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Zwergflusspferd Choeropsis liberiensis / Hexaprotodon liberiensis Pygmy Hippo
Das Zwergflusspferd ist eine der zwei heute noch vorkommenden Arten aus der Familie der Flusspferde. Das nachtaktive und sehr seltene Zwergflusspferd ist in Wäldern und Sümpfen Westafrikas beheimatet. Die Tierart wurde 1843 von Samuel Morton (Naturforschende Gesellschaft Philadelphia) wissenschaftlich beschrieben. Morton hatte während eines Aufenthalts in Monrovia (Liberien) mehrere Schädel der bis zu jenem Zeitpunkt unbekannten Spezies gesammelt und untersucht. Das gewöhnliche und sehr viel größere Flusspferd war der Wissenschaft schon seit 1758 bekannt. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war die Existenz des Zwergflusspferdes außerhalb Westafrikas unbekannt. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Zwergflusspferde oftmals in Zoos gehalten, wo sie sich auch gut vermehrten. Der Fortbestand der Art gilt als gefährdet. Die IUCN schätzt, dass in freier Wildbahn nur noch 3000 Zwergflusspferde leben. Der Bestand der Tiere ist durch den Verlust ihrer Lebensräume bedroht, da die Wälder zunehmend abgeholzt und in landwirtschaftliche Flächen verwandelt oder zu Straßen umgebaut werden. Zum Bestandsrückgang trägt ebenfalls bei, dass Zwergflusspferde immer noch bejagt werden und das ihr Lebensraum immer wieder zum Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen wird.
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