenvögel sind in ihrer Verbreitung auf Neuseeland beschränkt, zwei Arten sind heute ausgerottet, die anderen stark gefährdet:
* Sattelrücken oder Lappenstar (Creadion carunculatus)
* Lappenkrähen (Südinsel- und Nordinsel-Kokako)
* Huia oder Lappenhopf (Heteralocha acutirostris) [ausgestorben]

Synonyme: Cryptorhina callaeas, Glaucopsis callaeas, Glaucopsis cinerea